Coburg
Handball

Wiedersehen mit Nico Büdel in Coburg

Der Ex-Coburger kehrt am Dienstag erstmals mit seinem neuen Team, dem HC Erlangen, in die HUK-Arena zu einem Testspiel zurück.
Artikel drucken Artikel einbetten
Nico Büdel kämpft mit dem HC Erlangen verbissen um den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga.  Foto: Sportfoto Zink
Nico Büdel kämpft mit dem HC Erlangen verbissen um den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga. Foto: Sportfoto Zink
Während die deutsche Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in der Hauptrunde kurz vor dem Aus steht, geht es bei den Coburger Handballern ab dieser Woche wieder so richtig rund. Nachdem in den vergangenen zwei Wochen vor allem Grundlagen im Athletik- und Kraftbereich gelegt wurden, steht nun für die Gorr-Schützlinge wieder die spielerische Komponente im Vordergrund.

Den Anfang macht am Dienstag um 19.30 Uhr ein Testspiel in der HUK-Arena gegen keinen Geringeren als den HC Erlangen. Eine Paarung, die es an gleicher Stelle bereits am Freitagabend gab. Das Duell der Reserveteams entschieden die Mittelfranken in der 3. Liga mit 28:22 deutlich für sich. Mit dem nahezu identischen Resultat trennten sich die ersten Mannschaften beim letzten Treffen in der Saisonvorbereitung (27:22 für Erlangen). Auch wenn für die Fans beider Lager ein Derbysieg immer eine gewisse Genugtuung ist, haben die beiden Trainer Jan Gorr und Adalsteinn Eyjölfsson andere Prioritäten. "Das ist ein Spiel, das gleich ein bisschen Emotionalität beinhaltet, das ist ein guter Rahmen für einen Test. Für uns geht es darum, möglichst schnell die Wettkampfhärte zurückzuholen", sagt Gorr.


HC Erlangen in guter Frühform

Aufgrund der personellen Probleme in der Vorrunde geht es für den Coburger Trainer weniger darum, neue Varianten auszuprobieren, sondern die bestehenden Abläufe zu perfektionieren. In Unterzahlsituationen sollen neue Möglichkeiten mit dem zusätzlichen Feldspieler ausprobiert werden. Ein Feldspieler, den die Coburger in dieser Saison vermissen, kehrt heute zum ersten Mal wieder in die HUK-Arena zurück: Nico Büdel. Der 28-Jährige muss zwar im breiten Erlanger Kader im Rückraum um seine Minuten kämpfen, hat aber seine Wichtigkeit für die Mittelfranken während seiner Einsätze immer wieder angedeutet. Insbesondere in den letzten Partien vor der Winterpause gegen die Füchse Berlin (fünf Tore) und Leipzig (drei) überzeugte Büdel.

Überhaupt scheint der HCE, der zwischenzeitlich zwölf Spiele sieglos blieb, im Dezember seinen Rhythmus gefunden zu haben. Mit zwei Siegen und einem Remis aus den letzten vier Spielen haben sich die Mittelfranken im Kampf um den Klassenerhalt etwas Luft verschafft. Dass die Mannschaft von Trainer Adalsteinn Eyjolfsson im Jahr 2018 von ihrer guten Form wenig eingebüßt hat, bewies sie beim 43:21-Kantersieg im Testspiel gegen den tschechischen Vertreter Talent Pilsen. Neben Christoph Steinert (zehn Tore), der auch in der Bundesliga Erlangens treffsicherster Akteur ist, glänzte auch Büdel mit acht Toren.

Während Erlangen am Dienstag mit seinem nahezu besten Aufgebot in der HUK-Arena auflaufen kann, muss Jan Gorr noch mindestens auf ein Quartett verzichten. Während die Rekonvaleszenten Tom Wetzel und Girts Lilienfelds weiter ihre Reha absolvieren und noch etwas länger ausfallen, ist bei Torhüter Oliver Krechel und Mittelmann Tobias Varvne Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Varvne soll bereits in den nächsten Tagen nach seiner Oberschenkelverletzung wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, Krechel (Sprunggelenksverletzung) brauche laut Gorr noch einige Tage länger, soll aber wohl auch nächste Woche wieder voll angreifen können.


Leichte Rückenprobleme bei Kiwi

Verzichten muss Gorr am Dienstag wohl auch auf Romas Kirveliavicius, der nach seinem EM-Einsatz mit der österreichischen Nationalmannschaft erst seit dem Wochenende wieder in Coburg weilt. Das ÖHB-Team scheiterte nach drei Niederlagen gegen Weißrussland, Frankreich und Norwegen bereits in der Vorrunde. "Er hatte überwiegend Abwehraufgaben zu lösen und das hat er recht souverän gemacht", zeigt sich Gorr mit seinem Nationalspieler zufrieden.

Der Wermutstropfen: Nach einem Schlag auf den Rücken in der Partie gegen Norwegen klagt der verletzungsgeplagte Österreicher über Rückenschmerzen - die HSC-Physiotherapeuten bleiben also weiterhin im Dauereinsatz. Der nächste Testspiel-Einsatz des HSC 2000 Coburg steht bereits am Donnerstag um 19 Uhr beim Ligakonkurrenten EHV Aue an.
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren