Unterwohlsbach
Forstwirtschaft

Viel Holz vor Unterwohlsbach

Auch im zwölften Jahr kommen noch gute Stämme zum Verkauf. Vor allem Eichen fanden guten Absatz. Es wurden aber auch einige "Exoten" angeboten.
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Wolfgang Schultheiß (links) ist stolz auf seinen Eichenstamm, der 2625 Euro brachte. Geschäftsführer Manfred Herter und Zweiter Vorsitzender Werner Tesch gratulierten. Foto: Rainer Lutz
Wolfgang Schultheiß (links) ist stolz auf seinen Eichenstamm, der 2625 Euro brachte. Geschäftsführer Manfred Herter und Zweiter Vorsitzender Werner Tesch gratulierten. Foto: Rainer Lutz
Es sind Jahr für Jahr die Schmankerl aus den Wäldern der Region, die auf dem Submissionsplatz bei Unterwohlsbach liegen. 437 Festmeter bringen die Stämme verschiedener Holz arten diesmal zusammen, wie der Geschäftsführer der Waldbauernvereinigung Coburger Land, Manfred Herter, vorrechnet.

Gute Erlöse über Vorjahreswert brachte vor allem die Eiche. Sie stellt mit 162 Stämmen die Masse auf dem Platz. Auch der teuerste Einzelstamm (Vom WBV-Vorsitzenden Wolfgang Schultheiß aufgelegt) ist mit einem Erlös von 2625,99 Euro eine gewaltige Eiche. Die Buche bleibt bei geringer Nachfrage auch gering im Angebot. "Es stehen gute Buchenstämme in den Wäldern, aber die Besitzer warten darauf, dass Nachfrage und Preis anziehen", so Herter.
Sei ein paar Jahren wird auch Nadelholz in Unterwohlsbach mit angeboten.
Bei Erlösen zwischen 300 und 500 Euro je Stamm waren Fichten guter Qualität ertragreich abzusetzen.Die Kiefer bleibt schwach im Preis, selbst wenn die Qualität gut ist.
Ausnahmen bilden in diesem Jahr vier Elsbeeren-Stämme, die im Schnitt 330 Euro je Festmeter brachten, und ein Birnenstamm mit 350 Euro je Festmeter. "Den brachte der Besitzer im Kofferraum zum Platz", schildert Manfred Herter. Der Stamm hatte nur 0,15 Festmeter.

Nachdenkliche Töne beim Forst

Ob der Forstbetrieb Coburg der Bayerischen Staatsforsten künftig noch mit Holz in dem Umfang wie bisher (heuer rund 60 Festmeter) an der Submission beteiligt sein kann, stellt Forstbetriebsleiter Albert Schrenker in Frage. "Im Rahmen einer ganzjährigen, integrativen Forstwirtschaft könnte es durchaus Konflikte mit den Interessen des Naturschutzes geben", sagte Schrenker. Hintergrund ist, dass im Zuge des Natuschutzgroßprjektes "Das Grüne Band" mehrere Hundert Hektar aus dem Bestand des Forstbetriebes Coburg als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden sollen. Schrenker: "Prozessschutzmaßnahmen von Großprojekten und Gebietsverordnungen können zu Bewirtschaftungseinschränkungen bis hin zum Verbot eines Holzeinschlages führen." Er fordert, dass Eigentümer auch künftig einen Nutzen aus ihren Flächen ziehen dürfen.
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