Coburg
Landestheater

Theater muss kleiner bauen

Bis Ostern soll das Landestheater ein neues Raumprogramm vorlegen. Ziel ist es, die vorgesehene Erweiterung billiger zu machen.
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Palais Kyrill und Schlossplatz 5b: Hier sollen zusätzliche Räume für das Landestheater entstehen. Foto: Simone Bastian
Palais Kyrill und Schlossplatz 5b: Hier sollen zusätzliche Räume für das Landestheater entstehen. Foto: Simone Bastian

Vier Varianten, mit geschätzten Kosten von 90 bis 110 Millionen Euro: Das ist der derzeitige Planungsstand für Sanierung und Erweiterung des Landestheaters. Noch, wie Fritz Frömming sagt, der Kaufmännische Direktor des Coburger Landestheaters. Denn bis Ostern soll das Landestheater ein abgespecktes Raumprogramm vorlegen, auf dessen Basis das Staatliche Bauamt neu planen kann.

Wenn die Planungen jetzt abgespeckt werden, betrifft das vor allem die Erweiterungsbauten, die östlich des Theaters vorgesehen sind: im Palais Kyrill mit seinen Nebengebäuden und auf dem städtischen Grundstück Schlossplatz 5b. Da geht es auch um die Frage, ob und wie diese zusätzlichen Räume direkt mit dem historischen Gebäude verbunden werden: entweder mit einer Brücke über die Zufahrt vom Bürglaß zum Schlossplatz oder mit einem Keller darunter. Aber dieser Variante hatten die Planer schon bei der Präsentation im Stadtrat kaum Chancen gegeben: Zu hoch seien die Risiken, wenn man an der Seite vom Theater alles aufgraben würde.

Diese Variante, deren Gesamtkosten auf 110 Millionen Euro geschätzt waren, sei vom Tisch, sagt Frömming nun. Das sei ein Ergebnis eines Gesprächs im Wissenschaftsministerium am Donnerstag gewesen, an dem auch Vertreter des Finanzministeriums und des Staatlichen Bauamts teilnahmen. Gefordert sei nun eine Planung "weit unter 100 Millionen Euro". Wie weit, blieb offen.

Sparen lässt sich laut Frömmung nur "an der Kubatur im Bereich Neubau". Am Ende, betont er, müsse nicht nur eine Kostenschätzung für Sanierung und Erweiterung vorliegen, sondern auch eine Aufstellung, welche Folgekosten für den laufenden Betrieb diese neue Planung mit sich bringt. Denn schon jetzt hat das Theater Räume angemietet, um den Betrieb aufrechterhalten zu können, zum Beispiel Probenräume fürs Ballett und das Orchester. Anmietungen könnten unterm Strich aber günstiger sein als ein Neubau, sagt Frömming. Dringendstes Ziel sei es im Moment, den Planungsstopp fürs Landestheater wieder aufzuheben. Bis September, hofft Frömming, läuft der ganze Planungsprozess wieder in geregelten Bahnen.



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