Glend
Modellflug

Tolle Vorführungen beim Drehflüglertreffen in Glend

Wie die Piloten beim 6. Drehflüglertreffen des MFC Coburg mit ihrer Geschicklichkeit und spektakulären Flugmanövern in luftiger Höhe beeindrucken.
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Den kleinsten Hubschrauber hatte Frank Luther, Vorsitzender des MFC Coburg, mitgebracht - eine XK 120 mit lediglich 26 Zentimetern Länge. Beim Drehflüglertreffen gab es nicht nur Kunstflug-Darbietungen zu bestaunen wie einen Hubschrauberbeim Flug auf dem Kopf. Vielmehr gab es auch reichlich Gelegenheit zum Fachsimpeln.Foto: Michael Stelzner
Den kleinsten Hubschrauber hatte Frank Luther, Vorsitzender des MFC Coburg, mitgebracht - eine XK 120 mit lediglich 26 Zentimetern Länge. Beim Drehflüglertreffen gab es nicht nur Kunstflug-Darbietungen zu bestaunen wie einen Hubschrauberbeim Flug auf dem Kopf. Vielmehr gab es auch reichlich Gelegenheit zum Fachsimpeln.Foto: Michael Stelzner
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Schon aus der Ferne sind über dem Stadtteil Glend kleine Fluggeräte zuerkennen, die waghalsige Kunststücke am Himmel absolvieren. Da geht es im Sturzflug steil hinunter zum Boden oder die Maschinen überschlagen sich. Manchmal stehen sie auch auf dem Kopf.

Die Piloten stehen mit ihren Fernsteuerungen auf dem Modell-Flugplatz des Modellflugclubs Coburg (MFC Coburg), der einen tollen 'Blick in das Coburg Land bietet und sich zwischen Glend und Beuerfeld auf einer Anhöhe befindet.

Der MFC Coburg, dem 60 Mitglieder angehören, veranstaltet in diesem Jahr bereits das 6. Drehflügertreffen, das mittlerweile im ganzen Frankenland und weit darüber hinaus, sowie Thüringen bekannt ist.

30 Gastpilotenin Glend

Denn 30 Gastpiloten sind mit ihrem Wohnmobil oder Zelten angereist, die sie neben dem Flugplatz für zwei Tage aufgeschlagen haben. Die weiteste Anreise hatte ein Teilnehmer aus Amberg . Neben dem abgesperrten Startbereich haben zehn Mitglieder des MFC Coburg und die 30 Gastpiloten weitere Zelte aufgebaut.

Über 50 Hubschraubermodelle, mit Elektro-, aber auch Verbrennungsmotor, sowie mit Turbinenantrieb vin unterschiedlichen Größen, aber auch einige Drohnen, die speziell für den Kunstflug ausgelegt, haben die Piloten mitgebracht.

Darunter waren Sportmodellen, mit denen an Kunstflugwettbewerben teilgenommen wird, aber auch Multicopter sowie einige wenige Drohnen ohne Kamera, die speziell für den Kunstflug geeignet sind, waren zu finden.

Auch der Nachbau eines Kampf Hubschraubers, der US-Army, eine Bell AH-1Coburg, im Maßstab 1:7 mit einer Wüstenlackierung war dort zu sehen. Er wurde von Michael Schwesinger aus Scheuerfeld in mehreren hundert Stunden nachgebaut. Man sah den Piloten an: Sie sind sehr stolz auf ihre Modelle, die meistens in Winterzeit im Hobbyraum entstehen oder zusammengebaut werden.

Kleinste Hubschraubermodell

Aber auch komplette Werkstätten mit verschiedenen Werkzeugen, die für die Wartung und eventuellen Reparaturen benötigt werden, konnten in den Zelten bestaunt werden. Das kleinste Hubschraubermodell, eine XK 120, mit einer Gesamtlänge von 26 Zentimetern und 8,3 Zentimetern Höhe, hatte der Vorsitzende des MFC Coburg, Frank Luther selbst. "Das ist ein gutes Modell für Anfänger, um das Fliegen zu lernen" sagt das Vereinsoberhaupt.

Das größte Hubschraubermodell während des Drehflüglertreffen, war eine Hughes 500 mit einer Länge von 172 Zentimetern und 34 Zentimetern Höhe. Mitgebracht hatte dieses Modell Daniel Benda aus Arnstein. Alle Piloten zeigten am Himmel über Glend ihr fliegerisches Können mit ihren Hubschraubermodellen. Das Fliegen mit dem Hubschrauber, gehört in der Modellfliegerei zur Königsdisziplin, wie viele Piloten betonten. Drohnen, so wie sie in den Baumärkten oder Elektronikfachhändlern verkauft werden, gehören nicht zum Modellbau. Sie sind aber eine gute Möglichkeit, den Umgang mit einer Fernbedienung und das genaue Fliegen zu lernen. "Die wenigen Drohnen, die wir bei uns haben, sind speziell für den Kunstflug geeignet und haben keine Kamera", wie Vorsitzender Frank Luther betont.

Auch ein Flugzeug startete ab und zu und warf Süßigkeiten für die Kinder auf dem Flugplatz ab. Für die Piloten und Modellbauer ist das Bauen, aber auch das Fliegen die Entspannung vom Alltag. Sie pflegen ihre Hubschrauber intensiv, aber auch liebevoll, die sind wie unsere Kinder", sagen die Piloten. Denn viele sind im Sommer fast jedes Wochenende mit ihren Hubschraubern auf Treffen und Wettbewerbe in ganz Deutschland oder auf dem Flugplatz zu finden und fliegen ihre Modelle. Auch der der Flugplatz des MFC Coburg zwischen Glend und Beuerfeld ist fast immer besetzt und interessierte Gäste sind dort gerne gesehen.

Suche nach Nachwuchs

Denn der MFC Coburg ist auf der Suche nach Nachwuchs. Leider gebe es wenige Frauen, die dieses Hobby ausführen, bedauern die Mitglieder, sie würden sich über weiblichen Nachwuchs sehr freuen. Das Treffen diente auch dazu um sich auszutauschen und Tipps zum bauen und fliegen weiter zugegeben. Manchmal war viel Fachsimpelei bei den Hubschraubermodellen zu hören. Viele Besucher kamen aber auch zum Treffen und waren von den "schönen" Hubschraubern begeistert und sehr erstaunt für die verschiedenen Flugmanöver, die mit dem Modellen möglich waren.

Unter den Piloten war auch Marc Bräuer aus Ebersdorf, der einen Logo 700 flog. Er hat ihn als Bausatz erworben und nach Feierabend im Hobbykeller in rund 30 Stunden zusammengebaut. "Das ist für mich Entspannung, aber lieber fliege ich" sagt der Marc Bräuer, der im Modellflugclub Lautertal aktiv ist. "Wem einmal vom Virus Modellbau und Modellflug infiziert ist, den lässt er nicht mehr los. Es einfach eine Faszination, sagt sein Vater, Otto Bräuer, der seit schon 40 Jahren Flugmodelle baut.

Jürgen Baier aus Coburg fliegt seit fünf Jahren mit einer Kunstflugdrohne. Hat aber auch andere Hubschrauber Modelle dabei. Das Modellhubschrauberfliege ist sehr anspruchsvoll und gehört zur Königsdisziplin, wie er betont.

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