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Fechheim
Kirchengremium

Wer in Fechheim das kirchliche Leben gestalten will

Sie kennen die Zusammenhänge manchmal besser als die Pfarrer. Am Sonntag wurden in den evangelischen Kirchengemeinden die Kirchenvorstände gewählt.
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Michaelskirche in Fechheim: Blick zum Altar.Jochen Berger
Michaelskirche in Fechheim: Blick zum Altar.Jochen Berger
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"Heute ist ein ganz besonderer Sonntag, denn heute werden überall in Bayern die neuen Kirchenvorstände gewählt. Bringen Sie Ihre Stimme ein, gestalten Sie Ihre Kirchengemeinde mit, wählen Sie", wünschte Pfarrerin Ulrike Schmidt-Rothmund beim Abendmahlgottesdienst zum Wahlsonntag in der evangelischen Kirchengemeinde Fechheim. Aus 14 Dörfern mit rund 1000 Gemeindemitgliedern waren die Gläubigen zum Festgottesdienst sowie zu den Wahlen in das Gemeindehaus eingeladen, und sie folgten den Einladungen. Pfarrerin Ulrike Schmidt-Rothmund: "Die Menschen gehen heute wählen, weil es wichtig ist, die Stimme abzugeben und damit auch die Kirchengemeinde zu gestalten. Ich kann ja mit meiner Stimme auch die Gemeinde leiten. Die Menschen sind unterschiedlich und genauso unterschiedlich sind auch die Perspektiven. Kirchenvorstandsarbeit heißt ja auch, als Team zusammenarbeiten, mit den verschiedenen Fähigkeiten, die jeder besitzt. Je mehr Menschen wählen, umso größer ist auch das Spektrum. Und ich denke, das werden viele Menschen nutzen, wenn nicht persönlich, dann eben per Briefwahl.

Mirja Küchenknecht: "Ich denke, die Menschen kommen auch heute wählen, weil vielleicht, ähnlich wie in der Politik, eine gewisse Unzufriedenheit herrscht. Ich denke, die Leute überlegen dann doch: Ich möchte mitgestalten. Das ist ja die einmalige Chance, weil der Zeitraum für sechs Jahre lang ist, die eigene Gemeinde, die Heimat mitgestalten zu können. Ich möchte mich ehrenamtlich engagieren, um die Gaben, die man von Gott empfangen hat, so wunderbar für das Allgemeinwohl und für die Menschen einsetzen kann. Außerdem hat man selbst auch etwas davon, um mit Menschen in der Gemeinde in Kontakt zu kommen. Da lernt man die Leute besser kennen, die man sonst nur vom Sehen kennt und nur grüßt. Man wird miteinander vertrauter und erfährt persönlich eher, was sie bewegt, angefangen vom Kind bis hin zum alten Menschen."

Schon 30 Jahre dabei

Gerhard Baudler: "Es gehen immer die Leute zur Wahl ihres Kirchenvorstands, denen die Gemeinde auch wichtig ist und die darin ihre besten Vertreter auch haben möchten. Ich habe mich fünf Mal zur Wahl gestellt und habe somit jetzt schon 30 Jahre das kirchliche Gemeindeleben mitgestaltet. Und jetzt bin ich wieder aufgestellt. Ich habe ja schon in dieser Zeit im Kirchenvorstand einige Pfarrer hier schon überholt und war der Pfarrer-Stellvertreter. Jetzt haben sich allerdings auch viele im Kirchenvorstand nicht mehr zur Wahl gestellt. Ich habe mich auch heuer wieder dazu bereiterklärt, weil ich die ganzen Jahre diese Arbeit mitgestaltet habe und die ganzen Zusammenhänge kenne. Mir ist alles bekannt, wie beispielsweise der schlechte Verlauf unserer Kirchenrenovierung. Nun hoffen wir, dass heuer was passiert. Es lohnt sich einfach, für das Gemeindeleben ehrenamtliches Engagement zu zeigen, weil man etwas bewirken kann."

Ergebnis:

Die neuen Kirchenvorsteher im Stadtgebiet

Neustadt Ute Bach, Tim Braun, Petra Fischer, Martin Frenkler, Fabian Gehrlicher, Susi Greiner-Schunk, Gabriele Nußpickel, Martin Stingl und Sabine Wiedemann. Fechheim Helene Backert, Gerhard Baudler, Andrea Kessel, Julia Mechtold, Martin Truckenbrodt und Carolin Zwosta.

Haarbrücken, Ketschenbach, Thann Kerstin Klaußner, Heico Lauzening, Gisela Schieber, Anna Schmidt, Carola Seifert und Sylvia Wittmann. Wildenheid, Meilschnitz Birgit Fleischmann, Hubert Langbein, Kartin Scheler, Désirée Sommermann und Gabriele Stein-Abeltshauser.

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