Wohlbach
3. Tischtennis-Bundesliga Süd

TTC Wohlbach besiegt den Spitzenreiter

Der Routinier sichert dem TTC Wohlbach mit seinem Einzelsieg am Schluss den 6:4-Heimerfolg gegen den Tabellenführer SV Salamander Kornwestheim.
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Yevgeniy Christ stemmte sich im letzten Spiel mit aller Macht gegen das drohende Remis: Der Routinier holte mit seinem Einzelsieg noch den entscheidenden Punkt für den Heimerfolg gegen Kornwestheim.  Foto: Horst Marr
Yevgeniy Christ stemmte sich im letzten Spiel mit aller Macht gegen das drohende Remis: Der Routinier holte mit seinem Einzelsieg noch den entscheidenden Punkt für den Heimerfolg gegen Kornwestheim. Foto: Horst Marr

Ein Spektakel mit Spannung bis zum letzten Ballwechsel erlebten die Wohlbacher beim Spitzenspiel der 3. Tischtennis-Bundesliga Süd: Der TTC Wohlbach setzte sich letztlich mit 6:4 gegen den SV Salamander Kornwestheim durch und zog nach Punkten mit den Schwaben gleich.

TTC Wohlbach - Salamander Kornwestheim 6:4

Für die Hausherren lief am Anfang alles nach Plan. Richard Vybony und Michal Benes siegten in ihrem Doppel ungefährdet gegen Josef Simoncik und Kay Stumper. Grozdan Grozdanov und Yevgeniy Christ konnten im zweiten Doppel allerdings nur den ersten Satz gewinnen und mussten sich der starken Paarung David Steinle/David Marek geschlagen geben.

Die ersten beiden Einzel gingen wunschgemäß an den TTC. Vyborny brauchte gegen den mit jugendlichem Elan spielenden Stumper einen Satz, um sich auf den Gegner einzustellen. Wesentlich härter tat sich Benes gegen Simoncik. Sein tschechischer Landsmann war verletzt und konnte sich nicht gut bewegen - aber gerade das machte ihn gefährlich, denn "aus dem Stand" spielte er volles Risiko. Doch Benes ließ sich nicht beirren und entschied den fünften Satz klar für sich. Die TTC-Herren führten zur Pause mit 3:1, jetzt waren Grozdanov und Christ im hinteren Paarkreuz gefordert.

Ihre Kontrahenten Steinle und Marek hatten beim Einspielen und im Doppel einen bärenstarken Eindruck hinterlassen. Grozdanov bestätigte seine ansteigende Form gegen Marek. Er fand gegen Marek die richtige Strategie und gewann mit tollen Vor- und Rückhandspins alle drei Sätze ganz knapp.

Christ stand dagegen gegen das einstmals größte Jugendtalent Deutschlands und ehemaligen Tischtennisprofi, David Steinle, auf verlorenem Posten. Er konnte fast keinen Aufschlag annehmen und musste eine Klatsche hinnehmen. Beim 4:2-Zwischenstand sah es richtig gut für die Wohlbacher aus. Noch besser wurde die Ausgangsposition für die Gastgeber, als Vyborny gegen Simoncik mit all seiner Routine nach einem 1:2-Satzrückstand die Partie noch drehte und den fünften Punkt nachlegte.

Das Unentschieden für den TTC war bereits gesichert, Benes hatte gegen Stumper die Möglichkeit, den Sieg bereits unter Dach und Fach zu bringen. Dazu kam es allerdings nicht, da der erst 16-jährige Stumper so schnell returnierte, dass Benes nicht wie gewohnt seine entscheidenden Spins setzen konnte. So verkürzten die Schwaben auf 3:5, nun war wieder das hintere Paarkreuz des TTC Wohlbach gefragt.

Grozdanov hatte gegen den bärenstarken Steinle genau wie Christ keine Chance und verlor glatt mit 0:3. Christ lag zu diesem Zeitpunkt mit 0:2 Sätzen gegen Marek zurück. Doch wieder schaffte es der Mann mit den Nerven wie Drahtseilen - wie bereits in Mühlhausen und Wöschbach - das Ruder noch herumzureißen. Im dritten Satz lag Christ schon 9:3 vorne, doch Marek glich noch zum 10:10 aus. Der Wohlbacher gewann den Durchgang noch mit 12:10. Im vierten und fünften Satz behielt Christ mit jeweils 11:9 die Oberhand und sicherte dem TTC den am Ende etwas glücklichen 6:4-Sieg.

TTC Wohlbach - SV Salamander Kornwestheim 6:4

Doppel: Vyborny/Benes - Simoncik/Stumper 3:0 (11:7, 11:5, 11:4), Grozdanov/Christ - Steinle/Mareki 1:3 (13:11, 6:11, 8:11, 6:11)

Einzel: Vyborny - Stumper 3:1 (3:11, 13:11, 11:5, 11:5), Benes - Simoncik 3:2 (11:9, 9:11, 7:11, 12:10, 11:5), Grozdanov - Marek 3:0 (11:8, 17:15, 11:6), Christ - Steinle 0:3 (4:11, 3:11, 4:11), Vyborny - Simoncik 3:2 (10:12, 11:9, 4:11, 11:5, 11:9), Benes - Stumper 1:3 (14:16, 7:11, 11:7, 5:11), Grozdanov - Steinle 0:3 (4:11, 9:11, 6:11), Christ - Marek 3:2 (6:11, 9:11, 12:10, 11:9, 11:9)



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