Coburg
Städtebauförderung

Staat hilft Coburg beim Sanieren

Wüstenahorn, Steinwegvorstadt, Güterbahnhof - und auch eine Parkmöglichkeit in Theaternähe ist noch nicht vom Tisch.
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Betrachteten die Coburger Sanierungsgebiete (von links): Staatssekretär Gerhard Eck, Bundestagsabgeordneter Hans Michelbach, Coburgs Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber und Antonella Sgobba von der Regierung von Oberfranken (Sachgebiet Städtebau). Foto: privat
Betrachteten die Coburger Sanierungsgebiete (von links): Staatssekretär Gerhard Eck, Bundestagsabgeordneter Hans Michelbach, Coburgs Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber und Antonella Sgobba von der Regierung von Oberfranken (Sachgebiet Städtebau). Foto: privat
Insgesamt sieben Sanierungsgebiete werden in Coburg derzeit betreut. Bei einem Gespräch informierte Coburgs Baureferentin und Zweite Bürgermeisterin Birgit Weber (CSU) den zuständigen Staatssekretär im bayerischen Innenministerium, Gerhard Eck, über die laufenden Projekte. Der Bundestagsabgeordnete Hans Michelbach verdeutlichte bei dieser Gelegenheit, dass der neue Koalitionsvertrag zusätzliche Bundesmittel für die Bund-Länder-Städtebauförderprogramme bereitstellt und die Chancen für Coburg genutzt werden sollten.

Neben den beiden größten Projekten - der sozialen Stadt in Wüstenahorn und dem dritten Bauabschnitt in der Ketschenvorstadt, lag der Schwerpunkt der Förderberatung auch auf den Planungen im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofsgeländes. Während die Arbeiten sowohl in Wüstenahorn, wie auch in der Ketschenvorstadt zügig vorangehen, müssen im Bereich des Güterbahnhofsgeländes zunächst die Planungen abgeschlossen werden. Dabei muss auch der Kulturbau, das "Globe" berücksichtigt werden, das gleich nördlich der neuen Ernst-Faber-Brücke entstehen soll. "Auch wenn das geplante "Globe" an sich von einer privaten Arbeitsgemeinschaft errichtet wird, bleibt für die Stadt Coburg noch eine Menge an Arbeiten und Investitionen übrig. Der gesamte Umgriff mit seinen Außenanlagen, sowie die Erschließung und natürlich nicht zuletzt die Altlastenproblematik sind Aufgaben, die auf der Entwicklungsprojektierung der Kommune stehen und bei denen wir die starke Unterstützung der Städtebaufördermittel benötigen", sagte Birigt Weber. Man sei hier bereits in engem Kontakt mit den zuständigen Abteilungen in Bayreuth und gehe davon aus, dass die Mittel aus dem Programm "Stadtumbau West" fließen werden.
Auch das Coburger Bildungshaus, das im Bereich der Lutherschule entstehen wird, erfährt eine nicht unerhebliche Förderung durch die Regierung von Oberfranken. "Hier stehen Mittel vor allem für den Bereich Integration zur Verfügung", versprach Antonella Sgobba vom Sachgebiet Städtebau der Regierung von Oberfranken. Die Bewerbung der Vestestadt für das Programm "Stadtgrün" sei ebenfalls von Erfolg gekrönt gewesen, berichtete Weber. Hier könnten Fördermittel für Projekte rund um die Itz und nicht zuletzt die Sanierung der Mohrenbrücke abgerufen werden.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Diskussion, der vor allem dem Bundestagsabgeordneten Michelbach am Herzen lag, war die Parksituation im Bereich Steinwegvorstadt und rund um das Theater. "Nur wenn wir in diesem Bereich auch Parkplätze, vor allem für die Anwohner und den Einzelhandel schaffen, werden unsere Sanierungsbemühungen für Wohn- und Geschäftshäusern in diesem Kernsanierungsgebiet auch von Erfolg gekrönt sein", fasste Michelbach zusammen und traf bei Staatssekretär Eck auf uneingeschränkte Zustimmung. Birgit Weber bestätigte in diesem Zusammenhang, dass man in diesem Bereich eine Quartierparkmöglichkeit fest im Blick habe und diese für unumgänglich halte. Einzig der zukünftige Standort muss durch den Stadtrat noch festgelegt werden.

Staatssekretär Eck lobte die enge und nahezu reibungslos verlaufende Zusammenarbeit zwischen Kommune und Regierung. "Wir haben da in den letzten Jahren viele tolle Projekte umgesetzt und ich bin überzeugt davon, dass Coburg eine gute Zukunft vor sich hat."


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