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Coburg
Neubesetzung

Sven Hauschke neuer Direktor der Veste Coburg

Der neue Direktor der Kunstsammlungen auf der Veste Coburg wird Sven Hauschke, der bisherige Leiter des Europäischen Museums für Modernes Glas.
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Sven Hauschke (rechts)  mit dem scheidenden Direktor der Kunstsammlungen, Klaus Weschenfelder. Jochen Berger
Sven Hauschke (rechts) mit dem scheidenden Direktor der Kunstsammlungen, Klaus Weschenfelder. Jochen Berger
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Der neue Direktor der Kunstsammlungen auf der Veste Coburg heißt Sven Hauschke. Der bisherige Leiter des Europäischen Museums für Modernes Glas in der Rosenau tritt im Mai zunächst kommissarisch die Nachfolge von Klaus Weschenfelder an, der nach 16 Jahren in dieser Position Ende April in den Ruhestand geht. Ab August ist die Stelle dann wieder regulär zu besetzen.
Somit hat sich die für die Veste und deren Kunstsammlungen zuständige Coburger Landesstiftung, der unter Vorsitz von Coburgs Oberbürgermeister Norbert Tessmer Vertreter des Coburger Stadtrates, der Regierung von Oberfranken und des Finanzministeriums angehören, für eine interne Lösung entschieden. Hauschkes Stellvertreterin wird Stefanie Knöll, die als Leiterin des Kupferstichkabinettes seit Ende 2015 auf der Veste beschäftigt ist. Die Wahl fiel aus über 30 Bewerbungen am Ende einstimmig auf Hauschke, was diesen, wie er gestern gegenüber dem Tageblatt sagte, "sehr freut".
Hauschke betreut seit neun Jahren die Bereiche Kunsthandwerk und Glas in den europaweit bedeutsamen historischen Sammlungen der Veste Coburg, was die Leitung des Europäischen Museums für Modernes Glas in der Rosenau einschließt. Für diesen Bereich bleibt er auch als neuer Direktor der Kunstsammlungen zuständig. Der bisherige Aufgabenbereich von Klaus Weschenfelder, Malerei und Skulptur, soll im Herbst neu vergeben werden.
Sven Hauschke zeigte sich gestern, nachdem die Entscheidung für ihn vom Kultusministerium offiziell bestätigt worden war, der Verantwortung für seine neue Aufgabe bewusst. "Ich trete in sehr große Fußstapfen. Das Haus ist bestens aufgestellt. Es ist für mich eine wunderbare Sache, dass ich in den von Herrn Weschenfelder ausgebauten Strukturen weiter wirken darf." Mit der Etablierung des neuen Glasmuseums und der Neupräsentation des historischen Glases, die nächste Woche erfolgen wird, seien seine zentralen Aufgaben hier in Coburg erfüllt, erklärte Hauschke seine Bewerbung. "Dass sich mir genau jetzt hier vor Ort die Chance bietet, meine bisherigen Erfahrungen auszubauen, ist wunderbar." Zumal er und seine Familie sich hier sehr heimisch fühlten.
Für ihn gesprochen habe sicher auch, dass er mit den Abläufen und Hintergründen hier vor Ort bestens vertraut sei. Über seine eigentliche Aufgabe hinaus aber liege ihm die Veste Coburg an sich sehr am Herzen, das ganze Ensemble. "Der Ort hier ist mehr als die Summe der einzelnen Sammlungen, tausend Jahre Geschichte, baulich wie das Umfeld gepflegt, kein Investitionsstau, ein toller Ort. Ich blicke mit Demut auf die Veste und die Kunstsammlungen."

Zur Person
Dr. Sven Hauschke wurde 1967 in Viersen am Niederrhein geboren, studierte Kunstgeschichte in Augsburg und London. Das Thema seiner im Jahr 2003 vorgelegten Dissertation waren "Die Grabdenkmäler der Nürnberger Vischer-Werkstatt (1453 bis 1544)". Thematischer Schwerpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit ist das Kunsthandwerk des 16. Jahrhunderts. Hauschke war zehn Jahre lang am Germanischen Nationalmuseum Nürnberg und in der Stadtbibliothek Nürnberg tätig, bevor er 2009 in Coburg die Verantwortung für das Kunsthandwerk und die Glassammlungen sowie die Leitung des Europäischen Museums für modernes Glas übernahm.
Die Kunstsammlungen auf der Veste Coburg
Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha entschied, dass auf der Veste die herzoglichen Kunstschätze ausgestellt werden. Die Sammlungen wurden nach dem Ersten Weltkrieg in die Coburger Landesstiftung überführt; die Verwaltung der Immobilien liegt bei der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, die beim Finanzministerium angesiedelt ist.



Ausschreibungstext
der Coburger Landesstiftung für die Neubesetzung der Stelle des Direktors der Kunstsammlungen auf der Veste Coburg zum 1. August 2018:
Die Kunstsammlungen der Veste Coburg verfügen über umfangreiche Sammlungen von internationalem Rang. Schwerpunkte bilden das Kupferstichkabinett, die Glassammlung, die Waffensammlung und der Bestand an altdeutscher Malerei. Weitere Bestände an mittelalterlicher Plastik, Münzen und Medaillen, Kutschen und Schlitten, sowie die in das Kupferstichkabinett integrierte Autographensammlung, ergänzen die Sammlungen. Die Dauerausstellung ist teilweise in historischen Räumen der Veste präsentiert (Jagdintarsienzimmer, Große Hofstube Lutherstube, Fürstenbau). Als Zweigmuseum wird das Europäische Museum für Modernes Glas im Schlosspark Rödental von den Kunstsammlungen geführt. Sonderausstellungen und ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm sind Bestandteile der Museumsarbeit. Das Haus ist in regionale, nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Eigentümer der Liegenschaft ist die Bayerische
Schlösserverwaltung, Rechtsträger des Museums ist die Coburger Landesstiftung.
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Aufgaben: Verantwortung für die Bewahrung und Ergänzung der Sammlungen sowie für die Entwicklung der musealen Präsentation und einer besucherorientierten Erschließung.
Führungsverantwortung für 40 Mitarbeiter/innen, Budgetverantwortung im Rahmen der Finanzplanung der Coburger Landesstiftung. Kuratorische Betreuung eines Sammlungsbereiches.
Entwicklung und Steuerung von wissenschaftlichen Aktivitäten, Sonderausstellungen
und Bildungsaktangeboten. Pflege und Aufbau von regionalen, nationalen und internationalen Kooperationen. Drittmittelbeschaffung

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