Neustadt bei Coburg

Teamwork war am wichtigsten

Bei einer Großübung der Jugendfeuerwehren und des Jugendrotkreuzes in Neustadt kam es vor allem auf die Zusammenarbeit der verschiedenen Einsatzgruppen an.
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Die Jugendfeuerwehren aus Neustadt und Sonneberg zeigen bei der Großübung, dass sie auch im Ernstfall Leben retten könnten. Foto: Daniela Pondelicek
Die Jugendfeuerwehren aus Neustadt und Sonneberg zeigen bei der Großübung, dass sie auch im Ernstfall Leben retten könnten. Foto: Daniela Pondelicek
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Im Falle eines Großbrandes oder eines schweren Unfalls müssen die Rettungskräfte nicht nur die richtigen Handlungsabläufe und Handgriffe beherrschen, um schnell helfen zu können. Feuerwehr und Rotes Kreuz müssen auch gut zusammenarbeiten können, damit Menschenleben gerettet werden können. Diese Zusammenarbeit kann man nicht aus Büchern lernen, sondern muss sie in Übungen so früh wie möglich festigen. Genau darauf zielt die Großübung ab, die die Jugendfeuerwehren aus Bergdorf, Ebersdorf bei Neustadt, Fürth am Berg Haarbrücken, Unterwasungen, Wildenheid und Neustadt sowie die Jugendgruppe der Feuerwehr Sonneberg-Mitte und das Jugendrotkreuz Neustadt jetzt erfolgreich absolviert haben.

Die Jugendwarte der Stadt Neustadt hatten ein technisch anspruchsvolles Szenario ausgetüftelt: In der Kultur.Werk.Stadt ist ein Brand ausgebrochen und weil die Rauchentwicklung so stark ist, sind mehrere Personen im Gebäude eingeschlossen und müssen gerettet werden. Dazu muss zunächst ein Trupp mit Atemschutzmasken ins Innere des Gebäudes, um einen Kleinbrand zu löschen. Gleichzeitig wird das Gebäude mit einem Überdrucklüfter vom Rauch befreit, damit die vermissten Personen gesucht werden können. Auf Tragen und mit Hilfe der Drehleiter werden die Verletzten dann aus der Gefahrenzone gebracht und vom Jugendrotkreuz in einem Versorgungszelt betreut. Im hinteren Bereich des Gebäudes muss zusätzlich noch verhindert werden, dass die "Flammen" auf die umliegenden Häuser übergreifen.


Umfassender Brandeinsatz

"Diese Übung beinhaltet alle Handgriffe, die nötig sind, um einen Brandeinsatz erfolgreich zu bewältigen", sagt Stadtbrandinspektor Stefan Köhler. Zusammen mit Stadtbrandmeister Christian Schreiter und Kreisbrandmeister Oliver Rupp hat er die Übung beobachtet. Beginnend von der Wasserentnahme aus Hydranten über den Aufbau eines Löschangriffs bis hin zur Menschenrettung seien alle technischen Herausforderungen enthalten gewesen, die den Jugendlichen auch in einem echten Notfall begegnen würden.

"Doch in erster Linie ging es über die technischen Kenntnisse hinaus auch darum, den Zusammenhalt der Gruppen zu stärken und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich aufeinander einzuspielen", erklärt er. Ein erstes "Beschnuppern" habe schon vor der Übung stattgefunden. "Bei einer zweistündigen Ausbildungseinheit am Gerätehaus sind wir mit allen Truppen noch einmal die wichtigsten Informationen durchgegangen und beim anschließenden Mittagessen hatten die Jugendlichen die Chance, sich besser kennenzulernen", erzählt er.


37 jugendliche Teilnehmer

Besonders dankbar sei er den Jugendwarten für die Vorbereitung und Durchführung der Übung und auch den Kameraden der beteiligten Feuerwehren, die sich für die Betreuung und das Fahren der Einsatzfahrzeuge bereit erklärt haben.

Insgesamt 37 Jugendliche und 30 Erwachsene sind in neun Feuerwehrfahrzeugen und zwei Sanitätswägen bei der Übung im Einsatz. Auch Adrian Egger hat bei der Übung kräftig mit angepackt. "Ich habe den Schlauchtrupp unterstützt und später dabei geholfen, den Lüfter festzuhalten", erzählt er. Seit drei Jahren ist er nun schon bei der Jugendfeuerwehr. "Ich fand die Arbeit der Feuerwehr schon immer interessant und hab beschlossen, dass ich mir das mal aus nächster Nähe anschauen könnte", erklärt er. Das habe ihm so gefallen, dass er drangeblieben sei: "Ich lerne so viele verschiedene Sachen, da wird es nie langweilig!" Und so sei es ihm auch leichtgefallen, bei der Übung einen kühlen Kopf zu bewahren. "Wir hatten alles ja vorher gut geübt."
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