Coburg
Fußball-Bezirksliga West

Starke Premiere für SV Ketschendorf

Das Team von Spielertrainer Patrick Schuberth dominiert lange Zeit gegen den Favoriten SC Ebersdorf und hätte den Sieg verdient gehabt. Aufgrund der schlechten Chancenverwertung reichte es aber nur zu einem 1:1.
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Der Ebersdorfer Andreas Böhnlein (rotes Trikot) bleibt in dieser Szene im Duell mit Ketschendorfs Kapitän Simon Reuss Sieger. Zehn Minuten vor Abpfiff sah Böhnlein die Gelb-Rote Karte.  Foto: Lisa Hümmer
Der Ebersdorfer Andreas Böhnlein (rotes Trikot) bleibt in dieser Szene im Duell mit Ketschendorfs Kapitän Simon Reuss Sieger. Zehn Minuten vor Abpfiff sah Böhnlein die Gelb-Rote Karte. Foto: Lisa Hümmer
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Aufsteiger SV Ketschendorf legt einen gelungenen Start in die Bezirksliga West hin: Beim 1:1 gegen den Mitfavoriten auf den Titel, SC Sylvia Ebersdorf, spielte die Mannschaft von Spielertrainer Patrick Schuberth von Beginn an gefällig nach vorne, attackierte die Ebersdorfer früh im Spielaufbau und hat sich somit den Punkt redlich verdient.

Die Ebersdorfer enttäuschten im ersten Spielabschnitt und deuteten erst in Halbzeit 2 ihre ohne Zweifel vorhandene Klasse an.

SV Ketschendorf - SC Sylvia Ebersdorf 1:1 (0:0)

Vom Anpfiff weg spielte die Buchberg-Elf vor 333 Zuschauern mutig nach vorne und kam zu einigen Torabschlüssen, die allerdings zu überhastet abgeschlossen wurden. Erst nach einer Viertelstunde kam es zur ersten Torannäherung der Gäste. Die erste gute Möglichkeit hatte Ketschendorf durch Jonathan Tritscher. Sein Kopfball nach Flanke von Schuberth verfehlte aber sein Ziel.

Die Gastgeber waren nun klar die aktivere Mannschaft und hatten zwei weitere Chancen durch Tritscher, der nach 34 Minuten frei vor Torhüter Uwe Knauer auftauchte, aber über das Gehäuse schoss. Auch Tolga Jungkunz verfehlte das Tor mit einem Schuss aus rund 18 Metern. Mit Glück retteten die Gäste das 0:0 in die Halbzeitpause. Auch im zweiten Durchgang waren die Hausherren sofort wieder im Vorwärtsgang. Nach einem schönen Konter über Jungkunz und Moritz Mönch erzielte Jungkunz mit einem strammen Schuss von der linken Seite ins lange Eck das 1:0 (51.).

Die Führung sollte allerdings nur fünf Minuten halten. Sylvia-Neuzugang Tim Knoch nutzte eine Unordnung in der Ketschendorfer Abwehr aus und köpfte aus zwei Metern ins Netz. In der Folge kam Ebersdorf nun stärker auf, Ketschendorf stand tiefer, kam aber trotzdem zu einer weiteren Großchance. Tritscher scheiterte aber frei stehend an Knauer, der Nachschuss ging neben das Tor. Danach gab es viele Freistöße aus dem Halbfeld für Ketschendorf, die aber keine Gefahr erzeugten. Tritscher hatte eine weitere Möglichkeit, doch wieder war der Sylvia-Keeper zur Stelle.

Böhnlein sieht Gelb-Rot

Zehn Minuten vor Spielende musste der Ebersdorfer Andreas Böhnlein mit Gelb-Rot den Platz vorzeitig verlassen. Gefährliche Aktionen gab es aber auf keiner Seite mehr.

Am Ende ein insgesamt glücklicher Punktgewinn für die Mannschaft von Trainer Dieter Kurth, die von der mangelnden Chancenverwertung der Buchberg-Elf profitierte.

Kunick und Graf drehen für den TSV Sonnefeld die Partie in Marktzeuln

Der Neuanfang beim TSV Sonnefeld nach der frustrierenden Landesliga-Saison ist geglückt: Mit zwei späten Toren drehte das Team von Coach Heiko Schröder die Partie beim TSV Marktzeuln und sammelte einen wichtigen Dreier für das Selbstvertrauen. TSV Marktzeuln - TSV Sonnefeld 1:2 (0:0)

370 Zuschauer sahen eine recht zerfahrene Partie zum Saisonauftakt. Die Marktzeulner konzentrierten sich erfolgreich auf die Defensive und konnten so verhindern, dass die Sonnefelder in den ersten 45 Minuten auch nur einen einzigen Schuss auf das Tor von Bernd Grebner zustandebrachten.

Im Spielaufbau wirkten die Gäste zwar souveräner und geordneter, spätestens 20 Meter vor dem Zeulner Tor war Sonnefeld aber harmlos. Der heimische TSV kam hingegen durch Adrian Kremer (16.) und Jelsan Yesurajah (33.) zu zwei guten Möglichkeiten. In der 40. Minute verpasste Kremer fünf Meter vor dem Tor eine flache Hereingabe seines Offensiv-Partners Yesurajah knapp, so dass es mit einem 0:0 in die Pause ging. In der 55. Minute schickte der Unparteiische zum Entsetzen der Gastgeber Kremer, der bereits nach drei Minuten wegen Ballsperrens verwarnt worden war, nach dessen erstem Foul in der Partie mit Gelb-Rot vom Platz.

Die Hausherren ließen sich von der Unterzahl zunächst nicht beeindrucken. Fünf Minuten später schlenzte Neuzugang David Daumann einen Freistoß in den Sonnefelder Strafraum. Christian Schöps verlängerte den Ball mit dem Kopf auf Yesurajah, der den Ball ins Tor köpfte, dabei aber im Abseits stand. Nur zwei Minuten später gelang der Heimelf ein Ballgewinn im Sonnefelder Spielaufbau, der Ball kam auf die Außenbahn zum aufgerückten Florian Stark, der in den Strafraum eindrang und überlegt ins lange Eck zum 1:0 einschob.

Doch bereits in der 70. Minute "chippte" Toni Graf einen Ball über die herauseilende Zeulner Abwehr. Diesen nahm Noah Büchner auf und erzielte aus stark abseitsverdächtiger Position den aufgrund der höheren Spielanteile sicher verdienten Ausgleich für die Gäste. In der 82. Minute bekam der Landesliga-Absteiger einen Freistoß am Zeulner Strafraumeck. Den Ball wehrte Grebner zwar noch mit einer starken Parade ab, den Abpraller drückte der Sonnefelder Kapitän Sebastian Kunick aus kurzer Distanz zum 1:2 über die Linie.

"Mönche" bleiben trotz Überzahl ohne Tor

Der TSV Mönchröden musste sich zum Bezirksliga-Auftakt mit einem 0:0 beim TSV Ebensfeld begnügen. TSV-Trainer Thomas Hüttl erwartete eine schwere Aufgabe und genauso kam es auch. In der ersten Halbzeit hatten die Ebensfelder die besseren Möglichkeiten, im zweiten Abschnitt waren die "Mönche" zwar aktiver, aber schafften es trotz 30-minütiger Überzahl nicht, entscheidend vor das das Ebensfelder Tor zu kommen. Die Partie war vor allem von harten Zweikämpfen geprägt.

TSV Ebensfeld - TSV Mönchröden 0:0

Keine Tore bekamen die 200 Zuschauer im Karl-Reinlein-Stadion am Sonntagnachmittag zu sehen.

Das Team des Ebensfelder Trainers Oliver Kellner musste am Ende froh sein um den Punkt, denn seine Mannschaft spielte in der der letzten halben Stunde in Unterzahl, nachdem Florian Häublein in der 62. Minute die Rote Karte gesehen hatte. Er hatte den Mönchrödener Lukas Köhn von hinten gefoult.

Kellner musste schon nach 15 Minuten wechseln. Für den verletzten Florian Storath kam Jonas Schober. Die erste Chance hatte die Heimelf. Simon Schug schoss in der 23. Minute einen Freistoß knapp über die Latte. Dominik Kremer vergab nach einem Eckball von Häublein aus kurzer Distanz (35.). Zehn Minuten nach dem Seitenwechsel lag der Ball im Ebensfelder Netz, doch Philipp Engelhardt stand beim Doppelpass mit Niklas Ehrlich im Abseits.

Die Partie wurde in der Folge hitziger. Schiedsrichter Sandro Do Adro hatte neben der Roten Karte gegen Häublein noch alle Hände voll zu tun. Insgesamt zückte er zehnmal die Gelbe Karte, sieben davon in der Schlussviertelstunde. Vor den Toren passierte dagegen nicht mehr viel, so dass es beim torlosen Unentschieden blieb.

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