Neustadt bei Coburg
2. DCU-Sportkegler-Bundesliga

Schlusspaar des PSV Franken Neustadt hält dem Druck stand

Die zuletzt schwächelnden Michael Lohrer und Michael Moosburger präsentieren sich in Geraberg stark verbessert und bringen den wichtigen Auswärtssieg in Thüringen ins Ziel.
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Mit 991 Holz einer der Garanten für den Auswärtssieg in Geraberg: Michael Lohrer Foto: Hagen Lehmann/Archiv
Mit 991 Holz einer der Garanten für den Auswärtssieg in Geraberg: Michael Lohrer Foto: Hagen Lehmann/Archiv

Der PSV Franken Neustadt hat sein Nachholspiel in der 2. DCU-Sportkegler-Bundesliga im thüringischen Geraberg mit 5810:5784 gewonnen. Eine Überraschung, schließlich präsentierten sich die Franken in der Vorwoche mit nur 5328 Holz noch sehr schwach und wussten, dass sie sich deutlich steigern mussten, um etwas Zählbares mitzunehmen. Das gelang - auch weil die taktische Maßnahme, das Team komplett umzustellen, fruchtete.

SV 08 Geraberg - PSV Fr. Neustadt 5784:5810

Den Start machte diesmal Kapitän Jürgen Bieberbach mit Sascha Hammer zusammen. Die beiden Neustadter bekamen es mit Matthias Röser und Michael Weidner zu tun. Jürgen Bieberbach war relativ gut aus den Startlöchern gekommen, ehe er zum Ende seines zweiten Räumdurchganges den Turbo zündete und sich nach 100 Wurf bereits mit 508 Holz eine sehr gute Ausgangsposition verschaffte. Er behielt sein gutes Niveau bei und kämpfte sich zum Ende auf erstklassige 992 Holz. Diese waren auch bitter nötig, da sein Gegner Matthias Röser sich nach schwachem Start auf 986 Holz kämpfte.

Sascha Hammer hatte bei den ersten Versuchen mit sich selbst und den glatten Kugeln gehadert, biss sich aber ins Spiel und machte dann seine Sache sehr gut. Er hatte Michael Weidner (940) jederzeit im Griff und erspielte sich ganz starke 989 Holz. Somit erreichte das Franken-Duo zusammen erstklassige 1981 Holz und holte 55 Kegel Vorsprung für seine Farben.

Dietmar Gäbelein und Bastian Bieberbach bekamen es in der Mittelachse mit Tino Roepke und Steven Eißer zu tun. Gäbelein hatte sichtbar seine Probleme mit der Anlage. Er bewies dennoch in kritischen Momenten Moral und kämpfte sich immer wieder an seinen Kontrahenten Roepke (968) heran. Am Ende standen brauchbare 943 Kegel für den Routinier an der Anzeige. Bastian Bieberbach konnte trotz guten Starts sein Spiel nie richtig aufziehen.

Viele Wechselgassen und acht Fehler ließen nicht mehr als 913 Kegel zu. Das war allerdings nicht so schlimm, da sein Gegner Steven Eißer sein schwächstes Heimspiel in dieser Saison ablieferte und mit 910 Kegeln unter seinen Möglichkeiten blieb. 33 Kegel Vorsprung blieben für das Neustadter Schlusspaar übrig.

Michael Moosburger und Michael Lohrer hatten die Aufgabe, diese Führung gegen Florian Leihbecher und Tino Perlt zu behaupten. Moosburger hatte den Start in die "Vollen" komplett verschlafen und verlor schon mächtig an Boden. Was aber ab den 39. Wurf passierte, glich einer "Auferstehung". Sämtliche Unsicherheiten waren verschwunden, die Aufholjagd gegen Leihbecher (974) konnte beginnen. Sehr gute Räumdurchgänge und wenige Fehler brachten Moosburger 982 Kegel ein. Schlussendlich nahm er seinem Gegner sogar acht Kegel ab. Auch Lohrer war nach Problemen in den vergangenen Wochen kaum wiederzuerkennen. Er zeigte vom ersten Wurf an eine richtig gute Vorstellung. Sehr starke 685 Holz in die Vollen brachten Lohrer auf erstklassige 991 Holz. Sein Gegner Tino Perlt machte mit 1006 Holz ebenfalls ein starkes Spiel.

Am Ende blieben in einem jederzeit spannenden und guten Zweitligaspiel 26 Kegel Vorsprung für die Franken übrig. Die 5810 Holz waren der Bestwert für eine Auswärtsmannschaft in Geraberg in dieser Spielzeit. Die Neustadter präsentierten sich diesmal als echte Mannschaft und wollen auf diese Leistung auch im letzten Heimspiel am 14. Dezember gegen Fraureuth aufbauen.

Stimme zum Spiel

Jürgen Bieberbach (Kapitän PSV Franken): "Wir wussten, dass es heute extrem schwer wird, umso mehr freue ich mich, dass es uns gelungen ist, den ,Big Point' zu setzen. Wir konnten Geraberg unter Druck setzen, was auch ein Schlüssel zum Erfolg war, da unser Gegner seine Heimspiele immer mehr als souverän gewinnen konnte. Dadurch bleiben wir im Titelrennen, was bei einer Niederlage schwer gewesen wäre."

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