Weidhausen bei Coburg
Fußball-Kreisliga Coburg

Weidhausens Fabio Cannone: "Die Teams in der Kreisliga sind fitter und abgezockter"

Der FC Adler Weidhausen zählt zu den Geheimfavoriten der Liga. Bisher verkauft sich der Neuling unter Wert. Routinier Fabio Cannone nennt die Gründe.
Artikel drucken Artikel einbetten
Augen zu und durch die kleine Krise: Der FC Adler Weidhausen um den Landesliga-erprobten Fabio Cannone (rechts) hat mehr spielerisches Potenzial als bisher unter Beweis gestellt. Gegen den TSV Meeder mit Dennis Mujanovic (links) hielt der Aufsteiger gut mit, verlor jedoch knapp mit 1:2.  Foto: Lisa Hümmer
Augen zu und durch die kleine Krise: Der FC Adler Weidhausen um den Landesliga-erprobten Fabio Cannone (rechts) hat mehr spielerisches Potenzial als bisher unter Beweis gestellt. Gegen den TSV Meeder mit Dennis Mujanovic (links) hielt der Aufsteiger gut mit, verlor jedoch knapp mit 1:2. Foto: Lisa Hümmer

Der erste Doppelspieltag dieser Saison steht am Wochenende in der Kreisliga Coburg auf dem Programm. Nachdem Spitzenreiter TSV Meeder zuletzt beim 2:2 in Großgarnstadt erstmals Federn ließ, ist nach vier Spieltagen keine Mannschaft mehr verlustpunktfrei. Auf einen Punkt herangerückt an den Bezirksliga-Absteiger sind der TSV Heldritt und die TSG Niederfüllbach. Im unteren Tabellenbereich rangiert dagegen als Zwölfter der FC Adler Weidhausen. Was läuft beim hochgehandelten Aufsteiger und Geheimfavoriten aus Weidhausen noch nicht rund? Das Tageblatt fragte beim 33-jährigen Routinier Fabio Cannone nach.

Herr Cannone, der Start verlief für den FC Adler mit nur einem Sieg und drei Niederlagen schleppend. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Fabio Cannone: Unser Saisonstart war alles andere als optimal, natürlich haben wir uns das anders vorgestellt. Letzte Saison lief vieles noch lockerer. Unser Aufstieg war schön, das müssen wir jedoch abhaken. Die Kreisliga ist eben doch ein anderes Niveau, die Teams sind fitter und abgezockter. Wir waren gegen Meeder nicht viel schlechter und hätten einen Punkt verdient gehabt. Aber bei der Pleite gegen Großgarnstadt hatten wir einen ganz schlechten Tag und in Mönchröden haben wir den ersten Durchgang verschlafen. Ich hoffe, wir können in den kommenden Spielen besseren Zugriff finden und dann auch das nötige Quäntchen Glück erzwingen, um zu punkten.

Am Freitag gastiert Heldritt in Weidhausen. Was erwarten Sie?

Eine spielstarke Truppe um Joschka Fischer, der Partien im Alleingang entscheiden kann. Die Tagesform wird sicher ein wichtiger Faktor, aber nach den beiden Heimpleiten wollen wir endlich den Bock umstoßen und zu Hause siegen. Es wird auch entscheidend sein, ob wir es schaffen, unsere "Hochkaräter" in Tore umzumünzen, denn unsere Chancenverwertung war bislang mangelhaft.

Am Sonntag beim TSVfB Krecktal könnte schon richtig Druck auf Ihren und den Schultern Ihrer Teamkollegen lasten ...Wie gehen Sie damit um?

Ich habe schon einige Erfahrungen und weiß, dass es keine Pflichtsiege oder Ähnliches gibt. In der Kreisliga kann jeder jeden schlagen. Wille, Kampfgeist und Leidenschaft sind oft Trumpf gegen individuelle Einzelkönner. Auch beim TSVfB Krecktal erwartet uns sicher kein einfaches Spiel, aber wir haben die Qualität, um dort zu gewinnen, und müssen diese nun endlich auch auf den Rasen bringen.

Wie lautet Ihr konkretes Rezept, um aus der Minikrise zu kommen?

Wir müssen auf dem Feld wieder mehr arbeiten und die klassischen Tugenden in die Waagschale werfen. Dann werden wir auch wieder in die Erfolgsspur finden. Mit Maurizio Turturro kehrt am Freitag ein wichtiger Offensivmann ins Team zurück, er wird uns ganz sicher wieder helfen. Zudem zeigt die gute Trainingsbeteiligung mit über 20 Mann, dass wir der Minikrise entgegenwirken wollen.

Der FC Adler wurde vor der Saison als Geheimfavorit gehandelt, nun sind Sie aber auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Wie lautet Ihre weitere Prognose?

Intern hatten wir sicher nicht die ersten drei Plätze im Visier. Aber wir haben einen guten Kader und qualitativ starke Neuzugänge, so dass uns diese Rolle von außen zugeschoben wurde. Wir wollen uns in der Kreisliga finden und haben sicher auch die Qualität für bessere Ergebnisse als zuletzt. Aber in den ersten Wochen war es offensichtlich zu wenig. Das müssen wir kapieren und dagegensteuern. Aus eigener Erfahrung ist mir bekannt, dass viele Automatismen nicht mehr so greifen, wenn man längere Zeit im Tabellenkeller steht, deswegen wollen wir schnell Punkte sammeln und dort unten raus.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren