Coburg
Luftgewehr-Bundesliga

SG Coburg zieht Kopf noch aus der Schlinge

Die Coburger schwächeln bei ihrer Premiere in der Pestalozzihalle gegen den SV Buch, zeigen aber beim 3:2-Sieg gegen Niederlauterbach die richtige Reaktion.
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Erleichterung pur bei Sabrina Hößl (links) und den Zuschauern nach ihrem knappen Sieg gegen den Niederlauterbacher Maximilian Dallinger.
Erleichterung pur bei Sabrina Hößl (links) und den Zuschauern nach ihrem knappen Sieg gegen den Niederlauterbacher Maximilian Dallinger.
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Dramatische Wettkämpfe mit Spannung bis zum letzten Schuss erlebten die Zuschauer in der Coburger Pestalozzihalle - mit einem guten Ende für die Luftgewehr Bundesliga-Schützen der SG Coburg. Nach der überraschenden 2:3-Niederlage gegen den bisherigen Tabellenletzten SV Buch, rehabilitierten sich die Vestestädter am Sonntagmittag mit einem knappen Erfolg gegen den SV Niederlauterbach. Als Tabellenfünfter, punktgleich mit dem Tabellenzweiten Vöhringen, steht die Tür zum Bundesliga-Finale (2./3. Februar 2019) immer noch offen.

Etwas Wehmut schwingte bei den Verantwortlichen der SG Coburg schon mit, dass die "Anger-Veste" als Heimkampfstätte Geschichte ist. "Sie war wie ein Tempel für uns, schließlich sind wird dort Deutscher Meister im Jahr 2009 geworden", sagte Oberschützenmeister Hans-Herbert Hartan, fügt aber an, dass sich auch die Pestalozzihalle optimal für eine solche Veranstaltung eignen würde. Das fanden auch die mehreren Hundert Zuschauer, die für eine fast volle Halle sorgte.

Bucher wachsen über sich hinaus

Nur die Coburger Schützen fremdelten anfangs noch etwas in ihrem neuen "Wohnzimmer". Am Samstagabend stand für das "Team CO" die vermeintlich leichtere Aufgabe auf dem Programm, aber der bis dahin sieglose SV Buch wuchs förmlich über sich hinaus.

Weltmeister Bernhard Pickl musste seinen Punkt gegen die überraschend starke Schweizerin Petra Lustenberger mit 394:397 abgeben. Sabrina Hößl dagegen setzte sich mit starken 396 Ringen gegen Stephanie Bauer (391) durch. In der Mittelpartie kam es zwischen Jürgen Wallowsky und Tobias Bäuerle nach jeweils 393 Ringen zum Stechen. Der Bucher behielt die Nerven und gewann mit 10,0 zu 9,9.

Manuel Wittmann holte seinen Punkt mit 392 Ringen, während Lorenz Gluth mit der gleichen Ringzahl an an Jana Knaier, die mit 394 Ringen ihre Saisonbestleistung erzielte, scheiterte. Die knappe 2:3-Niederlage war besiegelt.

Der Sonntagswettkampf gegen Niederlauterbach sollte noch etwas dramatischer werden als das Duell am Samstag. Pickl blieb erneut unter seine Möglichkeiten und musste sich seiner Landsfrau Olivia Hofmann mit 393:398 Ringen geschlagen geben. Das Duell zwischen Sabrina Hößl und Maxi Dallinger blieb bis zum letzen Schuss auf des Messers Schneide - am Ende behielt Hößl mit 393:392 die Oberhand. In der Mittelpartie stand es nach 40 Schuss mit je 396 Ringen unentschieden zwischen Altmeister Wallowsky und Daniel Brodmeier. Wie am Vortag musste der Coburger wieder ins Stechen.

In den ersten beiden Schüssen erzielten beide Schützen jeweils eine Neun. Im dritten Stechschuss setzte sich der Routinier dann mit 10:8 durch und fuhr den wichtigen Punkt ein. Manuel Wittmann musste seinen Einzelpunkt mit 390:394 abgeben. Zwischen Gluth und dem gebürtigen Gruber Andreas Geuther entwickelte sich ein Krimi. So dauerte es bis zum 36. Schuss, ehe sich Gluth mit 392:391 durchsetzte und den entscheidenden dritten Punkt für die Vestestädter einfuhr. Die Hoffnungen der SG Coburg auf die Bundesliga-Endrunde blieben damit am Leben.

Der letzte Wettkampf vor dem Finale führt die Coburger am 5. und 6. Januar nach Vöhringen, wo es gegen Prittlbach (6. Platz) und Petersaurach (3.) geht.



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