Scherneck
Fasching

Was die Schernecker machen, ist nichts für schwache Nerven

Und ewig lockt das Männerballett... Die 93. Faschingssitzung in der Geschichte des TSV Scherneck (Landkreis Coburg) begeisterte das Publikum.
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Impressionen von der Schernecker Faschingssitzung - Foto: Michael Stelzner
Impressionen von der Schernecker Faschingssitzung - Foto: Michael Stelzner
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Alle zwei Jahre herrscht Ausnahmezustand neben der Itz, wenn die weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannten Faschingssitzungen des TSV stattfinden. Unter dem Motto " In Scherneck ist der Teufel los" wurde am Samstag gefeiert - das Publikum war, auch das hat im oberen Itzgrund Tradition, restlos begeistert.

Das 37 köpfige "Deko-Team" hatte die TSV-Turnhalle in einem Jahrmarkt verwandelt: Die Gesichter der Originale des Schernecker Faschings schauten aus Autoskootern oder aus einer Schaukel heraus. Geboten wurde bei der Premiere ein fünfstündiges Programm, das fast ausschließlich von Mitgliedern des TSV gestaltet wurde. Rund 120 Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf vor und hinter der Bühne. Die 18 Programmpunkte fügten sich zu mit einer gelungenen Mischung aus Tanz, Stimmung, Musik und Humor.

In Scherneck ist die ganze Bühne die Bütt - denn es werden die Büttenreden ohne Manuskript vorgetragen. Das ist das Markenzeichen des Schernecker Faschings. Immer wieder wurden im Laufe des Abends Stimmungsraketen gezündet, auch der Schlachtruf "Scherneck-Helau" und das Schernecker Trinklied "Ja wir wollen einen heben" waren zu hören. Durch das Programm führte der "singende Wirt aus Meschenbach", Jockel Müller, und Max Forkel als Co-Moderator. Das Duo war oft in lustiger Weise anderer Meinung. So häuften sich die Missverständnisse zur Freude des Publikums.

Nach dem Einzug und Begrüßung eröffneten die jüngsten Narren des Schernecker Faschings, die Tanzmäuse, den Abend mit einem Schlumpf-Tanz. Die Mädchen der Junior- Funken, die Junioren-Funken sowie die Schernecken Funken wirbelten über die Bühne und zeigten tolle Gardetänze mit akrobatischen Einlagen. "Ihr habt getanzt wie Teufel", stellte Jockel Müller fest.

Bei den Scherneck-News - die Nachrichtensendung, die nur alle zwei Jahre auf Sendung geht und von Barbara Arnold und Timo Kleiber moderiert wird - stand zu Beginn nicht nur der heiße Sommer im Mittelpunkt. "Mit dem geplanten Globe bekommt Coburg seine Itzphilharmonie", wussten die Moderatoren, die auch berichteten dass sich der Bürgermeister auf dem neuen Sagenweg verlaufen habe.

Was eine Friseuse so alles erlebt, erzählte in lustiger Weise Nicole Stark. Dabei bekamen vor allem die Männer ihr Fett weg. Das "Gänsmarkt-Trio" (Claudia Rose, Nadine Hauck, Dieter Reißenweber) sang bekannte Stimmungshits, wobei es von der Hauskapelle "Logo" begleitet wurde. "Uns Heike und einiges mehr", war das Motto Heike Schneider, die zu gleich als Wirtin im Sportheim tätig ist. Die junge Frau hatte viel zu erzählen und sprach über ihre Figur, aber auch über das vermeintlich starke Geschlecht: "Seid froh, dass ihr keine Brüste habt - denn mit der Doppelbelastung kämt ihr nicht zurecht."

Dunkel wurde es dann in der Halle, als Hexen mit ihrem Hexenfeuer die Bühne betraten. Die Tänzerinnen der Gruppe "Starlight" zeigten einen flotten Hextentanz rund um das Hexenfeuer und ritten auf ihren leuchtenden Besen. Eine "Reise durch den Orient" präsentierte die Tanzgruppe "Fame" - ein orientalischer Tanz mit tollen Kostümen auf der Bühne. Mit Spannung wurde der der Auftritt der bekannten "Itzgrundnixen", dem Schernecker Männerballett, erwartet. In diesem Jahr zeigten die strammen Jungs in ihrem schrillen Outfit eine "Crazy Horror Show" mit vielen akrobatischen Elementen. Klar, dass da das Publikum begeistert war.

Es gibt noch Karten

Es finden insgesamt noch weitere fünf Sitzungen statt. Karten gibt es aber nur noch für die Sitzungen am Samstag, 18., sowie am Samstag, 25. Januar. Informationen gibt es bei Heike Schneider unter der Telefonnummer 0151/61029195 .



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