Bad Rodach
Tourismus

Wer ist das neue Gesicht von "Ida Schleicher" in Bad Rodach?

Die Coburger Tourismusfachfrau Renate Klebeg bietet künftig Kostümführungen zum Gedenken an das Bad Rodacher Original an. Start ist am Freitag, 5. Oktober.
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Renate Klebeg verkörpert das Bad Rodacher Original Ida Schleicher künftig bei Kostümführungen in der Thermalbadstadt. Start ist am Freitag, 5. Oktober.                             Foto: Volker Gundel
Renate Klebeg verkörpert das Bad Rodacher Original Ida Schleicher künftig bei Kostümführungen in der Thermalbadstadt. Start ist am Freitag, 5. Oktober. Foto: Volker Gundel

Die tägliche Verwaltungsarbeit im Coburger Tourismusbüro ist für sie zwar abwechslungsreich, Renate Klebeg will aber mehr. Neben der beruflichen Tätigkeit den "Kopf noch mal so richtig anstrengen" lautet ihre Devise. Und sie geht noch einen Schritt weiter: "Warum vom Schreibtisch aus die Gästeführer und Gästeführerinnen nur einteilen? Warum nicht selbst eine werden?" Und prompt setzt sie nun das Vorhaben in die Tat um.

Anschub dazu gab ein Inserat im "Rodachtal-Kurier" im Februar dieses Jahres, ein Gästeführer wurde für die Thermalbadstadt gesucht. Renate Klebeg zögerte nicht lange, setzte sich mit dem Touristikbüro in Verbindung und schon war der Kontakt hergestellt. Erste Hilfestellungen gab ihr dabei die ehemalige VHS-Außenstellenleiterin Hedda Hanft. Sie verwies auch darauf, dass die turnusmäßigen Führungen in Bad Rodach (15 oder 17 Uhr) auf Dauer wohl mit Klebegs Arbeitszeiten in Coburg nicht immer unter einen Hut bringen seien. Kostümführungen mit flexiblen Anfangszeiten seien daher eine dankbare Alternative.

Persönlich gekannt

Schnell war mit "Ida Schleicher" dann auch ein "Bad Rodacher Original" auserkoren. Und die entsprechende Lehrmeisterin fand Renate Klebeg auch rasch. Christa Gilbert, die selbst über Jahre in die Fußstapfen von Ida Schleicher trat und so manches Geheimnis aus deren Leben preisgab, motivierte Klebeg durch wertvolle Tipps und Anregungen zusätzlich.

Von Vorteil war dabei natürlich, dass Christa Gilbert "die Ida" persönlich gekannt hat und so über Eigenarten und Gewohnheiten der "Kulturweiber" Bescheid wusste. Denn zu diesen gehörte Ida Schleicher, genau so wie die Rodacherinnen Emma Kulse, Rosa Pfeiffer, Julchen Bernhardt und Martha Wiesert. Diese Arbeiterinnen hatten die ehrenvolle Aufgabe, junge Waldbestände, die durch Aussaat oder Anpflanzung entstanden sind, zu "kultivieren". Im mitgeführten Huckelkorb waren Arbeitsgeräte und Verpflegung. Bei Ida auch immer der "Hopfentee".

Was im Gedächtnis bleibt

"Ich will aber nicht nur ihre Gewohnheiten wieder in Erinnerung rufen, sondern auch erzählen, was sie in jüngeren Jahren erlebt hat", erläutert die neue Kostümführerin der Thermalbadstadt. Explizit nennt sie dafür ein Beispiel: Ida Schleicher war acht Jahre alt, als in der Johanniskirche die drei großen farbigen Fenster der Firma Max Roesler eingebaut wurden. Und Klebeg weiter: Die Menschen sollen von Idas Erlebnissen etwas "mit nach Hause nehmen", das im Gedächtnis bleibt. Durch eine klare Sprache und einfache Sätze will sie dies vermitteln. So ihre Zielsetzung.

Erste Gelegenheit, die "neue Ida" kennenzulernen, ist am Freitag, 5. Oktober, um 16.30 Uhr. Treffpunkt für alle Interessierten ist am Jagdschloss. Ein Anmeldung bei der Gästeinformation (09564/1550) ist erforderlich, es wird ein Unkostenbeitrag von fünf Euro erhoben. Es besteht zudem die Möglichkeit, Gruppenführungen individuell zu buchen.

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