Coburg
Fußball-Kreisliga Coburg

Meeders Spielertrainer Bastian Bauer mahnt zur Geduld

Spitzenreiter TSV Meeder ist in der Partie gegen das Schlusslicht TSVfB Krecktal klarer Favorit, Coach Bastian Bauer stellt sich aber auf eine zähe Angelegenheit ein. Das Duell zwischen dem SV Bosporus und Türkgücü verspricht einen intensiven Schlagabtausch.
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Steht nach muskulären Problemen am Samstag gegen den TSVfB Krecktal vor der Rückkehr in die Startelf: Meeders Kapitän und Stoßstürmer Moritz Gemeinder (links). Foto: Lisa Hümmer
Steht nach muskulären Problemen am Samstag gegen den TSVfB Krecktal vor der Rückkehr in die Startelf: Meeders Kapitän und Stoßstürmer Moritz Gemeinder (links). Foto: Lisa Hümmer

Gewinner des Doppelspieltags am vergangenen Wochenende ist der FC Adler Weidhausen. Die Mannschaft von Spielertrainer Gerardo Cannone hat sich nach durchwachsenem Saisonstart eindrucksvoll zurückgemeldet. Der FC Adler zeigte seine spielerische Klasse beim Heimsieg über Heldritt (2:0) und beim Kantersieg beim TSVfB Krecktal (6:1). Den 7. Spieltag eröffnen die Weidhausener am Samstag (15 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den TV Ebern. Die Schwarz-Gelben wollen an die Leistungen der Vorwoche anknüpfen, Ebern ist allerdings nicht zu unterschätzen. Beide Kontrahenten haben jeweils neun Punkte auf dem Konto und wollen den Anschluss an die obere Tabellenhälfte nicht verlieren.

In Großgarnstadt empfängt das aktuelle Team der Stunde die Spielgemeinschaft Mönchröden/Rödental (Samstag, 16 Uhr). Das Heimteam gewann drei seiner letzten vier Begegnungen und ist die einzige Mannschaft, die Tabellenführer Meeder einen Punkt abknöpfen konnte. Die Bezirksligareserve der Mönchrödener ist einer von aktuell fünf Vereinen im Tabellenmittelfeld, die neun Punkte aufweisen. Die junge Mannschaft will die Lücke zu den Topteams um Großgarnstadt (13 Punkte) schließen.

Noch einmal drei Zähler mehr nennt der TSV Meeder sein Eigen. Der Spitzenreiter empfängt am Samstag um 16.30 Uhr den TSVfB Krecktal in einem Duell "David gegen Goliath". Doch der Meederer Spielertrainer Bastian Bauer warnt davor, den Tabellenletzten auf die leichte Schulter zu nehmen: "Da kommt ein Gegner, der uns das Leben so schwer wie möglich machen wird. Wir müssen geduldig bleiben." Der Coach freut sich besonders über die bisher beste Abwehr der Liga (fünf Gegentore). Zudem könnte Kapitän und Stoßstürmer Moritz Gemeinder nach überstandenen muskulären Problemen in die Startelf zurückkehren.

Zurück in die Erfolgsspur will der TSV Heldritt am Sonntag. Nach der Auswärtspleite in Weidhausen ging auch das Derby gegen Meeder verloren (1:2). Spielertrainer Fabian Fischer analysiert: "In Weidhausen wurden wir von der Körperlichkeit der Adler überrascht, dort war die Niederlage verdient. Gegen Meeder haben wir ein besseres Gesicht gezeigt und einen Punkt verdient gehabt."

Für großen Unmut im Lager der Heldritter sorgte auch ein Foulspiel eines Adler-Verteidigers an Lukas Scheler, der mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus musste und das Duell gegen Meeder nur von der Trainerbank aus mitverfolgen konnte. "Das war eine hässliche Aktion, wir sind heilfroh, dass Lukas nicht mehr passiert ist. Ob er am Wochenende wieder spielen kann, entscheidet sich kurzfristig", so Fischer. Die Treffsicherheit von Scheler (5 Tore) könnte gegen Grub (Sonntag, 15 Uhr), die zuletzt fünf Niederlagen in Folge einstecken mussten, den Unterschied ausmachen.

Verletzungen und ein Rockkonzert

Zur gleichen Zeit wird die Partie der Tabellennachbarn SF Unterpreppach (11. Platz) gegen den TSV Staffelstein (12.) angepfiffen. Die Heimmannschaft sorgte am Sonntag für etwas Verwunderung, als sie ihr Spiel gegen Niederfüllbach wegen Personalnot absagte. In der Kreisliga gilt ein solcher Fall als absolute Rarität. Obwohl die Sportfreunde eine Reserve im Spielbetrieb haben, gelang es nicht, eine Mannschaft vollzubekommen. Die Gründe für die Personalnot waren laut Vereinsangaben eine Verletzungsmisere und der Besuch eines Rockkonzerts. Im Spiel gegen Staffelstein sollen nun wieder positive Schlagzeilen folgen, was gegen das Team um die torgefährlichen Fischer-Brüder Simon (6 Tore) und Johannes (2 Tore) kein leichtes Unterfangen werden dürfte. Dem Verlierer droht ein Relegationsplatz.

Auf den zwei Relegationsplätzen verweilen aktuell zwei direkte Kontrahenten des nächsten Spieltags: der SV Bosporus Coburg (13./6) und der SV Türkgücü Neustadt (14./5). Am Sonntag um 15 Uhr können sich die Zuschauer mit Sicherheit auf eine intensive und mitunter hitzige Partie der beiden Vereine mit türkischem Hintergrund freuen. Die Tabellenkonstellation könnte hier tatsächlich zur Nebensache werden, auch wenn beide Teams mit Sicherheit schnell ins gesicherte Mittelfeld wollen.

Dort befindet sich bereits der VfB Einberg (4./12), der seine makellose Auswärtsbilanz von drei Siegen in drei Spielen in Pfarrweisach (Sonntag, 15 Uhr) fortsetzen möchte. Die offensivstärkste Mannschaft der Liga (21 Tore) stellt derzeit den besten beziehungsweise drittbesten Torjäger der Liga. Sowohl Kevin Skiba (8 Tore) als auch Yannik Weyhersmüller (7) sind ständige Unruheherde vor dem gegnerischen Gehäuse. Aber auch die Pfarrweisacher haben mit Sebastian (6) und Florian Pecht (4) zwei treffsichere Stürmer in ihren Reihen. Ein torloses Remis scheint in dieser Auseinandersetzung

ausgeschlossen.

FCC-Reserve will TSG ärgern

Das Topspiel steigt bei der Reserve des FC Coburg (6./9), die die TSG Niederfüllbach (2./15) erwartet (Sonntag, 15 Uhr). Der Höhenflug der jungen Coburger Mannschaft wurde jüngst in Einberg (1:2) beendet, doch gegen die mit Topspielern verstärkten Niederfüllbacher will der FCC II möglichst wieder punkten. Henrik Guhling, der bei den Vestestädtern im defensiven Mittelfeld eingesetzt wird, zeigt sich angriffslustig: "Natürlich ist Niederfüllbach der Favorit, aber wir haben alle große Lust auf dieses Spiel. Wir haben die Qualität, um jeden Gegner zu schlagen und werden uns daher sicher nicht verstecken!"

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