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Niederfüllbach
Fussball-Kreisliga Coburg

Mentalität gewinnt in Niederfüllbach Spiele

Die Niederfüllbacher haben vier Spiele, in denen sie zurücklagen, noch gedreht. Mit nur zwei Punkten Rückstand auf Rang 2 überrascht die TSG die Liga.
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Rückkehrer Marcus Sell hatte zwei Spielzeiten komplett pausiert, fügte sich aber mit drei Toren und zwei Vorlagen nahtlos in das neue Niederfüllbacher Team ein.  Foto: Timo Geldner
Rückkehrer Marcus Sell hatte zwei Spielzeiten komplett pausiert, fügte sich aber mit drei Toren und zwei Vorlagen nahtlos in das neue Niederfüllbacher Team ein. Foto: Timo Geldner
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Heimlich, still und leise hat sich die TSG Niederfüllbach in den vergangenen Wochen in der Kreisliga-Tabelle nach oben gearbeitet. Der vermeintliche Absteiger der Spielzeit 2017/18, der nur aufgrund des freiwilligen Verzichts des TBVfL Neustadt/Wildenheid den Sprung in die Relegation und so schließlich den Klassenerhalt schaffte, ist in dieser Spielzeit nicht wiederzuerkennen. Trainer Marcus Scheffler, der im Sommer von der Spvg Ahorn kam, erklärt im Interview sein Erfolgsrezept. Herr Scheffler, nach zehn Spieltagen steht Ihre Mannschaft auf Platz 6 der Kreisliga - gerade mal ein Pünktchen fehlt auf Rang 2. Gibt es für Sie aktuell überhaupt etwas zu meckern?

Marcus Scheffler: Meckern wäre jetzt das falsche Wort, aber natürlich gibt es noch allerhand zu verbessern. Das versuchen wir Woche für Woche im Training umzusetzen. Aber natürlich wissen wir sehr wohl, wie eng es in der Kreisliga zugeht. Wenn man zwei Spieltage ohne Punktgewinn bleibt, muss man den Blick in der Tabelle sofort wieder nach unten richten.

Nach einem eher unglücklichen Saisonstart mit zwei deutlichen Auswärtsniederlagen bei den Aufsteigern Wüstenahorn und Türkgücü, erkämpfte sich Ihr Team im Kellerduell gegen Ebern nach Rückstand noch den Sieg. War das die Initialzündung?

Der Auftakt in Wüstenahorn war eigentlich gut, da wir die bessere Mannschaft waren. Aber an dem Tag haben wir beste Chancen ausgelassen, um uns dann mustergültig auskontern zu lassen. Hier konnten wir uns nicht für ein gutes Spiel belohnen. Natürlich war es nach der Klatsche beim SV Türkgücü wichtig, zurückzukommen und gegen Ebern das Spiel zu drehen. Als Initialzündung würde ich das Spiel aber nicht beschreiben, da wir in den zehn Spielen schon fünfmal 0:1 zurücklagen, und bis auf das 1:1 in Unterzahl gegen Krecktal alle Spiele noch für uns entschieden.

Sportlich gesehen wäre die TSG in der vergangenen Saison abgestiegen, präsentierte sich vor allem in der Rückrunde komplett ohne Selbstvertrauen. Wie haben Sie es geschafft, der Mannschaft, die ja in weiten Teilen zusammengeblieben, wieder neues Leben einzuhauchen?

Wir hatten eine gute Vorbereitung mit einer überragenden Trainingsbeteiligung, so dass wir zumindest in Sachen Kondition einen guten Grundstock legen konnten. Alles andere entwickelt sich Woche für Woche, wobei natürlich positive Ergebnisse alles einfacher machen.

Vor der Saison sind ehemalige Niederfüllbacher zum Verein zurückgekehrt, zum Beispiel die Schramm-Brüder vom VfL Frohnlach. Welchen Anteil haben diese Rückkehrer am Erfolg? Die Schramm-Brüder, Jasper Humper, aber auch Marcus Sell und Nick Staude, die beide pausierten, und Flo Rothaug, der nach langer Verletzung diese Saison ein gefühlter Neuzugang ist, helfen natürlich ungemein. Nicht nur, dass sie unseren Kader qualitativ stärker machen, am wichtigsten ist für mich, dass wir in der Breite zugelegt haben und so in Sachen Aufstellung variieren können. Am Sonntag gastieren Sie beim FC Coburg II, neben Ihrer Mannschaft die zweite "Mannschaft der Stunde" in der Liga. Was erwarten Sie für eine Partie?

Da die junge Coburger Mannschaft in Sachen Fitness keine Probleme haben wird und alle Spieler durch die Ausbildung in der Coburger Jugend technisch gut geschult sind, wünsche ich mir ein ansehnliches Fußballspiel, das wir am Ende hoffentlich für uns entscheiden.

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