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Landtagswahl

Stimmkreis Coburg: Thomas Büchner will das Direktmandat für die ÖDP

Die ÖDP gehört dem Bayerischen Landtag noch nicht an. Thomas Büchner ist überzeugt, dass sich dies im Oktober ändert.
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Thomas Büchner auf der Gartenbank vor seinem Haus im Neustadter Stadtteil Horb.Foto: Rainer Lutz
Thomas Büchner auf der Gartenbank vor seinem Haus im Neustadter Stadtteil Horb.Foto: Rainer Lutz

Zur Wahl ist Thomas Büchner gegangen, seit er es durfte. So richtig konnte er sich aber im Programm keiner Partei wiederfinden - bis er sich 1994 näher mit der ÖDP beschäftigte. Die konnte ihn überzeugen. Er trat bei. Um aber die Ideen der ÖDP und seiner Mitstreiter in der Region vor Ort an die Öffentlichkeit herantragen zu können, brauchte es eine Organisation. Mit Gleichgesinnten wurde ein Kreisverband gegründet und Thomas Büchner wurde der erste ÖDP-Kreisvorsitzende im Coburger Land.

Im Kreisvorstand zu sein, bedeutete für Thomas Büchner, für den Kreistag zu kandidieren und sich in seiner Heimatstadt um ein Mandat im Stadtrat zu bewerben, dem er seit 2008 angehört. Dem Kreistag übrigens auch. Da ist es nur folgerichtig, dass ihn seine Mitarbeit im Landesvorstand dazu bewegt, für den Landtag zu kandidieren.

Klein aber wirksam

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Es gibt aber mehr, viel mehr, das ihn zum politischen Engagement treibt. "Die FAZ hat die ÖDP mal als Bayerns wirksamste Oppositionspartei bezeichnet, das stimmt", sagt er mit Überzeugung. Bürgerentscheide für die kommunale Ebene durchzusetzen und dieses Instrument wirkungsvoll immer wieder anzuwenden, schreibt sich die Partei auf die Fahnen.

"Das Begehren gegen eine finanzielle Beteiligung des Landkreises am Bau eines neuen Flugplatzes haben wir angestoßen und ausgearbeitet", erinnert er an den lokalen Erfolg. Bayernweit listet die Partei die Abschaffung des Senats, den Stopp für Genmaisanbau, Abschaffung von Studiengebühren und Nichtraucherschutz ebenso als Erfolge auf wie die Befreiung der Eltern vom Büchergeld an Schulen. "Wir können wichtige Ideengeber im Landtag sein", ist Thomas Büchner überzeugt. Das will er anstreben - neben seinen Mandaten in Stadt und Landkreis und seinem Beruf als selbstständiger Handelsfachwirt. Bleibt da noch Zeit für die Familie, für Hobbys, für ein eigenes Leben? Die Musik wird mein Ausgleich sein, wenn ich im Landtag bin", sagt er. Die Musik ist eine Leidenschaft, seit er 16 ist. Ähnlich wie das Motorradfahren. "Ich habe mit dem Moped angefangen und bin dann aufs Motorrad umgestiegen. Ich war ein echter Vielfahrer", erzählt er. Durch die 80er Jahre tourte er auf einer 1000er BMW. Noch immer steht eine 800er in der Garage, die eigentlich dem Sohn gehört. "Ich übernehme die Bewegungsfahrten", sagt der Vater und grinst.

Motorradfahren lässt sich in den Zeitplan schieben, wie es eben geht. Das ist mit der Musik schwieriger. Mit der Band "Hey You" aufzutreten, ist an Termine gebunden. Das wird schon schwieriger mit einem Mandat im Landtag zu kombinieren sein. Aber die Sache mit der Band bringt Thomas Büchner auf ein weiteres Anliegen, das er in der Politik verfolgt: "Mit der Band bin ich buchbar, quasi käuflich. In der Politik nicht." Es gehört zu den Grundsätzen der ÖDP, auf jede Spende aus der Wirtschaft zu verzichten. Da ist sie die einzige Partei, möchte es aber nicht bleiben. "Für eine von Konzernspenden freie Politik möchte ich mich einsetzen", sagt Büchner. Wenn etablierte Parteien da lächeln, sei auf das FAZ-Zitat verwiesen. Als "wirksamste Oppositionspartei Bayerns" weiß die ÖDP das Instrument Volksbegehren durchaus einzusetzen.

Voller Zuversicht

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Um sich dafür auch im Landtag einzubringen, muss Thomas Büchner aber erst hinein. Und weil die ÖDP, wie ihre Plakate versprechen, nicht über fünf Prozent redet, sondern schon mal von sechs ausgeht, ist er auch zuversichtlich. Der 14. Oktober wird dann zeigen, wie viele Wähler dem Aufruf folgen, der auf Büchners T-Shirt steht: "ÖDP-Erstwähler werden!"

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