Weidhausen bei Coburg

Weidhausen will und muss Kinderbetreuung ausbauen

Die Gemeinde Weidhausen will dem Kinderbetreuungs- und Bildungsgesetz Genüge tun. Ein entsprechender Beschluss wurde gefasst. Der Schuldenstand sinkt.
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Kinderbetreuung Foto: Karl-Heinz Hofmann (Archiv)
Kinderbetreuung Foto: Karl-Heinz Hofmann (Archiv)
Die derzeitige Nachmittagsbetreuung in der Gemeinde, deren Träger die Kommune ist, beschäftigte den Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung. Derzeit werden 69 Kinder betreut in drei Klassenräumen betreut. Angefangen wurde 2001 mit zwei Beschäftigten, derzeit sind es vier. Eine weitere Stelle wird ausgeschrieben und die Stundenzahl der bisherigen Mitarbeiter wird aufgestockt. "Die Nachmittagsbetreuung ist ein Standbein des Bildungsauftrages", sagte Bürgermeister Markus Mönch (parteilos).

Die Gemeinde muss ihre bestehenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten ausbauen, um dem Bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz gerecht zu werden. Die Gemeinden sollen demnach gewährleisten, dass die notwendigen Kindertageseinrichtungen zur Verfügung stehen, wobei die Gemeinden unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der Eltern und ihrer Kinder entscheiden können. Dabei sind auch die Bedürfnisse von Kindern mit bestehender oder drohender Behinderung durch eine wohnortnahe Betreuung zu berücksichtigen.


Was zu beachten ist

Voraussetzung für den weiteren Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten ist es, den Bedarf festzustellen, wobei es um Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren geht. Der Gemeinderat beschloss einstimmig, den Bedarf zu ermitteln. Dabei hat die Gemeinde auf einiges zu achten: auf eine plurale Trägerstruktur, ein vielseitiges pädagogisches Angebot und eine Finanzierbarkeit nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Über die Art und Weise der künftigen räumlichen Möglichkeiten soll nach Vorlage der Bedarfsfeststellung spätestens in der Oktobersitzung weiter beraten werden. Erste Gedanken des Bürgermeisters flossen bereits ein. Mönch berichtete, bei einem Gespräch bei der Regierung von Oberfranken sei gesagt worden, dass nichts gegen den Neubau eines Hortes spreche und dass der Bau zuschussfähig sei. Auch die Schaffung einer neuen Krippengruppe in der Kindertagesstätte Oase sei förderfähig mit 90 Prozent bei einer Mindestinvestition von 100 000 Euro.

Aus dem Gremium kamen keine Einwände, so vorzugehen. Für Gemeinderat Michael Hofmann (CSU) ist alles eine Frage der Finanzierung und Gemeinderat André Karl (SPD) schlug vor, eine Informationsveranstaltung für Eltern abzuhalten.


Verschuldung sank

Kämmerer Gerhard Friedrich stellte in seinem Bericht über den Jahresabschluss 2017 fest, dass der Haushalt des vergangenen Jahres mit einem Volumen von 8,3 Millionen Euro sehr erfolgreich abgewickelt werden konnte. So konnten laut Friedrich vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt 987 000 Euro übertragen werden, eine Rücklage von einer Million Euro erwirtschaftet und 598 000 Euro übertragen werden auf das Jahr 2018 für Investitionen. Auch die Mehrausgaben konnten durch Mehreinnahmen abgedeckt werden. Kredite wurden nicht benötigt, so dass die Schulden auf 2 161 000 Millionen Euro abgebaut werden konnten, was eine Pro-Kopf-Verschuldung von 681 Euro bedeutet (2016: 855 Euro). Resümee des Bürgermeisters: "Wir haben im großen und ganzen erreicht, was wir uns vorgenommen haben.
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