Zum zweiten Heimspiel in seinem ersten Jahr in der Regionalliga Bayern erwartet der VfL Frohnlach heute um 14 Uhr den SC Eltersdorf im Willi-Schillig-Stadion. Die Schützlinge von Trainer Dieter Kurth gehen in diese Partie mit einem Auswärtssieg im Rücken, den wohl die wenigsten einkalkuliert hatten. Der 2:0-Erfolg am Dienstag beim TSV 1860 München II hat für viel Aufmerksamkeit in der Liga gesorgt.

Aber nicht nur das nüchterne Ergebnis ist bemerkenswert, auch die Art und Weise wie dieser Erfolg herausgespielt wurde. Der Sieg war verdient, darin waren sich alle Beobachter einig. Bemerkenswert ist die Frohnlacher Überraschung aber auch deshalb, weil die "kleinen", oder besser gesagt die "jungen Löwen" wenige Tage vorher zum Auftakt beim TSV Buchbach souverän agiert und völlig verdient mit 3:0 gewonnen hatten. Offenbar ist also viel mehr möglich in dieser neuen bayerischen Liga als das im Vorfeld erwartet wurde. In diesem frühen Stadium der Saison kann jedenfalls von der befürchtetet Zwei-Klassen-Gesellschaft keine Rede sein. Auch die anderen Ergebnisse des zweiten Spieltags deuten darauf hin.

Die Zielsetzung


Allerdings bleibt Kurth realistisch: "Für uns geht trotz des Sieges in München es ausschließlich um den Klassenerhalt. Das Ziel bleibt."
Jedenfalls im Moment, denn erfahrungsgemäß finden die jungen, und zumeist neu zusammengestellten Teams der Bundesligisten erst nach und nach ihr Potenzial. Deshalb war es gut, dass der VfL bereits früh auf die Sechziger-Reserve traf.
Der SC Eltersdorf hat nach seiner 1:3-Auftaktniederlage gegen den 1. FC Nürnberg II auch am zweiten Spieltag nicht gewonnen (1:1 gegen Buchbach) In der letzten Saison siegten die Frohnlacher daheim mit 2:0 und in Eltersdorf sogar mit 3:0.

Die Vergangenheit


Gerade das Auswärtsspiel wird den VfL-Fans noch in Erinnerung geblieben sein, denn Renk & Co. lieferten damals ihre vielleicht beste Saisonleistung ab. Mit dem Sieg bei den "Löwen" haben die Schützlinge von Dieter Kurth ein deutliches Achtungszeichen gesetzt, während Kurths Trainer-Kollege Ludwig Preis mit seinen Jungs noch nicht in der Regionalliga angekommen sind.

Der Gegner


Andererseits beendete Eltersdorf die letzte Bayernliga-Saison als Dritter, hat insgesamt 70 Tore erzielt und wird seine Startprobleme in dieser Spielzeit sicher zügig abstellen können. Allerdings scheinen die zahlreichen personellen Veränderungen in der Mannschaft noch nicht richtig gefruchtet zu haben. Der VfL sollte dennoch auf der Hut sein und sich auf einen spielstarken und hoch motivierten Gegner einstellen.
Kurth, der nach dem Auswärtserfolg natürlich hoch zufrieden war, wird die Euphorie bei seinen Jungs zu bremsen wissen. Andererseits hat dieser Sieg auch all diejenigen im Umfeld eines Besseren belehrt, die nach dem 1:1-Auftakt gegen den SV Heimstetten schon wieder alles schlecht reden wollten.
Nächste Woche geht es am Freitag zum FC Memmingen, am Mittwoch danach kommt der FC Ingolstadt II nach Frohnlach. Dann geht es nach Rosenheim und am 14. August kommt der 1. FC Nürnberg II ins Willi-Schillig-Stadion. Es geht also in den nächsten Wochen Schlag auf Schlag für den VfL. Dieter Kurth ist heute in der glücklichen Situation, auf keinen Spieler verzichten zu müssen. Es gibt keine Verletzten und auch sonst sind seine Aktiven - wie er selbst übrigens auch - heiß auf die Regionalliga, die ja gerade erst so richtig begonnen hat. Dennoch wird nicht der gesamte Kader zum Einsatz kommen können.

Die Taktik


Eric Heinze und Paul Scheller werden am Wochenende in der Reserve spielen. Und es dürfte auch keinen Grund geben, angesichts des starken Gegners das in München erfolgreiche Team umzustellen. Das heißt wieder mit Neuzugang Schmidt auf der "Zehn" sowie Böhnlein neben Renk auf der "Doppelsechs". Bulat und Özdemir stürmen über die Außenbahnen, Karg soll in vorderster Front die "Kisten" machen. In der Viererkette hat sich Burkard den Platz in der Innenverteidigung von Frank Zapf erobert.