Laden...
Neustadt bei Coburg

Veränderung in Neustadt soll von oben beginnen

Die CSU Neustadt startete in ihren Wahlkampf mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann.
Artikel drucken Artikel einbetten
Ein Präsent für den Innenminister: "Kommun-Bräu und das beste Brot, die  beste Bratwurst, das sind die kleinen Dinge, die dazu beitragen, dass man  sich in Neustadt nicht nur wohlfühlt und gerne hier lebt, und ein bisschen  dazu beitragen, dass wir auch ein bisschen stolz hier auf unsere Stadt sind  und die alles verdient", sind MdL Martin Mittag, CSU-Vorsitzender Dominik  Heike und OB-Wahlkandidat Wolfgang Rebhan (von links) sicher. Foto: Manja von Nida
Ein Präsent für den Innenminister: "Kommun-Bräu und das beste Brot, die beste Bratwurst, das sind die kleinen Dinge, die dazu beitragen, dass man sich in Neustadt nicht nur wohlfühlt und gerne hier lebt, und ein bisschen dazu beitragen, dass wir auch ein bisschen stolz hier auf unsere Stadt sind und die alles verdient", sind MdL Martin Mittag, CSU-Vorsitzender Dominik Heike und OB-Wahlkandidat Wolfgang Rebhan (von links) sicher. Foto: Manja von Nida
+4 Bilder

Mit dem Frankenlied, von der Ebersdorfer Blaskapelle gespielt, und unter großem Beifall der Mitglieder, wurde der Ehrengast des CSU-Ortsverbandes Neustadt im "Lindenhof" herzlich empfangen und begrüßt. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) unterstützte bei diesem Fränkischen Abend Wolfgang Rebhan, den Oberbürgermeisterkandidaten der CSU, im Wahlkampf um den Chefsessel im Neustadter Rathaus.

Zünftig und stimmungsvoll ging es am Sonntagabend zu. Innenminister Herrmann gab aus erster Hand Informationen aus der bayerischen Spitzenregion und sprach etliche Themen an, die im bayerischen Landtag Gehör fanden und finden. Zudem erwähnte Herrmann, MdL Martin Mittag sei ein hervorragender Vertreter der Region.

In seinem Grußwort erinnerte CSU-Vorsitzender Dominik Heike an die Landratswahlen 2019 im Coburger Landkreis und betonte stolz: "Da haben wir es geschafft, die SPD-Hoheit zu brechen." Damit begrüßte er den Amtsinhaber Sebastian Straubel. Heike hieß die Kandidaten aus dem gesamten Landkreis in Neustadt willkommen. Ein besonderer Willkommensgruß galt ebenso Neustadts amtierendem Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD) sowie Sonnebergs Bürgermeister Heiko Voigt, die Gäste des Fränkischen Abends waren.

Dann übernahm OB-Kandidat Wolfgang Rebhan das Wort. Seine Motivation, für das Amt des OB zu kandidieren, sei, dass er sich in seiner Heimatstadt einbringen wolle. Rebhan: "Das Leben bringt immer Veränderungen und Opfer, wo etwas zu Ende geht, damit etwas Neues entsteht. Aber diese Dynamik fehlt mir in der Stadt, was mich motiviert, etwas zu tun und mich für meine Heimatstadt zu engagieren". Da er auch ehrenamtlich tätig sei, höre er von den Bürgern, dass sie sich über ihre Stadt freuten. Jedoch bröckele es manchen Ecken, mal seien es die Gebäude auf der einen Seite, auch ganz viele Traditionen auf der anderen Seite. Es gehe ein Stückchen Heimat, ein Stück Identität verloren. Die Neustadter seien mit vielem nicht zufrieden, was in ihrer Stadt so passiert oder eben nicht passiert. Wolfgang Rebhan: "Es ist die Zeit, hier etwas zu verändern. Aus meiner Sicht muss man an der Spitze unserer Stadt anfangen." Er denke, dass die Bewältigung von Herausforderungen nicht unbedingt 25 Jahre Rathaus-Erfahrung brauche. Neue Ideen kämen aus der Persönlichkeit heraus und Erfahrung sei manchmal eher hinderlich. Seit 35 Jahren sei die Stadt, mit kurzer Unterbrechung, in SPD-Hand. Rebhan: "Aus meiner Sicht hat das unserer Stadt nicht immer gutgetan."

Aufbruch sei spürbar

Hier im Landkreis spüre er Dynamik, sagte der CSU-Kandidat weiter. Das beginne bei "unserem jungen Landrat", und es habe dem Landkreis gut getan, an vielen Orten sei ein neuer Aufbruch spürbar. Die alten Amtsinhaber hörten auf. Es werde also im Landkreis viele Wechsel geben. Und weiter betonte Rebhan: "Und für mich ist es ein gewisses Horror-Szenario, wenn in allen Orten neue Ideen aufkommen, und ausgerechnet wir hier in Neustadt, in der größten Gruppe im Landkreis, werden von einem Polit-Dinosaurier vertreten. Wir haben Junge im Wahlkampf. Das sind die jungen Menschen, die anpacken wollen, wie Philipp Knauer, mit seinen 22 Jahren einer der Jüngsten."

Nach 25 beziehungsweise 35 Jahren müsse jetzt ein anderer drankommen, sagte Rebhan noch einmal. Klar, es gebe Befürchtungen, wie auch bei Vereinen. Dort werde befürchtet, wenn die langjährigen Vorsitzenden aufhören, sei der Verein am Ende. "Von unten müssen neue Impulse rausgehen und wir müssen die Stadt mit dem Feuer anstecken", sagte Wolfgang Rebhan und verglich seine Stadt mit einem Boot: "Schippern wir weiter dahin oder geht einer ans Ruder, der es einfach herumreißt, die Segel in den Wind setzt, dass es wieder Fahrt aufnimmt. Wollen wir weiter auf dem alten Fischkutter oder auf dem Schnellboot vorankommen?"

Die CSU habe die Idee, ein Jugendparlament in Neustadt zu etablieren. Die Jugend solle in die Verantwortung mithineingenommen werden. Ein ganz großes Thema sei das Stadtentwicklungskonzept, im Oktober 2012 vom Stadtrat verabschiedet. Eine erkennbare Maßnahme sei konkret umgesetzt worden: die Kultur.werk.stadt, sagte Rebhan. Wenn sich in dieser Zeit möglicherweise Rahmenbedingungen, rechtliche Voraussetzungen, Fördermöglichkeiten wieder änderten, müsse wieder mit der Planung angefangen werden. Er ärgere sich über so etwas und darüber, dass so viel Zeit verloren gehe.

Für die Sanierung alter Häuser in der Innenstadt habe sich die CSU eingesetzt, und das müsse deutlich ausgebaut werden. Rebhan sprach im Beisein von Joachim Herrmann noch über ganz viele Themen wie die Arbeitswelt, die im Umbruch sei, die ärztliche Versorgung, die Forderung nach einem Kinderarzt in Neustadt, über das Krankenhaus in Neustadt, über die Ansiedlung von Fachärzten. Und dann bat Wolfgang Rebhan, ihn am 15. März zum OB zu wählen, und natürlich die Kreuze auch bei den jungen Leuten auf der CSU-Liste zu machen, die für den Stadtrat und für den Kreistag in Coburg kandidieren.

Dazu meinte Innenminister Hermann: "Sie haben die richtige Wahl getroffen. In fünf Wochen werden Sie wissen, dass der OB von Neustadt Rebhan heißt."

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren