Coburg
Fußball-Landesliga Nordwest

FC Coburg und VfL Frohnlach: Paroli gegen die zwei Topteams bieten

Die personell geschwächten Coburger und die mental angeschlagenen Frohnlacher bekommen es an diesem Wochenende mit den beiden einzigen noch ungeschlagenen Mannschaften der Liga zu tun. Der FCC empfängt Unterpleichfeld, der VfL gastiert in Aschaffenburg.
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Gökhan Sener (links) und der FC Coburg wollen am Samstag ihre Lehren aus der etwas unglücklichen 1:2-Pleite zuletzt in Lengfeld ziehen.  Foto: Hartmut Guhling
Gökhan Sener (links) und der FC Coburg wollen am Samstag ihre Lehren aus der etwas unglücklichen 1:2-Pleite zuletzt in Lengfeld ziehen. Foto: Hartmut Guhling

"Angeschlagene Boxer sind am gefährlichsten": Ein Spruch, der den Landesliga-Fußballern des FC Coburg und des VfL Frohnlach an diesem Wochenende Mut machen könnte. Denn für beide heimische Vertreter läuft es aktuell alles andere als rund, und ausgerechnet jetzt stehen Begegnungen gegen die vermeintlich zwei besten Mannschaften der Liga an.

Die Vestekicker verloren zuletzt etwas unglücklich ihr Auswärtsspiel in Lengfeld und haben große Personalsorgen. Coach Lars Scheler muss auf sieben gestandene Akteure verzichten und den Kader mit Spielern aus der U23 auffüllen. Als funktionierendes Kollektiv wollen die Coburger (11. Platz/7 Punkte) am Samstag ab 16 Uhr gegen den Tabellenführer TSV Unterpleichfeld (1./16) dagegenhalten.

Die mannschaftliche Geschlossenheit hat den Frohnlachern (9./8) am vergangenen Samstag bei der denkwürdigen 0:10-Heimpleite gegen Alemannia Haibach komplett gefehlt. Sportlicher Leiter und Torwarttrainer Christian Tremel, der den abwesenden Cheftrainer Bastian Renk am Sonntag (16 Uhr) beim Tabellenzweiten Vatanspor Aschaffenburg (2./14) vertreten wird, erwartet eine Reaktion der Mannschaft.

FC Coburg - TSV Unterpleichfeld

Aus der Not eine Tugend machen möchte der personell aus dem letzten Loch pfeifende FC Coburg in der Heimpartie im Dr.-Stocke-Stadion gegen den souveränen Spitzenreiter TSV Unterpleichfeld, der fünf größtenteils souveräne Erfolge und ein 1:1-Unentschieden in Friesen verzeichnet. Die Vestekicker mussten zuletzt zwei Niederlagen gegen Frohnlach und beim TSV Lengfeld hinnehmen. "Wir besaßen in der ersten Halbzeit richtig gute Chancen, um frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen, haben aber zum wiederholten Male wichtige Punkte liegen lassen. Meine Jungs begreifen offensichtlich nicht, was für ein Potenzial sie besitzen", monierte Coach Lars Scheler. Durch "Klein-klein-Spiel" und einen Ballverlust im eigenen Strafraum mussten die Vestekicker den Ausgleich hinnehmen und verloren die Linie.

Die Unterpleichfelder bezwangen in der Topbegegnung des vergangenen Wochenendes den SV Memmelsdorf mit 2:1 und glänzten dabei durch mannschaftliche Geschlossenheit. Mit dem 33-jährigen Pascal Kamolz verfügen sie über einen exzellenten Torjäger, der bereits achtmal einnetzte. "Wir können nur über ein Kollektiv dagegenhalten, müssen über 90 Minuten rackern, und wenn nötig, mit elf Mann verteidigen. Mit Schönspielerei ist nichts zu holen", fordert der FCC-Trainer.

Fünf Akteure aus der Anfangsformation der Vorwoche fehlen. Eric Heinze, Daniel Kimmel und Yannick Teuchert befinden sich im Urlaub. Jannik Schmidt ist beruflich verhindert, Dennis Kolb hat sich einen Armbruch zugezogen. Kapitän Sertan Sener und Tevin McCullough laborieren an Langzeitverletzungen. Wieder zur Verfügung stehen Davide Dilauro und Ersatztorhüter Luis Krempel. Der ausgedünnte Kader muss mit Spielern aus der U23 aufgefüllt werden.

FC Coburg: Churilov/Krempel - Alles, L. Teuchert, G. Sener, Weinreich, Knie, Schad, König, A. Guhling, A. Schmidt, Dilauro, Riedelbauch, P. Schmidt, Münch, Pietsch. - Es fehlen: S. Sener, McCullough, Kolb, Y. Teuchert, Heinze, Kimmel, J. Schmidt.

Vatanspor Aschaffenburg - VfL Frohnlach

"Unsere Spieler brennen darauf, einen besseren Eindruck als in der letzten Woche bei der Heimpleite gegen Haibach zu hinterlassen", sieht Tremel seine Mannschaft vor dem Auftritt bei Aufsteiger Vatanspor hochmotiviert. Die Spieler analysierten in den vergangenen Tagen zusammen mit dem Trainerteam die Fehler aus dem Haibach-Spiel und sehen die Basis für den sportlichen Erfolg in einer guten Mentalität, um sich bei einem möglichen Negativerlebnis nicht gleich aus der Bahn werfen zu lassen. Diese Mentalität sieht Tremel als notwendig an, um in Aschaffenburg bestehen zu können.

Von den Offensivqualitäten steht Vatanspor den Haibachern in nichts nach. Mit dem Ex-Profi Peter Sprung, dem ehemaligen Kahler Landesliga-Torjäger Gökhan Aydin und dem ehemaligen türkischen Juniorennationalspieler Ünal Noyan sind die Aschaffenburger vorne sehr gut besetzt. "Aber auch wir haben unsere Qualitäten in der Offensive und haben das Glück, dass außer dem noch gesperrten Aykut Civelek alle Mann an Bord sind. Somit haben wir durchaus Alternativen in der Mannschaftsbesetzung", sagt ein zuversichtlicher Tremel.

Für die längste Auswärtsfahrt der Saison setzt der VfL Frohnlach einen Bus ein. Dieser fährt am Sonntag um 11.30 Uhr am Frohnlacher Willi-Schillig-Stadion ab. Interessierte können sich noch bei Gerd Weibelzahl (0160/9460 5819) anmelden.

VfL Frohnlach: Hempfling/Pfister - Simitci, T. Rebhan, Lauerbach, Schneider, Kleylein, Riedel, Pflaum, Hartmann, T. Özdemir, Oppel, Scheler, E. Özdemir, Jakob, Körner, Sener, W. Rebhan - Es fehlen: Civelek (gesperrt), Renk (verhindert).

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