Dörfles-Esbach
Sperrung

Statik der Schulhausdecke in Dörfles-Esbach war teilweise gefährdet

Der Statiker sah sich gezwungen, wegen akuter Einsturzgefahr der Decke die Sanitäranlagen und einen Teil des Flurs der Emil-Fischer-Schule zu sperren.
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Im Rahmen der Gemeinderatssitzung wurden fünf Blutspender aus der Gemeinde geehrt (von links): Markus Amberg, Inge Michalska, Philipp Köster, Harald Prox, Bürgermeister Udo Döhler und Irmgard Bärmann. Foto: Annette Beuerlein
Im Rahmen der Gemeinderatssitzung wurden fünf Blutspender aus der Gemeinde geehrt (von links): Markus Amberg, Inge Michalska, Philipp Köster, Harald Prox, Bürgermeister Udo Döhler und Irmgard Bärmann. Foto: Annette Beuerlein
Pfusch am Bau wurde bei der Sanierung der Emil-Fischer-Schule von der Architektin Marion Setzer entdeckt. Die Decke über den Sanitäranlagen und einem Teil des Flures zum vierten Treppenhaus war akut einsturzgefährdet. Bürgermeister Udo Döhler (UBV) hatte diese schlechte Nachricht für die Gemeinderäte in der Sitzung am Donnerstag. Döhler: "Da habe ich die Ohren angelegt. Die Decke hätte jederzeit runterkommen können." Fakt ist, dass die Deckenplatte bereits beim Neubau der Schule im Jahr 1964 fachlich falsch hergestellt worden war. In einem Schreiben erläuterte Setzer die Fehler: "Man hat Holzwolleleichtbauplatten, sogenannte Sauerkrautplatten, in die Schalung eingelegt und darauf unmittelbar die Bewehrung. Das heißt, die untere Bodendecke, die mindestens zwei bis drei Zentimeter betragen müsste, ist nicht vorhanden. Der Beton schützt den Stahl gegen das Verrosten, dieser war über die Jahre gänzlich ungeschützt. Weiterhin wurde eine sehr hohe Salzbelastung im Beton vorgefunden. Vermutlich wurde die Decke bei kalter Witterung betoniert. Man hat früher häufig Tausalz in den Beton gemischt, um noch bei Frost betonieren zu können. Der Stahl in der Decke ist über die Jahre praktisch wirkungslos geworden."

Der Statiker sah sich daher gezwungen, wegen akuter Einsturzgefahr den Bereich zu sperren. Die übrigen Betondecken des Schulgebäudes sind daraufhin untersucht worden. Sie zeigen keine Mängel auf. Bürgermeister Döhler war erleichtert, dass der Schaden im Zuge der Sanierungsmaßnahmen entdeckt wurde: "Das sind so Überraschungen, mit denen keiner rechnet." Die Decke wird nun abgebrochen und vollständig erneuert. Der Kostenrahmen wird eingehalten.


660 Euro von Falschparkern

Seit einem Vierteljahr ist die kommunale Verkehrsüberwachung von Coburg auch in Dörfles-Esbach unterwegs. In 29 Einsatzstunden wurden 68 Verwarnungen ausgesprochen. Hauptsächlich betroffen waren Falschparker in der Karl-Ihl- und der Martin-Luther-Straße. Die eingenommenen Verwarnungsgelder von 660 Euro verbleiben bei der Stadt Coburg. Da sich bereits Verbesserungen abzeichnen, beschloss der Gemeinderat, die Vereinbarung mit der Stadt Coburg um ein halbes Jahr zu verlängern.

In einen Teil des ehemaligen Takko- und DM-Marktes im Gewerbegebiet Ziegelei möchte die Firma Action Deutschland mit einem Sortiment Non-Food-Artikeln einziehen. Der Nutzungsänderung steht nichts entgegen. Inwieweit eine geplante Werbeanlage genehmigungsfähig ist, wird im Rahmen der Baugenehmigung entschieden.

Die Erschließungsbeitragssatzung der Gemeinde musste der neuen Rechtslage angepasst werden. Zum Tragen kommt sie erstmals im Baugebiet "Gartenäcker".

"Blutspenden für akut hilfsbedürftige Menschen ist ein sozialer Dienst an der Gemeinschaft." Mit diesen Worten leitete Bürgermeister Döhler die Ehrung von fünf Spendern aus der Gemeinde ein.
Vom BRK erhielten sie Urkunde und Ehrennadel und von der Gemeinde Präsente. Ausdrücklich würdigte Döhler auch den Einsatz der acht Aktiven Helfer der BRK-Bereitschaft Lautertal. 25-mal Blut spendete Philipp Köster, 50-mal Inge Michalska und Markus Amberg, 75-mal Irmgard Bärmann und Harald Prox.


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