Witzmannsberg
Tennis

Krawietz knackt die Top 100

Der Witzmannsberger gewinnt mit Partner Andreas Mies das Challengerturnier in Rom und springt in der Doppel- Weltrangliste auf Rang 95.
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Kevin Krawietz (rechts) freute sich mit Doppelpartner Andreas Mies über den Sieg in der Doppelkonkurrenz beim Challengerturnier in Rom.  Foto: privat
Kevin Krawietz (rechts) freute sich mit Doppelpartner Andreas Mies über den Sieg in der Doppelkonkurrenz beim Challengerturnier in Rom. Foto: privat
Eine erfolgreiche Zeit hat der Witzmannsberger Tennisprofi Kevin Krawietz beim mit 64 000 Euro dotierten Challengerturnier "Roma Garden Open" in Italien verbracht. Im Einzel spielte sich Krawietz über die Qualifikation bis ins Halbfinale des Hauptfelds. In der Doppelkonkurrenz gewann der 26-Jährige mit Partner Andreas Mies das Turnier. Es war bereits der siebte Doppeltitel für Krawietz in diesem Jahr - drei errang er bei Challenger- und vier bei Future-Turnieren.


Überraschungserfolge im Einzel

Als Ungesetzter startete Krawietz in der Einzel-Qualifikation mit drei klaren Siegen gegen Dragos Dima (Rumänien/6:1, 7:5) Robin Stanek (Tschechien/ 6:1, 6:4) und Romero de Avila Senise (Spanien/6:3, 6:2). Im Hauptfeld bekam der Witzmannsberger gleich in der ersten Runde mit Andreas Haider-Maurer einen schweren Brocken zugelost. Der Österreicher, der noch vor drei Jahren auf Position 47 der Weltrangliste stand, hatte aber keine Chance. Krawietzs' variables Spiel mit häufigen Netzangriffen führte zu einem deutlichen Sieg (6:1, 6:3).

In der zweiten Runde stand ihm Renzo Olivio gegenüber. Gegen den Argentinier (Weltrangliste Platz 206) entwickelte sich ein intensives Spiel mit langen Ballwechseln. Immer wieder Stopps und Netzangriffe brachten Olivio aus dem Rhythmus. Nach zwei Stunden und 50 Minuten ging Krawietz mit 3.6, 7:6, 6:3 als Sieger vom Platz.

Im Viertelfinale trat er gegen Vaclav Safranek an. Der Tscheche kam mit der Empfehlung, den an Position 7 gesetzten Slowaken Josef Kovalik (Weltrangliste Platz 127) aus dem Turnier geworfen zu haben. Ein spannendes Spiel folgte, in dem keiner der beiden Kontrahenten ein Break zulassen wollte. So kam es sowohl im ersten als auch im zweiten Satz zum Tiebreak, den Krawietz jeweils einmal mit 7:5 und einmal mit 7:3 für sich entschied.


Im Finale Nerven behalten

Im Halbfinale war sein Gegner Laslo Djere. Der Serbe hatte das Glück, sein Viertelfinalspiel aufgrund einer Verletzung des Gegners kampflos zu gewinnen, während Krawietz durch den Weg über die Qualifikation bereits sein siebtes Match hatte. Krawietz kam gut ins Spiel, die entscheidenden Punkte machte aber stets sein Gegner. So verlor Krawietz mit 2:6, 2:6. "Heute haben mir doch ein paar Körner gefehlt, ich bin aber sehr zufrieden mit meiner Leistung im gesamten Turnier", sagte Krawietz. Nach der Niederlage im Einzel-Halbfinale stand am Nachmittag bereits das Semifinale im Doppel an.

Mit seinem deutschen Partner Andreas Mies hatte Krawietz die ersten Partien gegen Kimmer Kopperjans (Belgien) und Quentin Halys (Frankreich) mit 6:1, 6:4 und gegen Juan Londero (Argentinien) und Fabricio Neis (Frankreich) mit 6:4, 7:5 gewonnen. Im Halbfinale besiegte das deutsche Duo das slowakisch/chilenische Doppel Andrej Martin und Hans Podlipnik-Castillo überzeugend mit 6:4, 6:2. Im Finale trafen Krawietz/Mies auf das an Nummer 1 gesetzte Doppel Sander Gille und Joran Vliegen. Auch die beiden Belgier hatten ein Spiel weniger in den Knochen, da ihr Halbfinalgegner wegen Verletzung nicht antrat. Krawietz/Mies starteten gleich mit einem Break, das auch zum Gewinn des ersten Satzes (6:3) führte.

Im zweiten Satz machten die Belgier dann weniger Fehler und gewannen diesen mit 6:2. Der Match-Tiebreak musste die Entscheidung bringen. Bis zum 4:4 war es ein ausgeglichenes Spiel, dann übernahmen die beiden Deutschen das Kommando, ließen nichts mehr zu und siegten mit 10:4.
Der dritte Sieg bei einem Challengerturnier im Jahr 2018 war für Krawietz perfekt. "Wir sind sehr zufrieden, wir spielen uns immer besser ein, so soll es in Zukunft weitergehen."

Sehr zufrieden ist der Witzmannsberger auch mit seiner aktuellen Platzierung in der Weltrangliste. Im Einzel hat sich Krawietz in diesem Jahr um über 200 Plätze verbessert. Am Anfang des Jahres stand er noch auf Position 584, jetzt rangiert er auf Platz 357. Und im Doppel hat Krawietz mittlerweile die Top 100 geknackt, steht derzeit auf Rang 95 der Doppel-Weltrangliste.
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