Rossach
Einweihung

Startsignal für die Nordic Walker im Itzgrund

Jetzt hat auch der Itzgrund ein Nordic-Walking-Zentrum. Am vergangenen Samstag wurde die neue Einrichtung auf dem Sportgelände des TSV Rossach übergeben.
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Mit dem Start von Luftballons wurde das neue Nordic-Walking-Zentrum auf dem Sportgelände des TSV Rossach eröffnet.Michael Stelzner
Mit dem Start von Luftballons wurde das neue Nordic-Walking-Zentrum auf dem Sportgelände des TSV Rossach eröffnet.Michael Stelzner
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Die Nordic-Walking-Gruppe des TSV Rossach mit ihren rund 20 Mitgliedern, die sich wöchentlich zu diesem Gesundheitssport treffen, ist im gesamten Landkreis Coburg durch ihr jährlich stattfindendes Nordic-Walking-Event, den Itzgrund-Walk, bestens bekannt. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich die elfte Jahrgangsstufe des Gymnasiums Ernestinum Coburg den TSV Rossach für dieses Projekt entschieden hat.

Die 16 Schüler leisteten eine hervorragende Arbeit, die sich vom Start des Nordic-Walking-Zentrums bis hin zur Ausschilderung wahrlich sehen lassen kann. Dabei waren viele Herausforderungen wie bürokratische Hürden zu meistern. Viel Freizeit, ja sogar die Ferien haben die Schüler dafür geopfert. Sogar gezeltet wurde, um das Projekt schnell verwirklichen zu können.

Stefan Kestel, Studiendirektor am Gymnasium Ernestinum, Leiter des P-Seminars und selbst Mitglied im TSV Rossach, war bei der Einweihung am Startplatz auf dem Sportgelände des TSV Rossach. Dort stehen auch Parkmöglichkeiten für 15 Fahrzeuge und Sitzgelegenheiten zur Verfügung. Kestel war voll des Lobes für das Engagement seiner Schüler und der Mitglieder des TSV Rossach, die bei vielen Arbeitseinsätzen dabei waren, sowie für die Gemeinde Großheirath, die das Projekt aktiv unterstützt hat.

4500 Euro an Spenden gesammelt

Am 31. Oktober 2016 hatten die Schüler beim Itzgrund-Walk den Verein kennengelernt. Mit den Arbeiten wurde im Februar 2107 begonnen. Es wurden Gruppen, die sich um die Streckenplanungen, um das Schilderdesign sowie um die Planung des Startbereichs kümmerten, gebildet. Natürlich gab es auch eine Finanzabteilung, die sich um Spenden kümmerte und bei vielen ortsansässigen Firmen vorsprach und um Spenden bat. Keine leichte Aufgabe, wie Stefan Kestel und Bürgermeister Udo Siegel betonten. Am Ende konnte das Nordic-Walking-Zentrum kostenneutral erstellt werden, da 4500 Euro an Spenden von heimischen Firmen und Privatpersonen, darunter auch eine Spende vom Basarteam, zusammenkamen. Aber auch viele Vorgespräche mit verschiedenen Personen und Institutionen mussten von den Schülern im Vorfeld geführt werden.

Hohe Ansprüche haben die Schüler an die vier Strecken gestellt. Diese sollten allen Nordic-Walkern, ob Anfänger oder "Profi", gerecht werden und gut zu Fuß zu laufen sein. Und es sollten keine Fahrradstrecken sein. So ist der "Itzwiesenway" mit einer Länge von fünf Kilometern entstanden; er führt bis Buchenrod und ist für Anfänger bestens geeignet, da er keine großen Anforderungen stellt und in rund 60 Minuten zu bewältigen ist.

Die zweite Strecke ist die "Tontour", mit einer Länge von 7,7 Kilometern. Dabei sind rund 100 Höhenmeter zu überwinden. Für diese Strecke, die an den Tonwerken einer heimischen Firma vorbeiführt, sollte man rund 90 Minuten einplanen.

Rund 120 Minuten braucht man für die dritte Strecke, den "Wiebachtramp", auf der man rund 120 Höhenmeter zu überwinden hat; sie führt bis nach Neuses an den Eichen, wo man die größte Steigung zu bewältigen hat, und durch den Wiebachgrund wieder zurück.

Die Strecke mit den höchsten Ansprüchen ist wohl der "Keltenkurs" mit 15 Kilometern Länge, auf der 240 Höhenmeter zu bewältigen sind; sie führt zum Berg Kulch. Für diese Strecke sollte man 150 Minuten einkalkulieren.

Stefan Kestel machte darauf aufmerksam, dass die Strecken durch das Vermessungsamt, mit dem Schüler mehrere Gespräche geführt hätten, mehrmals überarbeitet worden seien. Dabei stellte er besonders Marco Schelhorn und Oliver Finzel heraus.

Aber auch einige Probleme waren zu bewältigen, denn wegen eines Erdrutsches musste man die 15 Kilometer neu planen und verlegen. Die Ausschilderung der Strecken, die alle offiziell vermessen und deshalb auch für Wettkämpfe geeignet sind, fand während der Herbstferien 2017 statt. Die Wege wurden auch in das offizielle Wanderwegenetz des Landkreises Coburg aufgenommen.

Vier große Informationstafeln

Viele Arbeiten waren für die Gestaltung des Startbereiches nötig. Hier war die die Hilfe von Bauingenieur Reiner Schultheiß und des ehemaligen Vorsitzenden Bernd Schneider sehr vorteilhaft. Man musste eine Drainageleitung legen und hat damit einen Doppeleffekt erzielt, denn auch das untere Ende des angrenzenden Sportplatzes ist jetzt trocken. So konnte der Startplatz mit seinen vier großen Informationstafeln (hinter den Sitzgelegenheiten) zu den Strecken und zur Geschichte TSV Rossach sowie zu Einkehrmöglichkeiten auf den Strecken entstehen. Auch Übungen zum Aufwärmen sind auf den Tafeln dargestellt. Des Weiteren findet man eine große Übersichtskarte. Der Startplatz ist ein wahres Schmuckstück geworden.

Bürgermeister Udo Siegel ging auf den Gesundheitsaspekt des Nordic-Walking ein. Siegel war vor der Eröffnung die 7,5-Kilometer-Strecke gelaufen. Er freute sich darüber, dass mit den Nordic-Walking-Strecken das Wanderwege-Angebot der Gemeinde Großheirath erweitert worden sei und die Gemeinde jetzt ein eigenes Nordic-Walking-Zentrum habe. Siegel lobte insbesondere die Schüler und die Mitglieder des TSV Rossach für die engagierte Verwirklichung des Projekts.

Mit dem Start von farbigen Luftballons wurde das neue Nordic-Walking-Zentrum eröffnet. Der frühere Vorsitzende Bernd Schneider gab hierzu das Kommando.

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