Eigentlich hängt die Sache nur noch am Geld. Der Kreisausschuss und der Bauausschuss haben gestern Nachmittag in einer gemeinsam Sitzung beschlossen, dass die Straßenmeisterei des Landkreises von Scheuerfeld auf die Lauterer Höhe verlegt wird - sofern die dafür benötigten finanziellen Mittel im Haushalt zur Verfügung gestellt werden können. Ist dies der Fall, soll der Spatenstich für den Neubau unweit des Landratsamtes auf jeden Fall noch in diesem Jahr stattfinden.
Es war aber keine leichte Geburt für die neue Straßenmeisterei. Architekt Christian Wutke und die Mitglieder der Landkreis-Bauverwaltung mussten sich (insbesondere von Gerhard Preß und Matthias Korn; beide CSU/Landvolk) jede Menge Fragen gefallen lassen. Hauptkritikpunkt: Die rund 670 Quadratmeter für Fahrzeughallen und Lagerflächen, die seit den ersten Vorentwurfs-Plänen hinzugekommen sind. Mit ihnen stiegen die Gesamtkosten um rund 250 000 auf rund drei Millionen Euro.
Landrat Michael Busch (SPD) bat um Verständnis für die veränderten Pläne. Man habe in der Verwaltung den Neubau "wohl nicht in der vollen Tiefe betrachtet", erklärte Busch. Außerdem sei die erste Raumplanung noch in der Annahme entstanden, dass die neue Straßenmeisterei auf dem Gelände der alten in Scheuerfeld gebaut werden würde. Mit dem Umzug ans Landratsamt habe man sich nun eben gesagt: "Wenn wir was bauen, dann machen wir es auch vernünftig." Dazu gehöre es dann auch, dass zum Beispiel alle Fahrzeuge der Straßenmeisterei unter einem schützenden Dach abgestellt werden sollten. Frank Rebhan (SPD) konnte mit dem erweiterten Entwurf leben - aber er winkte auch mit dem erhobenen Zeigefinger in Richtung von Hans-Joachim Knauer (Bauverwaltung): "Jetzt muss es aber auch gut sein mit Dingen, die man dann noch so merkt."
Letztlich stimmten dann alle Mitglieder dafür, die "große Lösung" in der Planung weiter zu verfolgen.