Coburg
Fussball-Kreisklassen

"Trächer" haben kein Erbarmen mit Scherneck

Die Spvg Eicha erzielte acht Tore in Scherneck und untermauerte damit ihre Ambitionen in der KK 3. Die "Adler" ziehen in der KK 1 bereits einsam Kreise.
Artikel drucken Artikel einbetten
Adrian Dürr (rechts) war im Derby beim TSV Scherneck nicht zu bremsen. Der Torjäger der Spvg Eicha "knipsete" beim 8:1-Auswärtssieg dreimal. In dieser Szene gewinnt er sogar das Kopfballduell gegen den höher springenden Karsten Sosniok. Foto: Timo Geldner
Adrian Dürr (rechts) war im Derby beim TSV Scherneck nicht zu bremsen. Der Torjäger der Spvg Eicha "knipsete" beim 8:1-Auswärtssieg dreimal. In dieser Szene gewinnt er sogar das Kopfballduell gegen den höher springenden Karsten Sosniok. Foto: Timo Geldner

Das war eine katastrophale Vorstellung der Gastgeber. Mehr als 120 Zuschauer trauten am Sonntagnachmittag bei bestem Fußballwetter und gut präpariertem Grün in Scherneck ihren Augen nicht. So schlecht hatten sie die Gastgeber seit Jahren nicht gesehen. Mit 1:8 verlor der TSV das Derby gegen eine kompromisslose, effektiv und höchst ambitioniert spielende Mannschaft aus Eicha.

Kreisklasse 3 Coburg

;

"So kann man einfach bei einem Derby nicht auftreten und braucht sich auch nicht wundern, wenn man sich dann irgendwo im Niemandsland der Tabelle findet", bilanzierte ein enttäuschter Schernecker Geschäftsführer Timo Kleiber treffend das Spiel.

Dabei sah es im ersten Durchgang gar nicht nach einem Debakel aus, denn die Gästeführung durch Schultheiß glich Dressel postwendend aus. Popp hatte dann sogar den Führungstreffer auf dem Schlappen, doch Eichas Torwart Meixner parierte seinen Schuss.

Das Prestigeduell war etwa ein Drittel der Partie völlig ausgeglichen, ehe das Unheil aus Sicht der Schützlinge des glücklosen Trainers Marco Madalschek ihr Unheil nahm: Zweimal Dürr und ein Eigentor vor der Pause sowie wieder der torgeile Dürr, Schultheiß, Dressel und der eingewechselte Neumann machten den Achterpack perfekt. Da staunte selbst die gut leitende Schiedsrichterin Gertrud Gebhard aus Hirschaid, die ein Einsehen mit den Platzherren hatte und ohne eine Sekunde Nachspielzeit pünktlich abpfiff.

Spvg Ahorn ist jetzt Spitze

;

Zur Tabellenführung reichten jedoch selbst diese acht Tore nicht, denn mit 29 Punkten bleiben die "Trächer" um Trainer Dirk Scheler auf dem dritten Tabellenplatz. Ganz oben gab es allerdings den von der Spvg Ahorn erhofften Führungswechsel. Während der Kreisliga-Absteiger seine Pflichtaufgabe zu Hause gegen die SpVgg Dietersdorf mit 4:2 löste, verlor der bisherige Tabellenführer, die Sportfreunde Unterpreppach, ihr zweites Spiel in Folge.

Unter der vorzüglichen Leitung des erst 14-jährigen Schiedsrichters Christian Kessler aus Hofheim hatte sich der gestürzte Primus das 2:3 auf heimischem Terrain gegen Vorjahres-Kreisligist TSV Bad Rodach jedoch selbst zuzuschreiben. Es fehlte an der Durchschlagskraft, zudem schlichen sich immer wieder Nachlässigkeiten in der Abwehr ein. Umso überraschender, da die Gäste nach der Roten Karte für Hägele (43.) eine Hälfte in Unterzahl waren, die Sportfreunde dies aber nicht zu nutzen wussten. Die Tore für die Thermalbadstädter erzielten Engelhardt (12., 63.) zur 1:0 Führung und zum 2:2-Ausgleich, ehe Hermann drei Minuten vor dem Ende tatsächlich noch das Siegtor für die "Löwen" gelang.

Kreisklasse 2 Coburg

;

Führungswechsel auch in der KK2: Der FC Baiersdorf gewann den Vergleich zwischen 1 und 2. Nach dem 2:0-Heimsieg gegen die TSF Theisenort grüßen nun die Baiersdorfer mit einem Zähler Vorsprung von der Tabellenspitze.

Aber auch der wiederum nur einen Punkt dahinter auf Platz 3 rangierende SV Fischbach meldet noch Ambitionen an, so dass das Rennen um die Herbstmeisterschaft bis zum letzten Vorrundenspieltag am nächsten Wochenende spannend bleibt. Schlusslicht ATSV Gehülz eroberte zwar seinen zweiten Zähler in dieser Serie (2:2 gegen FV Mistelfeld), doch bei sieben Punkten Rückstand auf das punktgleiche Duo auf den Rängen 14 und 15 (SG Roth-Main und SpVgg Obersdorf) sind die Hoffnungen auf den Klassenerhalt eher gering.

Kreisklasse 1 Coburg

;

Nach 14 von 30 Spielen gibt es nur noch wenige Beobachter in der Kreisklasse 1 Coburg, die am Aufstieg des FC Adler Weidhausen in dieser Saison zweifeln. Die "Adler" sind nach ihren namhaften Neuzugängen zweifelsohne die "Überflieger" schlechthin. 38 Punkte in 14 Spielen, also zwölf Siege und zwei Unentschieden. Dabei erzielt das noch ungeschlagene Team von Spielertrainer Gerardo Canonne stolze 43 Treffer und kassierte lediglich neun.

Fast 300 Fans beim Schlagerspiel

;

Eines davon am Sonntag im Spitzenspiel gegen den Tabellendritten FC Schwürbitz, das fast 300 Zuschauer erlebten. Da Alexander Stutzki für die "Adler" allerdings einen Dreierpack schnürte (41., 58., 73.) war die "Kiste" von Lukas Engelmann lediglich Ergebniskosmetik.

Die Schwürbitzer um ihren erfahrenen Spielertrainer Ulrich Backert, der gemeinsam mit Weidhausens Spielertrainer Gerardo Canonne glorreiche Landesligazeiten beim TSV Mönchröden prägte, haben nun eine Punkt weniger als der neue Tabellenzweite TSV Oberlauter. Die Elf von Trainer Uwe Sollmann gewann nämlich recht mühelos beim SV Meilschnitz mit 3:0. Packend war die Nachspielzeit bei der TSSV Fürth am Berg: Nicolai Hartleb erzielte tatsächlich noch im Derby gegen Nachbarn TSV Gestungshausen den Siegtreffer für die Gastgeber. Aus einer eher harmlosen Aktion heraus zog er mit rechts von der rechten Strafraumkante ab. Sein Ball wurde länger und länger und schlug zum Entsetzen der Gäste im langen, linken Eck ein.

Der Jubel im Lager der "Roten" kannte nach dem Schlusspfiff keine Grenzen, denn Torhüter Karsten Murmann entschärfte nach dem 2:1 mit einer tollen Flugeinlage und einem Übergreifer noch einen tollen Freistoß.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren