Untersiemau
Ausschusssitzung

Starkregen beschäftigt ganz Untersiemau

Nach mehreren Unwettern steht fest: Die Entwässerung muss neu geregelt werden. Für Haarth soll es ein neues Feuerwehrhaus geben.
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Das Entwässerungssystem im Bereich Obersiemau/Birkach am Forst bedarf dringend einer Erneuerung. Bei einem Ortstermin wurde dies den Ausschussmitgliedern erläutert.    Foto: Norbert Karbach
Das Entwässerungssystem im Bereich Obersiemau/Birkach am Forst bedarf dringend einer Erneuerung. Bei einem Ortstermin wurde dies den Ausschussmitgliedern erläutert. Foto: Norbert Karbach
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Bereits in der Sitzung des vorvergangenen Gemeinderats wurde das Starkregenereignis an Christi Himmelfahrt behandelt. Nachdem inzwischen zwei weitere ähnlich starke Niederschläge innerhalb kurzer Zeit in der Gemeinde fielen, führte am Dienstag die Ortseinsicht des Ausschusses für Infrastruktur, Bauen und Umwelt (IBU) in den besonders stark betroffenen Bereich Obersiemau / Birkach am Forst. Das Gremium informierte sich über dringend notwendige Baumaßnahmen zur Entwässerung. Das System der Gemeinde ist in erster Linie ausgelegt für die Ableitung von Schmutz- und Oberflächenwasser von bebauten Gebieten sowie von Straßenflächen. Für den Bereich Obersiemau/Birkach kommt erschwerend hinzu, dass aufgrund der Topographie landwirtschaftlich genutzte Flächen mit einer Größe von etwa 15 Hektar das Bewässerungssystem zusätzlich belasten.

Nach bisherigen Einschätzungen werden Anforderungen an die Bewirtschaftung der Flächen auch eingehalten. Doch sollen, so Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU), mit den Bewirtschaftern konstruktive Gespräche geführt werden, um weitere Verbesserungen zu erreichen. Ausgelöst durch die Regenereignisse seien inzwischen Sofortmaßnahmen durchgeführt worden. Das Oberflächenwasser, gemischt mit Oberboden, gelange jedoch nicht nur auf die Straße und in die Kanalisation. Es bringe auch viel Ärger und Schaden den Bewohnern dieser Gegend. Aufgestapelte Sandsäcke zeugten davon. Deshalb müsse dringend Abhilfe geschaffen werden.

Weitergehende wirksame Maßnahmen sollen intensiv mit den Fachbehörden abgestimmt und baldmöglichst zur Planreife gelangen, meint der Bürgermeister. Diese werden dann dem Gemeinderat vorgelegt und anschließend an das Wasserwirtschaftsamt zur gutachterlichen Stellungnahme weitergeleitet. Durch die derzeitigen Sofortmaßnahmen wurde zumindest die Wahrscheinlichkeit von weiteren Schadensereignissen deutlich minimiert, ist das Gremium der Meinung. Rolf Rosenbauer: "Es muss auch klar dargelegt werden, dass ab gewissen Regenmengen in kurzen Zeiträumen kein absoluter Schutz vor Hochwasser-Ereignissen möglich ist!"


Feuerwehrhaus für Haarth

Die Feuerwehr Haarth ist die einzige der Gemeindeteile, deren Haus in einem schlechten Zustand und nicht auf dem neuesten technischen Stand ist, stellte Rolf Rosenbauer fest. Bei einer Ortsbegehung konnten sich die Ausschuss-Mitglieder davon überzeugen. Bereits im Jahr 2011 wurde ein Neubau beschlossen. Kurze Zeit später wurde dieser wieder verworfen. Daher empfiehlt der Ausschuss IBU jetzt dem Gemeinderat, Folgendes zu beschließen: Das Architekturbüro Karl-Heinz Höfner (Untersiemau) erhält den Auftrag für die Vorplanung bezüglich des Abbruchs des bestehenden Gebäudes. Außerdem soll der Neubau eines Feuerwehr-Gerätehauses in Haarth auf dem anschließenden Grundstück bergab (Richtung Triebsdorf) geplant werden. Architekt Höfner wurde deshalb gewählt, stellte der Bürgermeister fest, da dieser bereits vor sieben Jahren verschiedene Planungen durchgeführt habe.
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