Coburg
Fußball

Wer jubelt im Prestigeduell?

Unter Flutlicht treffen am Freitagabend ab 19 Uhr die beiden ranghöchsten Klubs des Fußballkreises Coburg aufeinander.
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Wir wollen unbedingt spielen. Wir sind gut drauf. Mit einer Absage haben wir uns überhaupt noch nicht befasst". Bastian Renk, Spielertrainer des VfL Frohnlach, erteilt allen Spekulationen, dass das mit Spannung erwartete Aufeinandertreffen zwischen seinen "Blau-Weißen" und dem FC Coburg am Freitagabend kurzfristig abgesetzt werden könnte, eine klare Absage. Das Derby soll wie geplant um 19 Uhr im Willi-Schillig-Stadion angepfiffen werden.

Die Platz- und vor allem die Wetterverhältnisse seien zwar nicht optimal , doch auf der Kippe steht das Derby in der Landesliga Nordwest deshalb nicht. "Nur wenn es ab sofort permanent durchregnen würde", so Renk weiter, müsse man die Lage neu überdenken. Beim gestrigen Abschlusstraining herrschte im VfL-Lager allerbeste Laune und vor allem eine große Vorfreude auf das zweite Kräftemessen mit den "Roten" in dieser Saison.

2:1-Auswärtssieg im Hinspiel

Den ersten Vergleich gewannen die Frohnlacher im Sommer im Dr. Stocke-Stadion vor einer prächtigen Kulisse von rund 1000 Zuschauern verdient mit 2:1, ehe nur eine Woche später mit der historischen 0:10-Heimpleite gegen Haibach eine nicht für mögliche gehaltene Talfahrt für den Landesliga-Aufsteiger begann. Doch inzwischen hat sich die auf allen Positionen durchaus Landesliga-tauglich besetzte Mannschaft wieder gefangen. Der Trainer-Rücktritt vom Rücktritt ist bestens verkraftet und eine kleine Erfolgsserie gestartet. Seit sechs Spielen sind Özdemir, Civelek & Co. ungeschlagen, holten dabei zwölf Punkte und verbesserten so ihre einst missliche Situation im Abstiegskampf. Nach 21 Begegnungen stehen 23 Punkte zu Buche. Der momentane Tabellenplatz 15 würde am Saisonende allerdings Abstiegs-Relegation bedeuten.

Ganz anders ist die Situation bei den Vestekickern, die aufgrund der letzten Ergebnisse und der schlechten Entwicklung als Außenseiter in diesen Rivalenkampf gehen. Von den zurückliegenden Partien wurde lediglich eine gewonnen. Punktgleich mit dem TuS Röllbach (beide 17 aus 21 Spielen) zieren die Coburger derzeit das Tabellenende. Der Verein zog bereits Mitte der Vorrunde aufgrund der anhaltenden Negativ-Ergebnissen die Reißleine, stellten Trainer Lars Scheler frei und beförderten vorerst bis zur Winterpause Co-Trainer Frederic Martin zumindest bis zur Winterpause zum neuen Chef an der Außenlinie. Der durchschlagende Erfolg blieb aber auch unter der Regie des Kronachers aus. Zwar würden Sener, Teuchert & Co. jetzt kompakter und auch dank der Reaktivierung von Stürmer Daniel Sam wieder zielstrebiger spielen, so die Einschätzung von FCC-Funktionären, doch in Punkten hat sich die kollektive Leistungssteigerung auch im Herbst nicht ausgezahlt.

Das kann sich bereits am Freitagabend ändern, denn mit einem Dreier im Derby wollen die FCC-Kicker zumindest für einen versöhnlichen Jahresabschluss sorgen. Im Frühjahr - aller Voraussicht nach dann mit einem neuen Cheftrainer - plant der Stadtklub dann eine Aufholjagd, an deren Ende der Klassenerhalt stehen soll.oph

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