Coburg
Basketball ProB

Ligaverbleib für BBC Coburg fast in trockenen Tüchern

Die Coburger beenden ihre Niederlagenserie mit einem überzeugenden 86:76-Sieg in Würzburg. Nun fehlt dem BBC nur noch ein Sieg für den Klassenerhalt.
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Dino Dizdarevic (links, hier gegen den Würzburger Badu Buck) erwischte zwar wurftechnisch nicht seinen besten Tag (3 von 10 aus dem Feld), glänzte aber mit acht Rebounds und fünf Assists.  Foto: Hagen Lehmann/Archiv
Dino Dizdarevic (links, hier gegen den Würzburger Badu Buck) erwischte zwar wurftechnisch nicht seinen besten Tag (3 von 10 aus dem Feld), glänzte aber mit acht Rebounds und fünf Assists. Foto: Hagen Lehmann/Archiv

Der BBC Coburg hat sich zum Auftakt der Play-down-Runde der ProB Süd einen enorm wichtigen Auswärtssieg erkämpft. Dank einer reifen Mannschaftsleistung gewannen die Vestestädter bei der TG s.Oliver Würzburg mit 86:76 (46:34) und haben somit bereits am nächsten Wochenende bei den RheinStars Köln die Möglichkeit, den Klassenerhalt perfekt zu machen.

"Ich bin besonders glücklich darüber, dass die Negativserie endlich ein Ende hat und wir nun mit Selbstbewusstsein nach Köln fahren", zeigte sich nicht nur Co-Trainer Johannes Wunder nach dem Spiel erleichtert. Die Kölner ihrerseits dürfen nach dem 77:68-Erfolg gegen Rhöndorf auch wieder vom Ligaverbleib träumen. TG s.Oliver Würzburg - BBC Coburg 76:86 (34:46)

Nach den Verletzungssorgen während der Trainingswoche konnte BBC-Trainer Ulf Schabacker bis auf Daniel Krause und Matthias Fichtner alle Spieler einsetzen. Der BBC startete mit Point Guard Chase Adams, den Flügelspielern Kevin Franceschi und Dino Dizdarevic, Power Forward Christopher Wolf und Center Max von der Wippel in die Partie. Mit einem 8:0-Lauf, eingeleitet durch den von Beginn an hellwachen Franceschi, starteten die Gäste gut in die Partie, ehe Michael Javernik durch einen Dreier den kleinen Lauf stoppte. Erneut war es der Franzose, der von außen sofort eine Antwort parat hatte.

Die Coburger dominierten vor allem das offensive Brett und sicherten sich immer wieder zweite Wurfchancen. Mit Ablauf des ersten Viertels versenkte Wolf einen Dreier zum 24:17.

Im zweiten Abschnitt spielte sich aufseiten des Heimteams der ehemalige Treuchtlinger Tim Eisenberger in den Vordergrund und machte knapp die Hälfte der 17 Würzburger Punkte in diesem Viertel. Die Führung wollte der BBC dennoch nicht abgeben und verhinderte dies vor allem in Person von Franceschi, der auf 26 Zähler kam, und Wolf, der mit 15 Punkten und elf Rebounds ein Double-Double verbuchte und wiederholt auf der Centerposition aushelfen musste. In die Halbzeit gingen die Coburger mit einem Zwölf-Punkte-Polster (34:46, 20.).

Nach Wiederbeginn war es vor allem Steffen Walde, der mit seinem energischen Zug zum Korb wichtige Akzente setzte und sicherstellte, dass der BBC einen zweistelligen Vorsprung mit ins letzte und entscheidende Viertel nehmen konnte (62:52, 30.).

Adams ist in heikler Phase da

Eingeleitet wurde der Schlussabschnitt mit einem Dreipunktewurf von Eisenberger und einem Treffer in Korbnähe von Jonas Weitzel. 64:57: nur noch sieben Punkte Vorsprung für die Oberfranken, nervöses Raunen bei den zahlreichen Coburger Fans.

Doch dann entfaltete Chase Adams seine beruhigende Wirkung: Der US-Amerikaner zeigte seine ganze Klasse, traf aus schwierigsten Lagen traumwandlerisch sicher und initiierte einen vorentscheidenden 9:2-Lauf der Coburger.

Wie man es aber von Youngstern erwartet, gaben die bissigen Würzburger keinesfalls auf, sondern hielten mit Fouls die Uhr an und schickten den Gast an die Freiwurflinie. Dort gaben sich Adams und Co. jedoch keine Blöße und verabschiedeten sich mit einem 86:76-Sieg aus Würzburg und wichtigen zwei Punkten in der Tasche.

"Erst einmal bin ich sehr stolz auf unsere Männer, die heute alles in die Waagschale geworfen haben, um am Ende des Spieles als Sieger vom Feld zu gehen. Trotz widriger Umstände in der vergangenen Woche haben wir es über 40 Minuten geschafft, den Fokus immer zu behalten", sagte Co-Trainer Wunder nach der Partie. "Das Team hat sich zu Beginn der Woche Gedanken darüber gemacht, was wichtig ist, um die zwei Punkte einzufahren. Alle Pläne, die gemacht wurden sind, haben sie zu 100 Prozent eingehalten und erfüllt. Wir haben es geschafft, ein Ziel festzusetzen und das Wohl der Mannschaft vor das eigene Ego zu stellen."

Die Statistik

BBC Coburg: Franceschi (26), Adams (24, 3 Dreier, 9 Rebounds), Wolf (15, 11 Rebounds), Dizdarevic (10), Walde (10), von der Wippel (1), Turan, Bauer (je 0), Rico (n.e.).

Würzburg: Hadenfeldt (16, 11 Assists), Weitzel, Eisenberger (je 13 Punkte), Buck, Albus (je 11), Javernik (5), Fischer (4), Stechmann (3), Kunz (0), Böhmer, Buschbeck (je n.e.).

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