Coburg
Handball-Bezirksoberliga

Tom Kretschmer erlöst die SG Bad Rodach/Großwalbur

Der Goalgetter der Bad Rodacher sorgt mit seinem Treffer 20 Sekunden vor Spielende in Ahorn für den ersten Saisonsieg seiner Mannschaft.
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Die HG Hut/Ahorn um Paul Meusel (mit Ball) verspielte einen scheinbar komfortablen Vorsprung gegen die nie aufgebenden Gäste aus Bad Rodach/Großwalbur.  Foto: Erich Bilek
Die HG Hut/Ahorn um Paul Meusel (mit Ball) verspielte einen scheinbar komfortablen Vorsprung gegen die nie aufgebenden Gäste aus Bad Rodach/Großwalbur. Foto: Erich Bilek
Lebenszeichen der SG Bad Rodach/Großwalbur in der Handball-Bezirksoberliga: Im 18. Spiel gelang den Badstädtern der erste Saisonsieg bei der HG Hut/Ahorn. Nach einem zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand zu Beginn der zweiten Hälfte bewiesen Tom Kretschmer und Co. große Moral und siegten in einem Herzschlagfinale noch mit 29:28. Der Konkurrent um den 10. Platz, die SG 12 Bamberg/Hallstadt, kam derweil gegen den designierten Meister HG Kunstadt mit 17:47 böse unter die Räder.

HG Hut/Ahorn -
Bad Rodach/Gr. 28:29 (15:12)

Von der Atmosphäre früherer Derbys war vor einer überschaubaren Zuschauerzahl nur wenig zu spüren. Hut/Ahorn bestimmte auch ohne ihre verhinderten Coaches von Beginn an die Partie gegen einen Gegner, der zunächst seinen Status als bisher siegloser Tabellenletzter wohl nur bestätigen wollte. 6:2 führten die Gastgeber nach zehn und nach 20 Minuten mit 12:6. Dabei taten sich Dominik Birkner als sicherer Siebenmeterschütze und Jan-Philip Räder auf der Rechtsaußenposition besonders hervor. Bei den Badstädtern sorgten aber vor allem Tom Kretschmer und Christian Rottenbach dafür, dass sich die Tordifferenz bis zum Seitenwechsel doch wieder verringerte (15:12).
Als die Gäste gar auf 14:15 verkürzten, deutete sich zum ersten Mal eine mögliche Wende an. In dieser Phase war es dann allerdings Marius Lesch im HG-Tor, der mehrfach mit Glanzparaden gegen allein vor ihm auftauchende Gästeangreifer rettete. So setzte sich die Heimmannschaft erneut ab und schien bei 20:14 (37. Minute) und auch noch bei 25:20 (45.) wieder in der Erfolgsspur. So wie die Hausherren in der letzten Viertelstunde völlig von der Rolle gerieten, so übernahm die SG das Kommando und durfte am Ende den nicht unverdienten ersten doppelten Punktgewinn in dieser Saison feiern.

HG Hut/Ahorn:
Ponsel, Lesch; Schulze (2), Döbereiner (5), Hanke, Weikard (2), Birkner (8/7), Hofmann (1), Räder (4), Staub (1), Friedrich, Balkan (3), Beetz, Meusel (2).
SG Bad Rodach/Großwalbur: Lippold; Lutz, Gräßel, Rottenbach (9/2), B. Wutschka (4), Tendera (1), Kuhn (1), Kretschmer (12/2), Kräußlich (2), Weschenfelder, Schlund. ueb


TV Gefrees -
HSG Rödental/N. 22:34 (11:17)

Nach dem schwachen Auftritt vergangene Woche beim Heimspiel gegen Bamberg galt es für die HSGler, sich wieder aus dem kleinen Tief zu befreien. Verzichten mussten die Rödentaler auf Fabian Cichon, Leon Korn und Marcel Heil. Offensiv ließ die HSG den Ball munter laufen und erarbeitete sich viele gute Wurfchancen. Defensiv brauchte man jedoch ein wenig, um ins Spiel zu finden. So erzielten die Hausherren ihre Tore immer wieder aus Abprallern oder über die Außenpositionen. Nach rund 10 Minuten fanden die Hummelstädter dann immer besser ins Spiel. Die von Daniel Krauß gut organisierte Abwehr stand nun sicherer und im Angriff sorgte Florian Kirchner immer wieder mit Übersicht und schönen Anspielen für Torgefahr. Ein Highlight der ersten Halbzeit war zweifelsohne ein "Kempa-Tor" von Florian Bernecker. Zur Pause stand ein leistungsgerechtes 11:17 auf der Anzeigetafel.
In der zweiten Hälfte spielte die HSG weiter schnell nach vorne und wusste über seine treffsicheren Außen Günther, Jäckel, Weißbrodt und Bernecker zu Chancen und Toren zu kommen. Letztendlich feierten die HSG am späten Sonntagabend einen ungefährdeten 34:22-Auswärtssieg. Erfreulich auch, dass sich alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten.

Rödental/Neustadt:
Cichon, De Rooij; Anthofer (3), Metz (4), Jäckel (5), Bernecker (3), Krauß (1), Göpfert (2), Schuhmann (1), Günther (5), Kirchner (1), Weißbrodt (9/2). metz


HaSpo Bayreuth II -
TV Weidhausen 28:25 (14:8)

"Die 1. Halbzeit pfui, die 2. Halbzeit hui," so brachte es Weidhausens Trainer Frank Steinberger nach dem Spiel gegen die HaSpo-Reserve auf den Punkt. Für den TVW, der mit nur zwei Auswechselspielern anreiste, war gegen die von Beginn an aggressive und vor allem schnellbeinige Abwehr des Gastgebers kaum ein Durchkommen, zumal Bayreuth auch über einen reaktionsstarken Torwart verfügte. So stand es in der 15. Spielminute bereits 8:3 für die Heimmannschaft. Auch die Auszeit der Gäste brachte nicht den gewünschten Erfolg. Weidhausen wirkte im Angriff ideenlos und in der Rückwärtsbewegung zu langsam. Folgerichtig stand zum Pausenpfiff ein 14:8 auf der Anzeigetafel.
In der zweiten Hälfte spielte Weidhausen im Angriff viel druckvoller. Die Lücken im Deckungsverbund der Bayreuther wurden größer und die Anspiele erreichten den Kreisläufer Christian Büttner, der treffsicher verwertete. Der TVW kämpfte sich auf 14:18 (40.) heran. Als Christian Freitag nach einem Tempogegenstoß in der 50. Spielminute zum 23:21 traf, schien noch einmal alles möglich zu sein. Zwei Tore in Folge von Allan van Kluyve besiegelten dann aber die Niederlage.

TV Weidhausen:
Zapf, Faber; Bauer (9/2), F. Büttner (5), Gebhard, Recknagel (4), Werner (2), Querfeld , C. Büttner (4), Freitag (1). kag


SG Bamberg/Hallstadt -
HG Kunstadt 17:47 (8:21)

Die HG Kunstadt darf bereits der Sekt für das wohl vorentscheidende Heimspiel gegen die SG Bad Rodach/Großwalbur in zwei Wochen kalt stellen. Der Schritt in die nächsthöhere Klasse ist demnach nicht nur verdient, sondern im Zeichen solcher Ergebnisse auch dringend notwendig.
Dabei sah es am Anfang des sonntäglichen Gastspieles noch gar nicht nach dem so klaren Kantersieg aus. Hajck Karapetjan verwandelte zunächst per Siebenmeter in der neunten Minute zum 5:5-Ausgleich, doch so richtig kam der Kunstadter Offensiv-Express erst ab der 13. Minute und somit beim Stand von 7:8 ins Rollen. In den darauffolgenden 23 Minuten traf Hallstadt nur noch dreimal ins Kunstadter Gehäuse. Und in der Offensive spielten sich die Gäste nun in einen wahren Rausch, der vom jungen Tarek Legat angeführt wurde. Bei den Hausherren vermisste man zunehmend die nötige Gegenwehr, was die weiterhin hungrige HGK über Zwischenstände von 12:30 (40.) und 15:37 (50.) nutzte, ehe ein starker Schlussspurt das ohnehin klare Ergebnis noch auf 17:47 nach oben schraubte.

Kunstadt:
Kießling, Swoboda; Legat (14), O. Oester (7), Karapetjan (6/2), Scholz (6), Deuber (5), N. Oester (4), Andersson (2/2), Maile, Jung (3). mts
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