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Coburg
Wahl 2020

Umfrage zur OB-Wahl in Coburg: Fünf liegen deutlich vorne

Zehn Bewerber für nur einen Chefsessel im Coburger Rathaus: Nach einer repräsentativen Umfrage der Universität Bamberg haben maximal fünf Bewerber realistische Chancen.
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Wer nimmt hier im Coburger Rathaus künftig auf dem Chefsessel Platz?Foto: Jochen Berger
Wer nimmt hier im Coburger Rathaus künftig auf dem Chefsessel Platz?Foto: Jochen Berger

Im Fernsehen kennt man die Frage aus dem "Deutschland-Trend" (ARD) oder dem "Polit-Barometer" (ZDF): "Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre..." Die Antworten auf diese Fragestellung ergeben ein Stimmungsbild - nicht mehr, nicht weniger. Manchmal lagen Meinungsforschungsinstitute auch schon gehörig daneben mit ihren Prognosen, weil es nicht zuletzt auch immer eine recht stattliche Gruppe der "noch Unentschlossenen" gibt.

2014 nah dran am Wahlergebnis

Das Bamberger Centrum für Empirische Studien der Universität Bamberg hat bereits 2014 eine repräsentative Umfrage zur damaligen OB-Wahl in Coburg durchgeführt. Für den SPD-Kandidaten Norbert Tessmer wurden 49 Prozentvorhergesagt - in Wirklichkeit waren es dann 51 Prozent. Bei Birgit Weber von der CSU ergab die Umfrage mit 26 Prozent exakt das spätere Wahlergebnis. Nur geringe Abweichungen gab es bei CSB-Mann Christian Müller (Umfrage 11 Prozent, bei der Wahl dann 10 Prozent), der damals noch für die Grünen kandidierenden Martina Benzel-Weyh (5/6), René Hähnlein von den Linken (4/3), Jürgen Heeb von Pro Coburg (3/4) sowie Jens-Uwe Peter von der FDP (2/1).

Und wie ist das Stimmungsbild vor der 2020er OB-Wahl in Coburg, bei der Amtsinhaber Norbert Tessmer (SPD) bekanntlich nicht mehr antritt? Das Bamberger Centrum für Empirische Studien hat erneut eine repräsentative Befragung vorgenommen und dazu im Zeitraum 13. Januar bis 24. Januar 2020 telefonisch 300 wahlberechtigte Coburgerinnen und Coburger mit folgender Frage konfrontiert: Wem würden Sie Ihre Stimme geben, wenn am nächsten Sonntag die Wahl des Coburger Oberbürgermeisters stattfinden würde?

Das Ergebnis ist insofern spannend, weil sich ein gehöriger Abstand zwischen den fünf aussichtsreichsten Kandidaten und den fünf übrigen Kandidaten zeigt. So kommen Thomas Apfel (WPC), Christian Meyer (CSU), Dominik Sauerteig (SPD), Ina Sinterhauf (Grüne) und Christian Müller (CSB) zusammen auf fast 96 Prozent. Bedeutet im Umkehrschluss: Auf René Hähnlein (Linke), Michael Zimmermann (FDP), Martina Benzel-Weyh (jetzt "Coburger Liste"), Michael Partes (FDP) und Norbert Denninger (Die Partei) entfallen zusammen nur etwas mehr als vier Prozent.

Im Einzelnen: Thomas Apfel kommt bei der Umfrage auf 28,8 Prozent. Auf Platz zwei folgt ihm Christian Meyer mit 21,8 Prozent. Dominik Sauerteig erreicht 18,2 Prozent und liegt damit vor Ina Sinterhauf (15,9 Prozent) und Christian Müller (11,2 Prozent).

Alle zehn dabei?

Ob tatsächlich alle zehn genannten OB-Kandidaten zur Wahl antreten dürfen, steht übrigens noch nicht fest. Weil sie für neue Gruppierungen antreten, die bislang weder im Coburger Stadtrat noch im bayerischen Landtag vertreten waren, benötigen Martina Benzel-Weyh und Norbert Denninger etwas mehr als 200 Unterstützer-Unterschriften von wahlberechtigten Coburgern. Diese können noch bis kommenden Montag, 3. Februar, 12 Uhr, im Bürgerbüro im Rathaus geleistet werden.os

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