Coburg
3. Handball-Liga Ost

Letzte Chance für HSC Coburg II gegen den Meister Eisenach

Bei einer Heimniederlage gegen den Titelträger Eisenach wäre der Abstieg der Coburger Reserve besiegelt. Doch ein Hintertürchen gäbe es trotzdem noch.
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Emotionen sind bei Trainer Ronny Göhl (Mitte) und der HSC-Bank am Freitagabend gegen den Meister aus Eisenach garantiert. Iris Bilek/Archiv
Emotionen sind bei Trainer Ronny Göhl (Mitte) und der HSC-Bank am Freitagabend gegen den Meister aus Eisenach garantiert. Iris Bilek/Archiv

Drei Spieltage stehen in der 3. Handball-Liga Ost noch auf dem Programm, doch die Entscheidungen um den Aufstieg und den Abstieg sind bereits (fast) gefallen. Der ThSV Eisenach zieht seit Monaten einsam seine Kreise an der Tabellenspitze und steht als Titelträger fest.

Auf der anderen Tabellenseite sind die SG Bruchköbel und der TV Erlangen-Bruck als Absteiger fix, der HSC 2000 Coburg II könnte am Freitagabend als drittes Team dazukommen.

Wollen die Coburger die Klasse noch regulär halten, sind mindestens sieben Punkte aus den letzten vier Saisonspielen nötig, dazu dürfte Konkurrent SG Leipzig II nichts mehr Zählbares holen. Rechenspiele, die wahrscheinlich schon am Freitag beendet werden können, denn die HSC-Reserve (16:36 Punkt) empfängt um 20 Uhr in der HUK-Arena eben jene dominierende Mannschaft der Liga, den ThSV Eisenach (48:6).

Doch selbst bei der zu erwartenden Niederlage wäre der Ligaverbleib der Coburger noch über die "Hintertüre" möglich. Denn die vier Tabellen-14. der jeweiligen 3. Handball-Ligen spielen nach der Saison eine vorsorgliche Relegation aus (siehe Infobox). Aktuell belegt der HSC II diesen 14. Rang.

Bevor die Jungs von Trainer Ronny Göhl aber an die mögliche Relegationsrunde denken, werden sie alles versuchen, den Meister zu ärgern und sich noch die Chance auf den direkten Klassenerhalt zu wahren. "Wir wollen uns stetig weiterentwickeln und da ist so ein Spiel gegen eine ,Zweitliga Mannschaft' eine gute Möglichkeit. Solche Spiele soll man als junge Mannschaft genießen, jeder wird voll motiviert sein", sagt Göhl.

Mit Spaß am Spiel, viel Tempo nach vorne und einer gesunden Härte möchten die Coburger den Thüringern Paroli bieten, so der HSC-Coach. Einen ihrer besten Auftritte in fremden Hallen hatten die Coburger im Hinspiel im November. Bei der 24:28-Niederlage schnupperte die als Kollektiv auftretende HSC-Reserve lange Zeit an einem Punktgewinn.

Bester Schützen im Eisenacher Team sind die beiden Außenspieler. Eigengewächs und Linksaußen Adrian Wöhler bringt es bislang auf 131 Tore in der laufenden Spielzeit, Rechtsaußen Alexander Saul steht ihm mit 129 Treffern in kaum etwas nach. "Die Eisenacher verfügen über eine ausgeglichene Mannschaft mit Spielern, die Erst- und Zweitliga-Erfahrung haben. Sie werden eine Menge Zuschauer mitbringen und wollen natürlich alles investieren, um die zwei Punkte mitzunehmen", sagt Göhl, der dabei sicher auf einige alte Bekannte treffen wird. Der gebürtige Suhler war, bevor er 2005 in die Vestestadt kam, für fünf Jahre in Eisenach aktiv.

Das Aufgebot

HSC 2000 Coburg II: Fabian Apfel, Tim Titze; Max Preller, Nikola Franke, Dominic Kelm, Benjamin Beyer, Lars Fichtner, Lukas Dude, Patrick Pernet, Jonathan Rivera, Dominik Bühler, Niklas Knauer, Andreas Wolf, Henri Dittmar, Rick Harder.

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