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Coburg
Handball

Torhüter halten Sieg der HSC-Reserve fest

Fabian Apfel und Tim Titze präsentieren sich beim glücklichen 30:27-Heimsieg des HSC 2000 Coburg II gegen den TSV Friedberg in starker Verfassung. Die Konkurrenz im oberen Tabellendrittel schwächelt.
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Dominik Bühler steuerte vier Treffer zum Coburger Sieg bei. Foto: Iris Bilek
Dominik Bühler steuerte vier Treffer zum Coburger Sieg bei. Foto: Iris Bilek

Der HSC 2000 Coburg hat am Sonntagnachmittag das Geduldsspiel gegen den TSV Friedberg in der Handball-Bayernliga gewonnen. Nach aufregenden 60 Spielminuten in einer Partie auf hohem Niveau setzten sich die Schützlinge von Trainer Ronny Göhl mit 30:27 (17:15) etwas glücklich, aber letztlich verdient durch.

Vor rund 100 Zuschauern in der BGS-Halle präsentierte sich nicht nur die Coburger Deckung gut organisiert, sondern diesmal wusste auch der Angriff über weite Teile zu überzeugen. Überzeugt haben am 17. Spieltag nicht alle Topteams der Bayernliga. So musste sich die lange Zeit führende TG Landshut der DJK Waldbüttelbrunn mit 28:35 deutlich geschlagen geben. Der Spitzenreiter aus Bayreuth (27:7 Punkte) ist nach dem 24:24 beim SV Anzing nur noch Erster, weil der VfL Günzburg (26:6) mit einem Spiel im Rückstand ist. Die Oberpfälzer ließen dem TSV Lohr beim 32:25-Heimsieg keine Chance.

Bayernliga, Männer

HSC 2000 Coburg II - TSV Friedberg 30:27 (17:15)

Die Partie gegen die Schwaben, die zuletzt zu Hause gegen das Schlusslicht verloren hatten, war für die Coburger wahrlich kein Spaziergang. Neben zahlreichen Verletzten musste Göhl nach wenigen Minuten noch auf Jonathan Rivera verzichten, der sich an der Wade verletzte. Die Coburger waren daher gezwungen, ihre Abwehr umzustellen. Das gelang sehr gut, denn Friedberg biss sich oftmals die Zähne an der 5:1-Deckung und besonders an den Torleuten Tim Titze und Fabian Apfel aus. Der Friedberger Torhüter Benjamin von Petersdorff stand dem HSC-Duo aber in nichts nach.

Das Spiel der Gäste prägte Fabian Astreiter, der nicht nur die Weichen aus dem Rückraum stellte, sondern neben Stefan Knittl (fünf Tore) mit zehn Treffern die Coburger Deckung immer wieder überraschte. Beim HSC war der Siegeswille jederzeit sichtbar, zu Beginn der zweiten Halbzeit war beim Stand von 18:15 aber etwas Sand im Getriebe. Die Gäste nutzten diese Schwächephase nach dem 4:4 zum zweiten Gleichstand (18:18, 35.). Zuvor führte Coburg in dieser sehr fairen Begegnung teils schon mit vier Toren, ohne dass es die nötige Ruhe in das Angriffsspiel der Mannschaft brachte. Die körperlich überlegenen Friedberger sorgten mit ihren 1:1-Versuchen immer wieder für Unruhe. Die letzte Viertelstunde ging sicherlich so einigen HSC-Fans an die Nieren, denn weder das 24:21 (46.) noch das 26:23 (51.) reichten, um sich zurücklehnen zu können.

Friedberg versuchte mit erhöhtem Einsatz alles und hatte auch Chancen, das Spiel zu drehen. Letztlich hielt aber der Coburger Rückraumspieler Andreas Wolf mit einigen wichtigen Treffern dagegen. Für die Entscheidung sorgte letztlich Max Preller mit seinem Tor zum 29:27 eine Minute vor Spielende. Ohne die Leistung der HSC-Feldspieler zu schmälern, standen die beiden Erfolgsgaranten aber im Tor. Tim Titze hatte gleich nach seiner Einwechslung (23.) mit einem gehaltenen Strafwurf einen klasse Einstand und glänzte in der Folge mit acht Paraden, ehe Apfel, ab der 51. Minute wieder im Kasten, mit Glanztaten und zwei abgewehrten Strafwürfen (57., 60.) die ehrgeizigen Gäste zum Verzweifeln brachte.

Stimmen zum Spiel

Ronny Göhl (HSC-Trainer): "Riesenglückwunsch und Kompliment an die Mannschaft, die, wie deutlich zu sehen war, wirklich großen Spaß am Spiel hatte. Ich glaube, wir haben heute gegen eine gestandene Mannschaft eine sehr gute Leistung gezeigt. Im Angriff machten wir eins unserer besten Spiele, haben viele freie Lösungen gefunden und wirklich gut gespielt."

Jakob Kassing (drei Tore): "Wir sind gut gestartet mit einer defensiven Abwehr, zehn Minuten vor der Halbzeit haben wir sie wieder durch eigene Fehler herankommen lassen. Die zweite Halbzeit war sehr durchwachsen, wir hatten Schwächen beim Abschluss. Die Abwehr hat meiner Meinung nach gepasst, außer gegen die Kreisläufer. Im Großen und Ganzen war es, ohne unseren gewohnten Mittelblock spielend, ganz ordentlich."

Die Statistik

HSC 2000 Coburg II: Apfel, Titze - Preller (2 Tore), Dettenthaler (2), Schmitt, Beyer (3), Kassing (3), Neumann, Rivera, Bühler (4), Lilienfelds (4), Knauer, Wolf (12/5 Siebenmeter) Schiedsrichter: Christopher Behrens / Christian Dechert Zuschauer: 100 Strafwürfe: 5/5 - 2/5 Zeitstrafen: 2 - 1

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