Sonnefeld
Sitzung

Vandalismus in der Domäne zwingt die Gemeinde Sonnefeld zum Handeln

In der öffentlichen Toilette im Domänenhof sind Sanitäranlagen zerschlagen worden. Mit diesem unerfreulichen Thema musste sich der Bauausschuss befassen.
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Sinnloser Vandalismus zwingt die Kommune, zur Schadensbeseitigung an der öffentlichen Toilettenanlage im Domänenbereich erhebliche Haushaltsmittel einzusetzen.     Foto: Gemeinde Sonnefeld
Sinnloser Vandalismus zwingt die Kommune, zur Schadensbeseitigung an der öffentlichen Toilettenanlage im Domänenbereich erhebliche Haushaltsmittel einzusetzen. Foto: Gemeinde Sonnefeld
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Entsetzt sahen die Mitglieder des Bauausschusses am Donnerstag aus, als sie von Bürgermeister Michael Keilich (CSU) mit Vandalismus im Bereich der öffentlichen Toilettenanlagen im Domänenhof konfrontiert wurden. Sie konnten es kaum fassen, was da alles zerschlagen worden war. Spiegel, Lampen und Wände waren - speziell in den Herrentoiletten - Ziel von Zerstörungswut; Kloschüsseln und fest installierte Pissoirs wurden beschädigt oder ganz abgerissen.

Der Bürgermeister wies darauf hin, dass ein hoher vierstelliger Betrag aus der Gemeindekasse entnommen werden müsse, um alles wieder in einen ordentlichen Zustand zu bringen. Diese Ausgaben belasteten den Haushalt als unvorhergesehene Ausgaben. Damit so etwas nie wieder passiert, befürworteten die Gemeinderäte den Vorschlag der Verwaltung, Sperrzeiten einzuführen. Beschlossen wurde, die öffentlichen Einrichtungen ab sofort nur noch während der Dienststunden des benachbarten Bauhofs zugänglich zu halten.

Teil der Bauausschusssitzung war die Besichtigung aktueller und geplanter Baumaßnahmen und Projekte im Gemeindebereich. Für die Entwicklung des Gewerbegebiets Sonnefeld Süd am Ortsausgang in Richtung Weidhausen) stellte Bauamtsleiter Stefan Dümmlein Ideen vor.

In der Gemarkung Weischau soll wurde die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf landwirtschaftlichen Flächen beantragt. Das wollte das Gremium nicht. Bürgermeister Keilich erinnerte auch an den bestehenden Grundsatzbeschluss des Gemeinderats, im Gemeindegebiet keine Freiflächenanlagen zuzulassen. Im Übrigen wolle man abwarten, was sich die Bundesregierung vornehme, um die Klimaziele zu erreichen.

Blühflächen anlegen

Bessere Aussichten auf Realisierung finden Bemühungen, in Verbindung mit Biotopschutz und Erhalt tierischer Artenvielfalt im gesamten Gemeindebereich Blühflächen zu schaffen. Das vom Landschaftspflegeverband als förderungswürdig anerkannte Projekt fand einstimmige Zustimmung. In ersten Denkansätzen brachten die Ausschussmitglieder dafür kommunale Rasenflächen ins Spiel.

Erneut ging es um einen Wohnhausneubau in der Schützenstraße. Zur Verhandlung dieses Tagesordnungspunktes hatten die Bauwerber ihren Rechtsanwalt mitgebracht, derwährend der Beratung sagte: "Ich kann keine rechtlichen Hindernisse für die Zustimmung finden." Anwesend war auch Cedric Lindner, Fachbereichsleiter Bauwesen im Landratsamt Coburg, der das für die Bebauung vorgesehene Gelände an der Schützenstraße in Augenschein nahm.

Auf Wiedervorlage

Dieses Bauvorhaben war schon mehrfach und bislang ergebnislos im Gemeinderat beraten worden. Obwohl der Bereich im Bebauungsplan enthalten ist, hat die Kommune unter Würdigung verbindlicher rechtlicher Festlegungen und Verweis auf ihre Planungshoheit eine endgültige Entscheidung bislang offen gelassen. Schließlich wurde noch nichtöffentlich darüber diskutiert. Voraussichtlich soll das Thema nun in der nächsten öffentlichen Gemeinderatssitzung wieder auf der Tagesordnung stehen.

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