Coburg
2. Handball-Liga

Mit Fans im Rücken zum ersten HSC-Sieg

Der HSC 2000 Coburg empfängt am Samstag um 19.30 Uhr die SG BBM Bietigheim und will vor heimischer Kulisse die schnelle Kehrtwende schaffen.
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Till Riehn (mit Ball) will am Samstag als Mannschaftskapitän voran gehen und mit seinen Teamkollegen den ersten Sieg sichern.  Foto: Timo Geldner
Till Riehn (mit Ball) will am Samstag als Mannschaftskapitän voran gehen und mit seinen Teamkollegen den ersten Sieg sichern. Foto: Timo Geldner
Unter der Woche war beim HSC Coburg Wunden lecken angesagt. Die ärgerliche Niederlage in Lübeck wurmte nicht nur Spielführer Till Riehn, sondern lag allen Spielern und den Verantwortlichen schwer im Magen. Aber schnell ging der Blick nach vorne.

Denn zum Heimauftakt (Samstag, 19.30 Uhr) gastiert mit dem letztjährigen Tabellenfünften der 2. Liga, der SG BBM Bietigheim, ein Team in der HUK-Arena, das volle Konzentration erfordert. Zudem gehörten die Bietigheimer mit 21:17 Auswärtspunkten in der vergangenen Saison zu den nur drei Teams mit positiver Bilanz in fremden Hallen.


Kirveliavicius soll entlasten

Nur aufgrund der Heimschwäche hat die Mannschaft den Aufstieg in die 1. Bundesliga verpasst. Dort spielten die Bietigheimer in der Spielzeit 2014/2015 und mussten in der Folgesaison nach dem sofortigen Wiederabstieg lange um den Klassenerhalt in Liga 2 kämpfen. Das soll den Coburger nicht passieren. "Wir müssen schnell auf Betriebstemperatur kommen und zusammen mit den Fans den ersten Sieg einfahren", gibt HSC-Coach Jan Gorr das eindeutige Ziel aus. Dabei soll sein Team die Abwehrleistung aus Lübeck wiederholen und der lange pausierende Romas Kirveliavicius mehr und mehr eingespielt werden.

Denn der HSC braucht Alternativlösungen, wenn bei Till Riehn und Tobias Varvne die Frische im Laufe des Spiels nicht mehr da ist. In den vergangenen Wochen lastete zu viel Druck auf deren Schultern.


Gefährliche Waffen im Rückraum

Und Bietigheim ist auch kein Gegner, den man einfach im Vorbeigehen schlägt. Die SG hat vier Spieler verloren - mit dem isländischen Nationaltorwart Aron Edvardsson und Linksaußen Jonathan Scholz zwei Akteure äußerst kurzfristig und ungeplant in der Sommerpause. Die Integration der Neuen sei noch nicht abgeschlossen, so SG-Trainer Hartmut Mayerhoffer. Felix König auf der zentralen Rückraumposition und Dominik Claus auf der rechten Seite hat Gorr auf seinem Taktikzettel stehen, geht es doch darum die Angriffsaktionen beim Gegner zu unterbinden. Hinzu kommt im linken Rückraum mit Gerdas Babarskas "ein körperlich sehr robuster Spieler" und auf der gleichen Position mit Robin Haller der Goalgetter der Bietigheimer. Schon deswegen braucht es die Lübeck-Abwehrleistung.

Der entscheidende Punch gelang im hohen Norden jedoch nicht - das soll im ersten Heimauftritt anders werden. Es war nicht alles schlecht, positiv war die fast stoische Ruhe, mit der der HSC selbst beim Vier-Tore-Rückstand vor der Pause agiert hat. Dies gilt es mitzunehmen. Über die Dauer des Spiels war Coburg mit den vielen Aktionen über den Kreis aber zu leicht auszurechnen. Im Angriff muss sich der HSC also trotz der personellen Situation im Rückraum etwas einfallen lassen, um die schnelle Kehrtwende zu schaffen.

Denn ansonsten wird es in den nächsten Wochen (in Wilhelmshaven und dann am 15./17. September mit dem ersten Doppelspieltag gegen HBW Balingen-Weilstetten und bei den HC Rhein Vikings) nicht einfacher. Gewöhnen müssen sich die Fans noch an eine neue Anwurfzeit: Im Handball-Oberhaus war für den Samstag 19 Uhr vorgegeben, in der 2. Liga geht es zurück zur "alten" Anwurfzeit um 19.30 Uhr. Da die Drittligamannschaft fast zeitgleich (20 Uhr) das "kleine Derby" beim Aufsteiger HC Erlangen II spielt "entscheiden wir über die personelle Besetzung kurzfristig", so Gorr.



Samstag, 19.30 Uhr: HSC Coburg - BBM Bietigheim


HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek, Oliver Krechel; Philipp Barsties, Markus Hagelin, Lukas Wucherpfennig, Felix Sproß, Dominic Kelm, Petr Linhart, Sebastian Weber, Stefan Lex, Benedikt Kellner (?), Florian Billek, Till Riehn, Jakob Knauer (?), Tobias Varvne, Romas Kirveliavicius
Trainer: Jan Gorr

SG BBM Bietigheim: Domenico Ebner, Jürgen Müller; Robin Haller, Patrick Rentschler, Dominik Claus, Panagiotis Erifopoulos, Christian Schäfer, Valentin Schmidt, Gerdas Babarskas, Felix König, Paco Barthe, Jan Asmuth, Jan Doll, Max Emanuel, Martin Marcec
Trainer: Hartmut Mayerhoffer

SR: Julian Köppl/Denis Regner

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