Coburg
Handball-Bayernliga

Reserve des HSC 2000 Coburg: Die vier "Oldies" und die wilden 13

Jonathan Rivera, Andreas Wolf, Dominic Kelm und Girts Lilienfelds wollen gemeinsam mit einer Reihe von Nachwuchstalenten in der höchsten Spielklasse Bayerns durchstarten. Zum Auftakt gastiert der HSC II bei Aufsteiger Anzing.
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Das Team des HSC Coburg II für die kommende Bayernliga-Spielzeit (obere Reihe, von links): Trainer Till Riehn, Patrick Pernet, Jonathan Rivera, Andreas Wolf, Lukas Dude, Dominic Kelm, Max Preller und Trainer Ronny Göhl. Untere Reihe, von links: Ferdinand Schmidt, Benny Beyer, Fabian Apfel, Tim Titze, Jakob Kassing und Niklas Knauer. Es fehlen: Dominik Bühler, Dino Mustafic, Vincent Plötz, Rick Harder, Girts Lilienfelds, Marvin Munoz, Udo Wittmann (Betreuer), Marco Herold (Betreuer) und Laura ...
Das Team des HSC Coburg II für die kommende Bayernliga-Spielzeit (obere Reihe, von links): Trainer Till Riehn, Patrick Pernet, Jonathan Rivera, Andreas Wolf, Lukas Dude, Dominic Kelm, Max Preller und Trainer Ronny Göhl. Untere Reihe, von links: Ferdinand Schmidt, Benny Beyer, Fabian Apfel, Tim Titze, Jakob Kassing und Niklas Knauer. Es fehlen: Dominik Bühler, Dino Mustafic, Vincent Plötz, Rick Harder, Girts Lilienfelds, Marvin Munoz, Udo Wittmann (Betreuer), Marco Herold (Betreuer) und Laura Kramp (Physiotherapeutin). Foto: HSC 2000 Coburg

Für die zweite Mannschaft des HSC 2000 Coburg beginnt mit der Saison 2019/20 eine neue Zeitrechnung. Drei Spielzeiten haben die Vestestädter zuletzt in der 3. Liga verbracht, zweimal wurde der Klassenerhalt knapp gesichert, im dritten Anlauf hat es nicht geklappt. Das Trainerteam um Ronny Göhl und Till Riehn ist geblieben und hat im Sommer gemeinsam mit Jan Gorr, Cheftrainer der ersten Mannschaft und Sportlicher Leiter des HSC, die vergangene Saison analysiert. Seit einigen Wochen heißt es für Göhl und Riehn aber nur noch nach vorne zu schauen - die Bayernliga ruft.

"Wir haben intern ein paar Ziele definiert, die wir diese Saison erreichen wollen", so Göhl. Wie diese im Detail aussehen, verrät der Coburger Übungsleiter zwar nicht, eines ist jedoch sicher: die Mannschaft wird mit viel Energie darauf hinarbeiten und ist guten Mutes, die gesteckten Ziele erreichen zu können. Aufgrund der guten Mischung aus erfahrenen und hochtalentierten Akteuren sollte zumindest ein Platz im oberen Tabellendrittel machbar sein.

Starten wird die Bayernliga-Saison für den HSC II am Samstag um 16 Uhr mit einem Auswärtsspiel beim SV Anzing. Keine einfache Aufgabe für die Coburger, schließlich haben die Oberbayern nach einjährigem Aufenthalt in der Landesliga den sofortigen Wiederaufstieg geschafft und kehren mit einem verjüngten Team und großer Euphorie in die Bayernliga zurück. In Anzing wird genauso wie in Coburg viel Wert auf eine gute Jugendarbeit gelegt. Mit Tobias Fehrenbach, Constantin Schleßinger und Tobi Mayer haben im Sommer drei Spieler aus der A-Jugend den Sprung in die erste Mannschaft geschafft. Bei einem Trainingslager in der kroatischen Hafenstadt Porec hat Trainer Hubert Müller seine Mannschaft auf die Saison vorbereitet.

Die Coburger haben ihre komplette Vorbereitung in der Heimat absolviert, sind aber deshalb sicher nicht schlechter für den Auftakt gerüstet. Die bisherige Statistik spricht aber für die Oberbayern. Viermal sind die beiden Teams in der Bayernliga aufeinandergetroffen, dreimal behielt Anzing die Oberhand. Das bisher letzte Duell im Februar 2016 gewann die HSC-Reserve aber deutlich mit 33:24. Mit Kenny Schramm (zur HSG Rödental-Neustadt), Lars Fichtner und Nikola Franke (beide Karriereende) stehen drei erfahrene Akteure nicht mehr im Coburger Kader.

Neu im Team sind Linksaußen Ferdinand Schmitt (vom TSV Lohr), der zusätzlich in der Vestestadt studiert, sowie die Rückraumspieler Jakob Kassing (von der SG Marktleuthen/Niederlamitz) und Dino Mustafic. Letzterer kehrte nach einem Jahr beim SC Magedeburg, wo er punktuell in der zweiten Mannschaft zum Einsatz gekommen war, zurück nach Coburg. "Die Neuen sind bereits voll integriert. Sie waren in der Vorbereitungszeit stets sehr ehrgeizig und werden sich auch in den Punktspielen beweisen wollen", sagt Göhl. Allgemein war der HSC-Trainer mit der Intensität und der Einstellung im Training sehr zufrieden, die Anweisungen werden gut umgesetzt. Anführen wird das Team vom erfahrenen Quartett um "Shooter" Andreas Wolf, dem auf alle Positionen einsetzbaren Jonathan Rivera sowie den bundesliga-erfahrenen Spielern Dominic Kelm und Girts Lilienfelds. Der 36-jährige Lette steht allerdings bis zur Genesung von Jakob Knauer im Kader der Zweitliga-Mannschaft. Zu den Routiniers gesellen sich 13 vielversprechende Nachwuchsspieler mit einem Altersschnitt von rund 21 Jahren. Ein Teil kommt gerade frisch aus der Jugend, ein anderer Teil kann bereits Drittliga-Erfahrung vorweisen. Eine bunte Mischung, der man durchaus zutrauen kann, dass sie wieder dahin zurückkehrt, woher sie gekommen ist - in die 3. Liga.

Der Kader des HSC Coburg II für die Saison 2019/20

Tor: Fabian Apfel (20 Jahre), Tim Titze (24)

Rückraum: Andreas Wolf (29), Rick Harder (18), Dino Mustafic (18, neu), Girts Lilienfelds (33), Patrick Pernet (21), Lukas Dude (20), Jakob Kassing (23, neu), Jonathan Rivera (40)

Angriff: Benny Beyer (18), Max Preller (19), Niklas Knauer (19), Ferdinand Schmitt (24), Marvin Munoz (24), Dominic Kelm (31),

Dominik Bühler (21)

Trainer: Ronny Göhl und Till Riehn

Betreuer: Marco Herold und Udo Wittmann Physiotherapeutin: Laura Kramp

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