Untersiemau
Unfall

Auto auf A73 überschlägt sich und fällt Abhang runter - Motorblock 30 Meter weit geschleudert - zwei Schwerverletzte

Ein schwerer Unfall ereignete sich am Freitagnachmittag im Landkreis Coburg. Ein Auto kam aus bisher ungeklärter Ursache ins Schleudern, überschlug sich mehrmals und fiel einen Abhang runter.
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Das Auto fiel einen Abhang runter in einen Graben. Foto: Michael Stelzner
Das Auto fiel einen Abhang runter in einen Graben. Foto: Michael Stelzner
Ein spektakulärer Unfall ereignete sich auf der A 73 am Freitag gegen 16.15 Uhr etwa 100 Meter nach der Anschlussstelle Ebersdorf. Ein 54-Jähriger hatte aus bislang unbekannter Ursache die Kontrolle über sein Auto verloren und war ins Schleudern geraten. Hierbei durchbrach das Fahrzeug die Außenschutzplanke und rollte einen steilen Abhang hinunter. Etwa 30 Meter unterhalb des Fahrbahnniveaus blieb der total beschädigte Wagen in einem Waldstück an einem Bachlauf stecken.




Dabei wurde die Leitplanke auf rund 50 Meter regelrecht dem Erdboden platt gemacht. In dem Fahrzeug saß auch eine Frau Mitte 50. Der Wagen mit beiden Insassen fuhr den rund 20 Meter langen Abhang hinunter und blieb in einem Graben neben den Autobahnhängen hängen. Der Motorblock des Fahrzeugs wurde rund 30 Meter entfernt vom Fahrzeug in den Wald geschleudert. Durch die heißen Motorteile entzündete sich der trockene Waldboden und musste durch die Feuerwehr gelöscht werden.


Wie durch ein Wunder konnten der Fahrzeugführer und seine 58-jährige Beifahrerin mit nur mittelschweren Verletzungen geborgen und in ein Krankenhaus gebracht werden. Ein verständigter Rettungshubschrauber musste nicht zum Einsatz kommen. Die Bergung des Autos gestaltete sich aufgrund der Vegetation schwierig: Durch eine Spezialfirma wurde zunächst eine Schneise in den Wald geschlagen, um das Fahrzeug abschleppen zu können.

Die gesamte Schadenshöhe wird vorläufig auf 25 000 Euro geschätzt. Für die Dauer der Unfallaufnahme und Fahrbahnreinigung kam es zu kurzfristigen Verkehrsbehinderungen.
Vor Ort waren rund 40 Feuerwehrleute aus den Wehren, Ebersdorf, Lautertal, Untersiemau sowie mehre Rettungsfahrzeuge und ein Notarzt im Einsatz. Außerdem wurde die Drohne aus Neustadt angefordert.

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