Weitramsdorf
Bürgerversammlung

Weitramsdorfer üben konstruktive Kritik

Die Bürger von Weitramsdorf machten ihrem Unmut Luft. Besonders am Rathaus wurde einiges bemängelt.
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Bissig brachte Edgar Keller den Zustand mancher Wanderwege zur Sprache. Lothar Weidner
Bissig brachte Edgar Keller den Zustand mancher Wanderwege zur Sprache. Lothar Weidner

Auch wenn die Neugestaltung der Ortsmitte von Weitramsdorf vielen Bürgern auf den Nägeln brennt, brachte auf der mäßig besuchten Bürgerversammlung kein Redner das Thema aufs Tablett. Lediglich Bürgermeister Wolfgang Bauersachs (BfB) sprach es an.

Er stellte fest, dass der Gemeinderat diese Neugestaltung in Verbindung mit der Kirchengemeinde beschlossen habe, was von der Regierung von Oberfranken als positiv angesehen wurde. Auch das ehemalige Albrecht-Gebäude soll eventuell mit einbezogen werden.

Durch einen Architekten soll in nächster Zeit ein Plan der Neugestaltung ausgearbeitet werden. Laut Bauersachs sollen öffentliche Mittel im Rahmen der Städtebauförderung gewährt werden.

Für Unmut in der Bevölkerung sorgte die Schließung des Sitzungssaales im energetisch sanierten Rathaus. Die Gemeinderatssitzungen finden im Feuerwehrhaus statt. Bauersachs gab als Gründe an, dass ein zweiter Rettungsweg aus dem im Dachgeschoss liegenden Sitzungssaal fehle und dass ein Aufzug für Rollstuhlfahrer aus Platzgründen nicht eingebaut werden kann.

Neuer Raum für Sitzungen

Der Saal ist derzeit zur Registratur umfunktioniert. "Wir brauchen einen Sitzungssaal, der im Rathaus ist", meinte das Gemeindeoberhaupt. Deshalb, das kündigte er an, soll im Rahmen eines Anbaus an das bestehende Rathaus ein Raum für Sitzungen geschaffen werden. Zudem soll für 170 000 Euro das Rathausumfeld neu gestaltet werden.

Ferner informierte Bauersachs, dass ein Neubaugebiet "Hoher Rain" ausgewiesen wird, bei dem 13 Baurechte entstehen. Die Erschließungskosten wurden mit 200 000 Euro beziffert. In letzter Zeit sind in Weitramsdorf keine weiteren Neubaugebiete ausgewiesen worden, da auf innerörtliche Schließung von Baulücken Wert gelegt wurde.

Kritik wegen Wanderwegen

Kritisch setzte sich in seinem Redebeitrag Edgar Keller mit dem Zustand der Wanderwege auseinander. "Dieser ist teilweise beschämend", meinte er. Es sei schlimm, dass manche Wege nicht mehr zu gebrauchen sind. Der Bürgermeister sicherte Verbesserungen zu. Sowohl Margit Schmidt als auch Robert Müller kritisierten das Parken auf Gehsteigen. Müller sah eine Gefahr durch herunterfallende Scheiben vom ehemaligen Albrecht-Gebäude in der Dorfmitte. Laut Bürgermeister wurde der Eigentümer bereits darauf schriftlich hingewiesen.

Auf Risse in Teerdecken wies Joachim Grosch hin. Eine Ausbesserung sicherte Ingo Förster vom Bauamt zu. Heidrun Hauptmann wünschte sich zum einen einen barrierefreien Rathausanbau und zum anderen die Abflachung mancher Bordsteine, insbesondere vor dem Pfarrhaus, um Rollstuhlfahrer die leichtere Zufahrt auf den Gehweg zu ermöglichen.

Ansonsten verwies der Bürgermeister auf eine Einwohnerzahl von 5025 bei bisher 17 Geburten und neun Sterbefällen. Die Bevölkerungszunahme sei erfreulich. "Ich hoffe dass der Trend anhält", so Bauersachs. Er verwies auch auf Rücklagen der Gemeinde von rund 5,9 Millionen Euro und auf eine Verschuldung von 2,4 Millionen Euro.



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