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Wolf oder Teuchert: Wer fährt nach Berlin zum Pokalfinale?

Im DFB-Pokal-Halbfinale zwischen Schalke 04 mit Cedric Teuchert und Eintracht Frankfurt mit Marius Wolf am Mittwoch sind die Königsblauen Favorit.
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Wer darf über den Finaleinzug jubeln?  Schalke 04 mit Cedric Teuchert (oben) oder Frankfurt mit Marius Wolf?augenklick/F.Gambarini, dpa
Wer darf über den Finaleinzug jubeln? Schalke 04 mit Cedric Teuchert (oben) oder Frankfurt mit Marius Wolf?augenklick/F.Gambarini, dpa
Coburg/FrankfurtVor dem DFB-Pokal-Halbfinale zwischen dem FC Schalke 04 und Eintracht Frankfurt (Mittwoch, 20.45 Uhr) sind in erster Linie die Trainer beider Teams in aller Munde. Während Schalkes Domenico Tedesco den 2:0-Derbysieg am Wochenende gegen Borussia Dortmund euphorisch in der Nordkurve feierte und damit Fans und Umfeld endgültig von sich überzeugte, verlebt Nico Kovac in Frankfurt nach der Bekanntgabe seines Wechsels zum FC Bayern zur neuen Saison keine leichte Zeit.

Doch das DFB-Pokal-Halbfinale ist nicht nur das Duell zweier Trainer-Emporkömmlinge, sondern auch das (mögliche) Aufeinandertreffen zweier Coburger Fußball-Profis: Marius Wolf (Frankfurt) und Cedric Teuchert (Schalke 04).

Während der Einberger Wolf seit Mitte Oktober jedes Bundesliga-Spiel von Anfang an bestritt und mit vier Toren und neun Vorlagen zu den absoluten Frankfurter Leistungsträgern gehört, ist Teuchert bei den Königsblauen noch immer in der Findungsphase. Nach seinem Wechsel in der Winterpause vom 1. FC Nürnberg zu Schalke 04, kam der 21-Jährige erst sieben Minuten in der Bundesliga und 14 Minuten im DFB-Pokal zum Einsatz.

Trotzdem konnte der Coburger zuletzt etwas Selbstvertrauen tanken. Nach einem erfolgreichen Abstecher bei der deutschen U21-Nationalmannschaft Ende März, als Teuchert ein Tor zum 3:0-Sieg gegen Israel beigesteuert hatte, feierte er am 31. März beim Schalker Heimspiel gegen den SC Freiburg (2:0) in der 83. Minute sein Bundesliga-Debüt und gab dabei mit zwei abgegebenen Schüssen eine gute Figur ab. "Am Anfang habe ich etwas Zeit gebraucht", sagte Teuchert nach seinem Debüt. "Jetzt habe ich aber an Selbstvertrauen gewonnen und denke, dass ich in der Mannschaft angekommen bin."


Kein Einsatz im Revierderby

Am Sonntag im Revierderby stand Teuchert zwar im Kader, kam aber nicht zum Einsatz. Trotzdem scheint es so, als würde der 21-Jährige in der Hierarchie der namhaften Schalker Stürmer um Guido Burgstaller, Breel Embolo, Franco di Santo und Jewhen Konopljanka langsam, aber stetig aufzusteigen. Trainer Tedesco hält ohnehin große Stücke auf Teuchert, sagte vor einiger Zeit über ihn: "Er hat einen Torriecher wie ein eingebautes GPS-Gerät." Ob er diesen Torriecher am Mittwochabend gegen Frankfurt beweisen darf, bleibt angesichts der offensiven Konkurrenz allerdings abzuwarten.

Als nahezu sicher gilt dagegen der Startelf-Einsatz des Frankfurters Marius Wolf, der bereits im Tageblatt-Interview vor einer Woche auf das mögliche Duell mit Teuchert brannte. "Ich hoffe, Cedric haut sich rein, gibt Gas und kann sich dort so weiterentwickeln, wie er sich das wünscht. Natürlich wünsche ich ihm für das DFB-Pokalspiel gegen uns nicht so viel Glück wie mir", sagte der Einberger grinsend. Kein Glück hatte Wolf übrigens vor fast genau einem Jahr, als er sich im DFB-Pokal-Halbfinale 2017 gegen Borussia Mönchengladbach schwer an der Schulter verletzte und so das Endspiel in Berlin verpasste. Ein Grund mehr für Dauerläufer Wolf heute Abend so richtig Gas zu geben.


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