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Coburg
Nachruf

Vater des Coburger Theater-Jugendclubs: Peter Molitor gestorben

Peter Molitor liebte das Theater. Mehr noch: das Theater war sein Leben.
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Peter Molitor bei der Probenarbeit mit dem Jugendclub des Landestheaters Coburg.Archiv/Jochen Berger
Peter Molitor bei der Probenarbeit mit dem Jugendclub des Landestheaters Coburg.Archiv/Jochen Berger

Seit beinahe drei Jahrzehnten war Molitor am Landestheater Coburg engagiert. Peter Molitor, 1960 in Osnabrück geboren, studierte zunächst Literaturwissenschaften an der Universität seiner Heimatstadt und Schauspiel in Hamburg.

Als Inspizient am Landestheater war er seit September 1991 an zahllosen Produktionen an bedeutsamer Stelle beteiligt und stand dennoch nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit. Coburger Theaterfans aber ist Peter Molitor noch in einer zweiten wichtigen Funktion bekannt - als Gründer des Jugendclubs des Landestheaters, den er 1995 ins Leben gerufen hatte.

Bereits zwei Jahre nach der Gründung fand seine Arbeit mit den Jugendlichen einen ersten Höhepunkt mit Rainer Werner Fassbinders "Anarchie in Bayern" als vielbeachteter Beitrag bei den 15. Bayerischen Theatertagen in Coburg.

Viele Eigenproduktionen

Vielen jungen Menschen ebnete er über den Jugendclub den Weg zur einer professionellen Theater-Karriere. Mit vielen Generationen von Jugendlichen aus der Region erarbeitete Molitor mit Akribie und Begeisterungsfähigkeit jedes Jahr anspruchsvolle Eigenproduktionen des Jugendclubs. Nur äußerst selten war er auf der Bühne zu sehen - so als Bühnenarbeiter in einer Inszenierung von Terrence McNallys Schauspiel "Meisterklasse" im Juli 2006.

"Als Kollege mit großem Herz und Theatermensch mit Leib und Seele wird er allen in Erinnerung bleiben", schreibt das Landestheater - "eine Institution, die aus dem Theater nicht wegzudenken ist." Vor wenigen Tagen ist Molitor überraschend verstorben.

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