Coburg
Fussball-Bezirksliga West

Mujanovic lässt Meeder jubeln

Der 22-Jährige sichert seinem TSV mit seinem 3:2-Siegtreffer in Ebensfeld in der Nachspielzeit einen eminent wichtigen Dreier. Mönchröden und Ebersdorf kommen über ein Remis zu Hause nicht hinaus.
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Mönchrödens Lukas Köhn schirmt den Ball ab vor einem Oberhaider ab.  Foto: Hagen Lehmann
Mönchrödens Lukas Köhn schirmt den Ball ab vor einem Oberhaider ab. Foto: Hagen Lehmann
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Die Anwärter auf den Aufstiegsrelegationsplatz in der Bezirksliga Oberfranken West schwächeln. Der erste Verfolger des VfL Frohnlach, der TSV Schammelsdorf, musste sich zu Hause mit einem 1:1 gegen den Abstiegskandidaten FSV Unterleiterbach begnügen. Das wäre die Chance für Sylvia Ebersdorf und den TSV Mönchröden gewesen, doch auch die beiden Mannschaften aus dem Kreis Coburg holten auf eigenem Geläuf nur jeweils einen Punkt. Ebersdorf spielte gegen Mitwitz 1:1, die Begegnung zwischen den "Mönchen" und dem FC Oberhaid blieb torlos. Profitiert hat an diesem Spieltag der SV Merkendorf, der mit 3:0 gegen den TSV Breitengüßbach gewann und auf zwei Punkte an den Tabellenzweiten Schammelsdorf heranrückt.

Erstmals einen zweistelligen Punktevorsprung (11) hat Primus Frohnlach, der beim 4:2 in Ebing vor keine größere Probleme gestellt wurde. Einen ganz wichtigen Auswärtserfolg feierte der TSV Meeder im Duell der Tabellennachbarn beim TSV Ebensfeld. Mit nun fünf Punkten Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsrang bei verbleibenden fünf Partien schaut es gut aus für die Schützlinge von Coach Bastian Bauer.

SC Sylvia Ebersdorf - FC Mitwitz 1:1 (1:1)

Bereits nach einer Minute wurde der Ebersdorfer Bastian Pöche gut freigespielt, setzte den Ball jedoch über das Tor. In der 5. Minute rutschte Marc Hofmann auf der Gegenseite ganz knapp an einer Flanke vorbei. Die Führung für die Sylvianer fiel in der 11. Minute: Der Mitwitzer Keeper Jan Winterstein konnte einen 20-Meter-Freistoß von Andreas Böhnlein nur abklatschen, Bastian Pöche staubte zum 1:0 ab. Doch die Führung hielt nur fünf Minuten, denn nach einem Foulspiel von Fabian Zapf im Strafraum verwandelte Luis Langbein den Strafstoß zum Ausgleich. Die nächste Chance in der temporeichen Begegnung vergab auf Mitwitzer Seite Kevin Kleylein, der steil geschickt wurde, aber im Eins-gegen-eins an Sylvia-Torhüter Janko Weiß scheiterte. Danach war wieder Ebersdorf an der Reihe, doch Andreas Böhnlein und Patrick Heidenreich ließen kurz vor dem Pausenpfiff frei stehend die durchaus mögliche Führung für Silvia liegen.

Nach der Pause setzten erst einmal die Schützlinge von Dieter Kurth die Akzente in der Offensive. Ein Schuss aus dem Hinterhalt von Tobias Pechtold wurde von Winterstein gerade noch um den Pfosten gelenkt. Nach gut einer Stunde befreiten sich die Gäste nach und nach wieder vom Druck der Hausherren und setzten mit ihrem schnellen Umschaltspiel immer wieder Nadelstiche. Zunächst scheiterte Luis Langbein am rechten Pfosten, kurz darauf verzog Lukas Riedel nur knapp. Die Schlussakzente setzte dann wieder die Sylvia, doch Böhnleins Schuss strich nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbei, Tobias Dalke traf in der Nachspielzeit nur die Latte des Mitwitzer Tores. So blieb es beim leistungsgerechten Remis.

SpVgg Ebing - VfL Frohnlach 2:4 (1:3)

Die Gäste überzeugten vor allem in der ersten Spielhälfte und gingen in der 6. Minute bereits durch einen 23-Meter-Schuss von Spielertrainer Bastian Renk in Führung. In der 26. Minute scheiterte Domenic Lauerbach mit einem Freistoß aus 20 Metern am Ebinger Schlussmann Florian Braun. Die erste Möglichkeit für die SpVgg hatte Fabian Funk, der einen Eckball mit Windunterstützung an den langen Pfosten setzte. Die Frohnlacher hatten nun ihre beste Phase. Maximilian Weinreich staubte in der 32. Minute aus fünf Metern Entfernung zum 0:2 ab. Nur zwei Minuten später erhöhte der Gast auf 0:3, als ein abgefälschter Schuss von Weinreich unhaltbar im Ebinger Kasten einschlug. Das 1:3 markierte Michael Winter in der 35. Minute, der einen Steilpass von Bastian Schneider überlegt verwertete.

Nach der Pause kamen die Ebinger besser ins Spiel. Sie hatten in der 68. Minute Pech, als sich Winter durchsetzte, aber am Pfosten scheiterte. In der 75. Minute fand Daniel Schmauser aus zehn Metern in VfL-Torwart Jonas Hempfling seinen Meister. Für die Entscheidung sorgte der beste Frohnlacher, Tayfun Özdemir, in der 80. Minute, als er frei stehend aus sechs Metern zum 1:4 abstaubte. Den 2:4-Endstand markierte Stefan Göller, der nach einem Freistoßlupfer per Kopf den VfL-Schlussmann überwand.

TSV Ebensfeld - TSV Meeder 2:3 (1:2)

Nach rund zehn Minuten gelang es den Ebensfeldern, sich erstmals aus der Umklammerung zu lösen. Der Tabellennachbar TSV Meeder blieb die spielbestimmende Mannschaft und ging nach einem unnötigen Ebensfelder Ballverlust in Führung. Benjamin Kraußer war es in der 13. Minute, der den Gast in Führung brachte. Nach einer Flanke von rechts parierte Maxi Reschke einen Kopfball von Tim Knoch noch glänzend, aber gegen den Nachschuss aus kurzer Distanz war er machtlos. Mit der Führung im Rücken machte Meeder weiter Druck. Und wieder unter tatkräftiger Mithilfe der Ebensfelder Hintermannschaft überwand Moritz Gemeinder mit einem Heber den Heimkeeper Mitte der ersten Spielhälfte zum 0:2. Erst nach einer halben Stunde wachte die Heimelf auf und besann sich auf ihre Kämpferqualitäten. Erst vergab Torjäger Lukas Faulstich noch in aussichtsreicher Position, aber in der 33. Minute schlug er unnachahmlich zu. Mit einer Kopfballverlängerung bezwang er Bastian Bauer im Meederer Tor.

Der TSV Ebensfeld erwischte den besseren Start in die zweite Halbzeit. Nach gut einer Stunde wurden die "Gelb-Weißen" für ihre Bemühungen belohnt. Der gut leitende Unparteiische Morgener entschied nach einem Handspiel im Strafraum auf Elfmeter. Lukas Faulstich verwandelte zum 2:2. Der TSV Ebensfeld verpasste nun die Entscheidung gegen die verunsicherten Gäste. In der Schlussviertelstunde gab es einen offenen Schlagabtausch. Der kurz zuvor eingewechselte Denis Mujanovic netzte nach einer Freistoßflanke in der 92. Minute zum glücklichen Siegtreffer für Meeder ein.

TSV Mönchröden - FC Oberhaid 0:0

Die Hausherren versuchten über 90 Minuten alles, konnten sich aber in Tornähe kaum entscheidend durchsetzen. Nach drei Spielminuten zog der Mönchrödener Niklas Ehrlich von der Strafraumgrenze ab, Gästetorhüter Niklas Hofmann lenkte den Ball aber über die Latte. Heimkeeper René Schulz wurde nach 22 Minuten erstmals geprüft, als Andreas Aumüller aus spitzem Winkel abzog. Die Wildpark-Elf hatte mehr Spielanteile und kombinierte gut, aber Oberhaid machte die Räume geschickt eng, weshalb in Strafraumnähe kaum ein Durchkommen war.

Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Die Gäste bauten ihre beiden Abwehrketten auf, störten früh und versuchten es mit schnellen Gegenstößen. Die "Mönche" konnten sich in Tornähe gegen die homogene FC-Abwehr kaum durchsetzen. Omar Rahmanis Abschluss (62.) aus zwölf Metern kam zu mittig, Hofmann konnte abwehren. Oberhaid wurde zwischendurch etwas mutiger und kam zwar vor das TSV-Gehäuse, aber außer bei Eckbällen und Freistößen gab es kaum zwingende Abschlüsse. TSV-Akteur Lukas Köhn scheiterte nach 79 Minuten wieder an Hofmann, der seinen Flachschuss um den Pfosten lenkte. Eine Giller-Hereingabe streifte den langen Pfosten. Bei einem Konter in der Nachspielzeit verzog der Oberhaider Roppelt knapp für seine Farben und hätte beinahe den "Lucky Punch" gesetzt.

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