Niederfüllbach
Umwelt

Streit über gefällte Bäume

Das Grün im Schlosspark Niederfüllbach wurde gestutzt. Das sorgt für Ärger im Gemeinderat.
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Die Baumfällungen im Schlosspark entlang des Bachs sind im Gemeinderat auf Kritik gestoßen. Künftig soll die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes Coburg vorher gehört werden. Foto: Gabi Arnold
Die Baumfällungen im Schlosspark entlang des Bachs sind im Gemeinderat auf Kritik gestoßen. Künftig soll die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes Coburg vorher gehört werden. Foto: Gabi Arnold
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Bevor in Zukunft Bäume der Säge zum Opfer fallen, soll die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamte gehört werden. Das beschloss der Gemeinderat am Montagabend bei zwei Gegenstimmen. Das Gremium folgt damit dem Antrag des CSU-Fraktionssprechers Kilian von Pezold. Dieser hatte vor Wochen die Fällaktionen im historischen Schlosspark entlang des Flusslaufes moniert.

Seiner Meinung nach wurden dort auch prägnante und gesunde Bäume abgesägt. Von Pezold hatte die Fällungen als "willkürlichen Raubbau am Kapital des Parks" bezeichnet und moniert, dass sein Antrag nicht auf der Tagesordnung der Märzsitzung stand. Das wurde nun nachgeholt. Bürgermeister Martin Rauscher wies die Kritik zurück. "Wir sind alle sehr verantwortungsbewusst mit den Bäumen umgegangen. Wer es nicht weiß, der wird dort keine Bäume vermissen ", sagte er.

Rauscher befürchtet, dass durch die Fachbehörde höhere Kosten auf die Gemeinde zu kommen könnten. Die Behörde könnte zur Sanierung maroder Bäume raten, meinte er. "Ich sehe also keinen Handlungsbedarf", betonte der Bürgermeister. Von Pezold wies einmal mehr darauf hin, dass die Bäume signifikant und gestaltend für den Park seien: "Der alte Baumbestand ist ein herausragendes Merkmal des Parks." Die Beratung durch Untere Naturschutzbehörde sei im Übrigen kostenlos.

Frank Gallinsky (CSU) brachte einen weiteren Aspekt ins Spiel: "Ich bin Mitglied des Bauausschusses, aber ich bin deswegen noch lange nicht in der Lage, zu beurteilen, ob ein Baum gesund oder nicht." Eben deswegen müsste der Rat von Fachleuten eingeholt werden. Corinna Leicht (ÜWN) betonte, dass die Entscheidung, ob ein Baum gefällt werde oder nicht letztendlich bei der Gemeinde liege.

In diesem Zusammenhang machte Bernd Roßberg gleich auf die "Biberproblematik" in der Gemeinde aufmerksam. "Es wäre gut, wenn wir die Untere Naturschutzbehörde auch zu den Bibern mal hören könnten. "

Bernd Roßberg kritisierte, dass trotz neuer technischer Ausrüstung des Bauhofs viele Arbeiten in der Gemeinde liegenblieben. "Der Bauhof kommt nicht rum, obwohl wir vermehrt Geräte angeschafft haben." Roßberg führte das auf Personalabbau zurück. Frank Gallinksy sah das genauso: "Alles was nicht technisch zu bewältigen ist, bleibt liegen." Auf Antrag von Heinz Großmann (ÜWN) wurde die Diskussion über weitere Neuanschaffung zurückgestellt. Es soll erst mit dem Bauhof Kontakt aufgenommen werden.

Zum Haushalt 2018 wurden Wünsche und Anregungen aufgenommen. Wie Rauscher ausführte, sei die Kanalverlegung am Gasthaus Beckenhaus im Zug der Städtebauförderung abgeschlossen. Als "großer Posten" werden der Neubau der Brücke zu Buche schlagen sowie der Neubau des Feuerwehrhauses. "Der Rohbau geht jetzt zügig voran", betonte er. Wegbefestigungen, die Erschließung der Carl-Brand-Straße und die Gestaltung des Zugangs zum Kindergarten sollen weiterhin im Haushalt aufgenommen werden.

Meldungen
Parkende Autos und Lkws in der Jean-Paul-Allee und der Bahnstraße verärgern die Anlieger.Wie Rauscher mitteilte, sehe die Polizei keinen Handlungsbedarf. Der Gemeinderat sieht das anders. Bewegungsverkehr, sagte beispielsweise Frank Gallinksy, sei in den Straßen nicht möglich. Autos würden über die Gehsteige ausweichen. Rauscher will noch einmal mit Polizei Kontakt aufnehmen und klären, ob Parkzonen mit Parkscheiben eingerichtet werden könnten.


Erika Krauß (SPD) bat darum zur Schulsicherheit der Kinder die Lampen in Richtung Bushaltestelle zu versetzen.

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Foto Gabi Arnold:
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