Coburg
Digitalisierung

Start-ups mit brillanten Ideen stellten sich in Coburg vor

Pitch & Beer 2019 mit drei Coburger Gründerteams und über 100 Gästen: Coburger Start-up movaco räumt Jury- und Publikumspreis ab.
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Moderator und Tatort-Kommissar Andreas Leopold Schadt (links) beim "Pitch & Beer" in Coburg Andreas Kücker
Moderator und Tatort-Kommissar Andreas Leopold Schadt (links) beim "Pitch & Beer" in Coburg Andreas Kücker

Bier und Business, Prosecco und Pitches - dass das zusammengeht, zeigte auch die zweite Auflage

von Pitch & Beer im Münchner Hofbräu in Coburg. Hierzu lud die Digitalisierungs- und

Gründerinitiative Zukunft.Coburg.Digital auch dieses Jahr wieder unter dem Titel "Deine Bühne. Dein

Pitch. Deine Chance." ein. Jedes der sechs Start-ups hatte sechs Minuten Zeit, um sich und die eigene

Idee der Experten-Jury und dem Publikum zu präsentieren. Nach diesem sogenannten Pitch mussten

sich die Start-ups in weiteren sechs Minuten den kritischen Fragen der Jury stellen. Wer dabei am

meisten überzeugte, durfte den Jury- und oder Publikumspreis von insgesamt 2500 Euro und jeweils

drei Monate kostenfreie Nutzung im Coworking Space am alten Schlachthof mit nach Hause nehmen.

Doch bevor es mit dem Business losging, zeigten Mario Bamberger und seine Gaudibuam, dass auch

die fränkisch-fröhliche Bier-Stimmung definitiv nicht zu kurz kommen sollte an diesem Abend, und

heizte die Stimmung bei den über 100 Zuschauern mit zünftiger Blasmusik ein. Unterstützt wurde er

vom Moderator und Tatort-Kommissar Andreas Leopold Schadt.

"Das Interesse an Pitch & Beer war auch dieses Jahr wieder so groß und das Münchner Hofbräu bis

auf den letzten Platz gefüllt", sagt Eric Rösner, Geschäftsführer von Zukunft.Coburg.Digital. "Wir

freuen uns, dass wir den Start-ups eine so große Plattform bieten können."

Eine App für Fahrgemeinschaften

Im ersten Teil pitchten Birgit Wegner von der HofladenBOX aus Fürth mit ihrer Idee, auf einem

Online-Shop regionale Lebensmittel verschiedener Zulieferer zu bündeln, das Team von bitspark mit

ihrer Programmiersprache slang, für deren Nutzung keine Programmierkenntnisse notwendig sind, und die Lokalmatadoren und Vorjahres-Publikumspreis-Gewinner youee. Das Team mit Franz

Liebermann, Tim Hellwig und Valentin Eiber überraschte erst einmal mit einer neuen Namensgebung

und präsentierte als movaco seine Idee einer intelligenten, weiterentwickelten Mobilitäts-App, die es

Mitarbeitern eines Unternehmens ganz einfach ermöglicht, Fahrgemeinschaften zu bilden.

Nach der Pause stellte Adrian Beetz von AB-3D Printing aus Coburg sein Projekt eines 3-D-Druckers

vor, der mehrere Materialien ohne Umrüstzeiten verarbeiten kann, gefolgt von Thomas Abend von

VITAS aus Nürnberg, die eine intelligente Sprachsteuerung für die Terminannahme zum Beispiel von Friseuren und Restaurants entwickeln. Den Abschluss machte Tosca Albrecht aus Coburg mit ihrer Idee "Aus Großmutters Topf", die kochende Senioren und Berufstätige auf der Suche nach gutem Mittagessen zusammenbringen soll.

Die Jury - in diesem Jahr bestehend aus Siegmar Schnabel (Hauptgeschäftsführer der IHK zu Coburg

und stellvertretender Vorsitzender des Zukunft.Coburg.Digital), Carsten Rudolph (Geschäftsführer

BayStartUP), Prof. Jens Grubert (Hochschule Coburg) und Lars Meisenbach (Gründer BestSens AG

Coburg) - zog sich nach den Pitches zur Beratung ihres Gewinners zurück. Die Zuschauer wurden

derweil nicht nur von Mario Bamberger und Andreas Leopold Schadt unterhalten, sie konnten auch

ihren ganz persönlichen Favoriten über eine Online-Abstimmung küren: Und der Publikumspreis ging

- wie bereits im vergangenen Jahr - an das Coburger Team movaco.

Gemeinsam mit der offensichtlich mitgebrachten Fangemeinde wurde dieser auch schon mal

ausgiebig gefeiert, bis zur großen Überraschung nach der Rückkehr der Jury aus ihrer

Beratungsphase: Denn auch die mit 2000 Euro dotierte Jurywertung konnten in diesem Jahr die drei

Jungs aus Coburg für sich entscheiden, gefolgt von VITAS und der HofladenBOX.

Knappe Entscheidung

"Die Entscheidung war knapp und wir haben viel diskutiert", sagt Jury-Mitglied Lars Meisenbach über

die Entscheidung. "Am Ende hat uns die gute Mischung aus Team, Präsentation und Idee überzeugt."

"Wir freuen uns riesig über den Preis und die Anerkennung und werden den Gewinn direkt in das

Recruiting für zusätzliche IT-Fachkräfte stecken", sagte Franz Liebermann von movaco. Und in die

Förderung der lokalen Start-up-Community: Das Team gab seine gewonnenen drei Monate Nutzung des Coworking Space jeweils an die beiden anderen Coburger Gründer Adrian Beetz und Tosca Albrecht weiter, da sie selbst bereits als Mieter in der Schlachthofvilla angesiedelt sind.

"Letztlich zeigt der Abend, dass jeder Teilnehmer ein Gewinner ist", sagt Domenique Dölz,

Geschäftsführer von Zukunft.Coburg.Digital. "Natürlich sind die Preise reizvoll, letztendlich kann ein

konstruktives Feedback aus den Reihen der anwesenden Unternehmensvertreter oder ein neuer

Kontakt jedoch mindestens genauso wichtig für den Erfolg des eigenen Start-ups sein. Deshalb lohnt

sich eine Teilnahme immer!"

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