Coburg
Kriminalität

Vergewaltigung in Coburg: Anklage gegen Sexualstraftäter

Der 24-jährige Mann, der im Februar in Coburg eine Austauschstudentin vergewaltigt hat, ist jetzt in der Psychiatrie untergebracht. Prozessauftakt ist im Oktober.
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Symbolbild: Christopher Schulz
Symbolbild: Christopher Schulz
Drei Termine hat die Coburger Justiz jetzt für die Verhandlung im Fall der brutalen Vergewaltigung einer 22-jährigen jungen Frau an der Coburger Stadtautobahn im Februar diesen Jahres angesetzt: Am 20., 22. und 24. Oktober muss sich der mutmaßliche 24-jährige Sexualstraftäter vor der Ersten Großen Strafkammer verantworten. Neben der Vergewaltigung in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung geht es bei dem Prozess auch noch um drei weitere Fälle von exhibitionistischen Handlungen vor anderen Frauen.

Bis Mittwoch saß der Mann in Untersuchungshaft. Nach einer nicht öffentlichen Anhörung vor der Großen Strafkammer wurde seinem Antrag stattgegeben und er in die Psychiatrie des Bezirksklinikums Bayreuth überstellt.

Bedrängt und vergewaltigt
Was war geschehen? Die junge Frau war am Samstagmorgen, 8.
Februar, kurz nach 4 Uhr auf dem Nachhauseweg von der Coburger Innenstadt. Nachdem der Unbekannte sie zunächst in eindeutig sexueller Absicht bedrängt hatte, gelang es ihm, sie in einem Hauseingang zu vergewaltigen.

Sein Opfer erlitt durch die Tat erhebliche Verletzungen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei mit zahlreichen Einsatzkräften und mehreren Personensuchhunden verlief zunächst ohne konkretes Ergebnis. Noch in den Morgenstunden übernahmen die Kripo und die Staatsanwaltschaft Coburg die Ermittlungen vor Ort.

Schnelle Festnahme
Etwa 20 Kriminalbeamte waren im Einsatz. Sie hatten umgehend in der eigens dafür eingerichteten Ermittlungsgruppe "Anger" die komplexe Arbeit um die Täterermittlung mit umfangreicher Spurenuntersuchung aufgenommen. Den entscheidenden Hinweis hatte ein Streifenbeamter der Coburger Poliz ei gegeben. Er konnte sich aufgrund zurückliegender Kontrollen an einen 24-jährigen Coburger erinnern, auf den die Beschreibung des Gesuchten passte.

Am 11. Februar standen die Polizisten bei dem Mann vor der Tür und nahmen ihn fest. "Dem Geschick der Vernehmungsspezialisten ist es zu verdanken, dass der Coburger in der Folge seine Tat auch weitestgehend einräumte", hieß es damals in der Presseerklärung der Polizeiinspektion.

Das 22-jährige Opfer, das wegen seiner Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden musste, konnte relativ schnell wieder entlassen werden. Es handelt sich um eine Austauschstudentin, die Gast an der Hochschule Coburg war.

Mitstudentinnen kümmerten sich
Unmittelbar nachdem bekannt geworden war, dass die junge Frau Opfer eines Verbrechens ist, hatten sich auch Mitstudentinnen um sie gekümmert. Das bestätigte Karin Burkhardt-Zesewitz von der Coburger Notruf- und Beratungsstelle für gewaltbetroffene Frauen und Kinder.

Opfer muss nicht aussagen
Die junge Frau ist mittlerweile wieder zu Hause. Auch vor Gericht wird sie vermutlich nicht aussagen müssen. Sie wurde bereits von einer Richterin vernommen, die als Zeugin im Oktober geladen ist und die Darstellung des Opfers wiedergeben wird.







 
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