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Tango trifft Advent in Elsa

Wie das Trio Engelrauscht dem Publikum im Elsicher Dorfhaus einen ungewöhnlichen Konzertabend beschert.
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Das Trio Tango Transit gastierte in der Reihe Elsa 47 im Elsicher Dorfhaus (von links): Martin Wagner, Hanns Höhn und Andreas Neubauer.Foto: Jochen Berger
Das Trio Tango Transit gastierte in der Reihe Elsa 47 im Elsicher Dorfhaus (von links): Martin Wagner, Hanns Höhn und Andreas Neubauer.Foto: Jochen Berger
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Wer bereits am Beginn der Adventszeit adventliches und weihnachtliches Liedgut eigentlich schon nicht mehr hören mag, ist bei diesem Konzert dennoch am rechten Ort. Denn das Trio Tango Transit, das sich bei seinen Adventsauftritten nach dem Titel seiner vor genau einem Jahr vorgelegten CD Engelrausch nennt, beherrscht die Kunst der musikalischen Verwandlung verblüffend virtuos.

Klingendes Ratespiel

Vermeintlich sattsam bekannte Melodien klingen bei diesem Trio unerwartet neu, wie das begeisterte Publikum im Elsicher Dorfhaus erlebt. Oft laden Andreas Neubauer am Schlagzeug, Hanns Höhn am Kontrabass und Martin Wagner am Akkordeon bei diesem Konzert regelrecht zu einem klingenden Ratespiel ein, wenn sich die eigentlich höchst populären Melodien erst nach und nach zu erkennen geben.

Volksmusik und Jazz

Dann bekommen auch eher besinnliche Lieder ganz unvermutet einen vorwärts drängenden Groove, dann vermischen sich Volksmusik und Jazz, Kirchenlied und Tango ganz zwanglos und scheinbar selbstverständlich.

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Das Programm zum Abschluss des Veranstaltungsjahres der Reihe Elsa 47 steckt selbst für Kenner des weiten adventlichen und weihnachtlichen Repertoires voller Überraschungen.

Abendsegen

Engelbert Humperdincks Abendsegen aus der Märchenoper "Hänsel und Gretel" findet in diesem stilistisch kunterbunten Programm ebenso Platz wie "In dulci jubilo" oder "Es ist für uns eine Zeit angekommen", bei diesem Trio unter dem Titel "Zwischen Ochs und Eselein".

Radikal verwandelt

Faszinierend, wie es diesem Trio gelingt, die bekannten Melodien radikal zu verwandeln und dabei doch nicht willkürlich zu beschädigen. Besonders eindringlich gelingt diese Verwandlung bei "Maria durch ein Dornwald ging", von Martin Wagner am Akkordeon ungemein suggestiv mit Tangoanklängen versehen. Im zweiten Teil führt Hanns Höhn dann auch noch mit einem furiosen Solo vor, dass das gerne belächelte tiefe Streichinstrument namens Kontrabass ein faszinierend vielfältiges Schlaginstrument sein kann.

Zarter Ausklang

Unter den Zugaben schließlich noch ein Geburtstagsständchen auf offener Bühne für den Kontrabassisten Hanns Höhn. Stehende Ovationen und als allerletztes, wunderbar einfühlsam interpretiertes Stück eine mehr als vier Jahrhunderte alte Melodie: "Es ist ein Ros entsprungen" in einem Satz von Michael Praetorius.

So geht es weiter bei Elsa 47

Samstag, 19. Januar "Gespräch mit einer alten Dame" - Johannes Tappert spielt die älteste Gitarre im deutschsprachigen Raum, 19.30 Uhr

Sonntag, 17. Februar "Piggeldy und Frederick" - Figurentheater " Fex, 16 Uhr

Samstag, 9. März "Hinters Licht geführt" - Zaubershow von Alexander Merk, 19.30 Uhr

Samstag, 13. April "Versailles, Buenos Aires - Dance!" - Elias Conrad spielt auf Gitarre und Theorbe (Kulturpreisträger der Stadt Coburg 2018), 19.30 Uhr.

Eintritt 14 Euro an der Abendkasse, 12 Euro im Vorverkauf (Schuhhaus Appis Bad Rodach und Buchhandlung Riemann in Coburg, Elsa 47, Reservierung und weitere Infos online unter www.elsa47.de)red

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