Frohnlach
Fußball

Standard-Spezialist Civelek

Der trickreiche Stürmer rettete dem VfL Frohnlach mit einem verwandelten Elfmeter und einem raffinierten Freistoß noch einen Punkt.
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Frohnlachs Doppel-Torschütze Aykut Civelek. Fotos: Timo Geldner
Frohnlachs Doppel-Torschütze Aykut Civelek. Fotos: Timo Geldner
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Die Zuschauer im gut besuchten Willi-Schillig-Stadion, davon eine stattliche Anzahl von Schlachtenbummlern aus Unterfranken, konnten sich an einem ansehnlichen Landesligaspiel erfreuen. Interessant war, dass trotz guter spielerischer Leistungen bei der Heimmannschaft alle Tore aus Standardsituationen entstanden. VfL Frohnlach - DJK Schwebenried/S. 2:2 (1:2)

Die Heimmannschaft ließ sich vom zwischenzeitlichen Zwei-Tore-Rückstand nicht beirren, bewies viel Moral und bespielte fast über die gesamte Spielzeit das Tor des Fusionsvereins aus dem Werntal. Schlussendlich ärgerte man sich über die mangelnde Effizienz vor dem Tor.

Bereits nach zwei Minuten die kalte Dusche für Frohnlach: Einen Freistoß aus 25 Meter schoss Jonas Wehner unhaltbar für Jonas Hempfling ins Torgebälk. Frohnlach war nicht geschockt und berannte das Tor der Gäste. Allerdings blieb ein Torerfolg aus, als Tayfun Özdemir nach zwölf Minuten den Pfosten traf. In der Folge waren auch Daniel Oppel und Kevin Hartmann nach sehenswerten Spielzügen nicht erfolgreich.

Entweder wurde zu lange mit dem Abschluss gezögert oder Ball ging knapp am Ziel vorbei. Zweiter Schuss aufs Frohnlacher Tor, zweiter Treffer für Schwebenried-Schwemmelsbach: Luca Reck stand aus dem Halbfeld zum Freistoß bereit. Jeder wartete auf einen hohen Ball. Reck trickste aber mit einem Chipball die gesamte Frohnlacher Defensive aus und Torjäger Marcel Kühnlein bedankte sich für die Einladung.

Frohnlach war nicht geschockt: Der agile und von der Gästeabwehr kaum zu haltende Aykut Civelek drang in den Strafraum ein und wurde von Wehner unsanft gestoppt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Civelek. Schiedsrichter Thomas Raßbach verzichtete dabei auf die Doppelbestrafung für Wehner, der Gelb vorbelastet war.

Riedel machte Druck

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wechselte Bastian Renk auf der rechten Abwehrseite: Lukas Riedel ersetzte Konstantin Körner. Die Auswechslung wirkte sich positiv auf das Frohnlacher Spiel aus, da der gelernte Stürmer Riedel die Offensive suchte und viele gefährliche Aktionen initiierte. So in der 50. Minute, als er 20 Meter vor dem Tor nur durch ein Foul zu bremsen war.

Aykut Civelek zirkelte den Freistoß perfekt um die Mauer und der Ausgleich war geschafft.

Der schnelle Ausgleich schockte Schwebenried-Schwemmelsbach und Frohnlach machte mächtig Druck. Dabei versäumt Tayfun Özdemir die Führung, als er frei vor Torwart Leon Hartmann auftauchte, aber auch noch diesen ausspielen wollte.

Mitte der zweiten Halbzeit bekam der Gast das Spiel wieder besser in den Griff und hätte beinahe mit dem dritten Schuss aufs Frohnlacher Tor die erneute Führung erzielt. Der freistehende Lichtlein vergab kläglich.

Bis zum Schluss berannte Frohnlach das Tor von Hartmann, kam aber nicht zwingend in den Strafraum. Es gab weitere gute Torchancen für Tayfun Özdemir und Daniel Oppel, wie so oft war Fortuna keine Frohnlacherin.gw

Stimmen zum Spiel

Christian Tremel (Sportlicher Leiter VfL Frohnlach): "Ich bin sehr erfreut über die Moral unserer Mannschaft nach dem 0:2-Rückstand. Wir haben sehr gut gespielt. Leider fehlt es weiterhin an der Effizienz in der Chancenauswertung."

Dominik Schönhofer (Trainer DJK Schwebenried / Schwemmelsbach): "Frohnlach war die bisher spielerisch beste Mannschaft, die ich in dieser Landesliga-Saison gesehen habe. Dennoch war unser Punkt verdient, weil wir uns sehr engagiert den Frohnlacher Angriffen entgegen gestellt haben."

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