Meeder
Gemeinderat

Was passiert mit dem Weg "Weißes Feld" bei Meeder im Coburger Land?

Fast eine Stunde lang diskutierte der Gemeinderat Meeder über den öffentlichen Feld- und Waldweg "Weißes Feld" im kleinen Ortsteil Herbartsdorf.
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Landwirt Oliver Truckenbrodt aus Herbartsdorf erhielt als Zuhörer Rederecht. Seine Forderung war, den Weg "Weißes Feld" vernünftig herzustellen, um ihn auch öffentlich zu nutzen. Foto: Lothar Weidner
Landwirt Oliver Truckenbrodt aus Herbartsdorf erhielt als Zuhörer Rederecht. Seine Forderung war, den Weg "Weißes Feld" vernünftig herzustellen, um ihn auch öffentlich zu nutzen. Foto: Lothar Weidner
Er befindet sich in keinem guten Zustand und soll ertüchtigt werden. Die Gemeindeverwaltung wurde beauftragt, Vorschläge zu erarbeiten, die Kosten zu ermitteln und beim Amt für Ländliche Entwicklung Fördermöglichkeiten in Erfahrung zu bringen. Gegen diesen Beschluss stimmte lediglich Norbert Gleichmann (FW).

Eingangs der sachlichen Diskussion erinnerte Bürgermeister Bernd Höfer (CSU/LV) daran, dass der Hergramsdorfer Landwirt Oliver Truckenbrodt in der Bürgerversammlung auf den desolaten Zustand des 620 Meter langen Weges, der sich im Eigentum der Gemeinde Meeder befindet, aufmerksam machte.


Aufstufung schwer vermittelbar


Der Bürgermeister meinte, dass es trotz des Widmungszwecks "Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Grundstücke" immer wieder zu Drittverkehr durch Autos komme.
Eine Aufstufung zu einer öffentlichen Verkehrsfläche sei jedoch wegen der geringen Verkehrstätigkeit schwer vermittelbar, so Höfer, der drei Alternativen in den Raum stellte:

Vollausbau als Gemeindeverbindungsstraße (Kosten geschätzt: 170 000 Euro);

Sanierung durch Abfräsen und Verdichten (Kosten: 25 000 Euro);

eine erneute Aufschotterung (Kosten: 4000 Euro).

Auch sei der Weg "Weißes Feld" vor rund drei Jahren nach einer Besichtigungsfahrt nicht in die Prioritätenliste der Straßensanierungen aufgenommen worden, schloss der Bürgermeister. Matthias Korn (CSU-LV) meinte, dass nur landwirtschaftlicher Verkehr zugelassen sei und ein kostenträchtiger Ausbau zulasten anderer Straßenbaumaßnahmen in der Gemeinde gehe. Michael Ehrmann (SPD) stellte fest, dass gerade von Herbartsdorfer Ortsbürgern der Weg recht gerne benutzt wird.

Geteilte Meinungen bestanden über die weitere Errichtung von Photovoltaikanlagen in der Gemeinde, so dass der Beschluss vertagt wurde. "Wir können uns vor Anfragen kaum retten", so Höfer, der nach einer Besichtigungsfahrt zwei Gebiete für Freiflächenanlagen favorisierte: die eine nordöstlich der A 73 bei Drossenhausen und die andere hinter dem Sendeturm bei Mirsdorf.


Für oder gegen neue PV-Anlagen?


Demgegenüber meinte Zweiter Bürgermeister Bernd Dreßel (FW): "Alle Anträge sollten künftig abgelehnt werden." In die gleiche Kerbe schlug Gemeinderat Erhardt Kräußlich (FW): "Es reicht in Meeder.


Gemeinderat kurz und bündig


Kanal Das gereinigte Abwassers aus der Kläranlage Kösfeld soll über eine Druckleitung in die Lauter abgeleitet werden. Der Gemeinderat beschloss, das Projekt auszuschreiben. Die Vergabe und der Spatenstich sind für den Herbst 2018 angedacht.

Pflanzungen Wie Bürgermeister Bernd Höfer informierte, sind seitens des Landkreises finanzielle Mittel in Höhe von 60 000 Euro für Ersatzanpflanzungen vorgesehen, unter anderem an der Kreisstraße CO 4.

Schule "Wir haben massive personelle Probleme an der Schule", betonte Höfer. Er habe sich deshalb mit der dringenden Bitte an den bayerischen Kultusminister gewandt, den Personalmangel zu beheben.

Starkregen Die beiden Starkregenereignisse der letzten Tagen, die zu Überflutungen führten, zwingen die Gemeinde zum Reagieren. Untersucht werden soll unter anderem, ob in der Kleinwalburer Straße das Oberflächenwasser unmittelbar abgeleitet werden kann, ein Rückfangraum im Drossenhäuser Weg helfen würde und das Flurwasser des Kirchberges aus dem Kanalsystem abgekoppelt werden könnte.


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