Coburg
Luftgewehr-Bundesliga

Saison-Endspurt der SG Coburg: "Werden volles Rohr angreifen"

Die Coburger sind am letzten Wettkampfwochenende gegen zwei Topmannschaften gefordert. Der Einzug in die Endrunde ist nur noch rechnerisch möglich.
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Die SG Coburg um Manuel Wittmann will in den letzten zwei Wettkämpfen in Fürth für eine Überraschung sorgen.  Foto: CT-Archiv
Die SG Coburg um Manuel Wittmann will in den letzten zwei Wettkämpfen in Fürth für eine Überraschung sorgen. Foto: CT-Archiv
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Einzug in die Bundesliga-Endrunde, gesicherter Mittelfeldplatz oder Abstieg? Für die Coburger Luftgewehrschützen sind vor dem letzten Wettkampfwochenende in Fürth noch alle drei Optionen möglich. "Die Möglichkeit, dass wir es noch in die Endrunde schaffen, überlasse ich liebe den ganz großen Optimisten, ich bin da eher Realist", sagt SG-Mannschaftsführer Jürgen Wallowsky.

Und in der Tat müsste für die Coburger, die nach neun Wettkämpfen auf dem 8. Rang stehen, am Wochenende alles perfekt laufen, damit der Sprung auf den vierten Platz noch gelingt. Die SG müsste ihre beiden Wettkämpfe gegen die Topmannschaften SV Petersaurach (Samstag, 15 Uhr) und gegen Bund München (Sonntag, 10 Uhr) möglichst hoch gewinnen, und wäre darüber hinaus auf Schützenhilfe in den anderen Duellen angewiesen. Der aktuelle Tabellenvierte Eichenlaub Saltendorf müsste beispielsweise mindestens einen Kampf gegen die beiden Kellerkinder Brigachtal (11. Platz) und Kronau (12.) verlieren, damit die Coburger noch eine Chance auf den vierten Rang haben, der zur Teilnahme an der Bundesliga-Endrunde am 3. und 4. Februar in Paderborn berechtigt.


Alle fünf Niederlagen hauchdünn

So scheint es sehr wahrscheinlich, dass die SG Coburg zum zweiten Mal in Folge die angepeilte Finalrunde verpasst. Einen Vorwurf kann Wallowsky dem Team allerdings nicht machen: "Wir haben in dieser Saison gut geschossen, sogar überdurchschnittlich gut, konnten aber in den entscheidenden Momenten die ,Big Points' nicht setzen. Das hat uns den Platz im Mittelfeld eingebrockt, die Leistungsdichte in dieser Liga ist einfach extrem hoch." Ein Blick auf die Ergebnisse stützt die These des 51-Jährigen, denn alle fünf verlorenen Wettkämpfe gingen mit 2:3 Einzelpunkten äußerst knapp verloren.

Zuletzt gab es auch gegen den Außenseiter Brigachtal eine bittere Niederlage, bei der Wallowsky selbst mit nur 386 Ringen schwächelte. "Ich konnte mir eine Serie von drei schlechten Schüssen selbst nicht wirklich erklären", sagt Wallowsky, der einen technischen Defekt nicht ausschließt und deshalb mittlerweile sämtliche Komponenten des Sportgerätes in seiner Werkstatt ausgetauscht hat. Sollten die Coburger beide Kämpfe am Wochenende verlieren, ist sogar der Abstieg aus der 1. Bundesliga Süd nicht ausgeschlossen. Da die SG aber eine gute Bilanz bei den Einzelpunkten aufweist (22:23), erscheint dieses Szenario bei vier Punkten Vorsprung auf den Abstiegsrang 11 noch unwahrscheinlicher als der Einzug in die Endrunde.

Die Topschützin Nikola Mazurova wird den Coburgern am Wochenende aufgrund eines gleichzeitig stattfinden Qualifikationswettkampfes für die Europameisterschaft der Luftdruckwaffen nicht zur Verfügung stehen. Für die Tschechin ist diesmal Bernhard Pickl im Coburger Aufgebot. Der Österreicher hat sein Ticket für die Luftgewehr-EM bereits am vergangenen Wochenende gelöst. "Ich hoffe, dass er die gute Form und Stimmung mit nach Fürth nimmt", sagt Wallowsky. "Bernhard passt menschlich wie die Faust aufs Auge in die Mannschaft. Leistungstechnisch konnte er bei uns noch nicht sein ganzes Potenzial umsetzen, aber es ist normal, dass man sich in seiner ersten Saison bei einem Verein erst akklimatisieren muss."


Engleder in bestechender Form

Zwei seiner drei Duelle hat Pickl in dieser Saison bisher verloren. Wallowsky weiß, dass es schwierig wird, diese Bilanz am Wochenende aufzupolieren, schließlich muss sich der Österreicher am Sonntag unter anderem mit der besten Schützin der Liga, Olympiasiegerin Barbara Engleder (Bund München), messen. Neben Pickl geht für die SG das gewohnte Quartett bestehend aus Sabrina Hößl (Position 2), Manuel Wittmann (3), Wallowsky (4) und Lorenz Gluth (5) an den Start. An einen ruhigen Saisonausklang verschwendet keiner der Coburger Schützen einen Gedanken. "Wir werden volles Rohr angreifen", gibt Wallowsky die Marschroute vor.
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