Witzmannsberg
Tennis

Krawietz-Hoch in Down Under

Der Witzmannsberger erreicht mit seinem Doppelpartner Nikola Mektic nach einem souveränen Sieg in zwei Sätzen das Achtelfinale der Australian Open.
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Weiter auf dem Vormarsch: Zum zweiten Mal (nach Wimbledon 2018) in seiner Karriere erreichte Kevin Krawietz die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers.  Foto: Bertram Wagner/Archiv
Weiter auf dem Vormarsch: Zum zweiten Mal (nach Wimbledon 2018) in seiner Karriere erreichte Kevin Krawietz die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers. Foto: Bertram Wagner/Archiv

Kevin Krawietz und sein kroatischer Doppelpartner Nikola Mektic kommen in Melbourne so richtig ins Rollen: Am Freitag besiegte das deutsch-kroatische Duo in der zweiten Runde der Australian Open das an Nummer 13 gesetzte Doppel Ivan Dodig (Kroatien)/Edouard Roger-Vasselin (Frankreich) mit 6:3, 7:6 (7:5) und zog ins Achtelfinale ein (voraussichtlich Sonntag).

Break gelingt im ersten Versuch

Ein echtes Ausrufezeichen gegen eine Doppelpaarung, die zumindest zum erweiterten Favoritenkreis auf den ersten Grand-Slam-Titel des Jahres zählte. Sowohl Roger-Vasselin (2014) als auch Dodig (2015) gewannen im Doppel beispielsweise bereits die French Open. "Ich bin super happy, es war ein sehr, sehr gutes Match. Zu Meckern gibt es nichts, das war ein gewaltiger Unterschied zu unserem ersten Spiel", sagte ein erleichterter Krawietz einige Stunden nach seinem Zweitrundenmatch. Mit dem Einzug in die dritte Runde haben haben Krawietz und Mektic schon jetzt ein Preisgeld von 55 000 US-Dollar sicher.

Die für 11 Uhr Ortszeit angesetzte Partie begann auf Court 8 des Melbourne Parks verspätet, was Krawietz und Mektic aber nicht beirrte. Das deutsch-kroatische Doppel, das bei seinem ersten Auftritt am Mittwoch noch nicht wirklich harmoniert hatte, startete entschlossen in das Match. Nachdem Krawietz sein erstes Service ohne Probleme durchgebracht hatte, waren er und Mektic gleich beim ersten Aufschlagsspiel ihrer Gegner zur Stelle. "Wir haben viele Returns ins Feld bekommen und natürlich hat es geholfen, dass wir direkt den ersten Breakball zum 2:0 genutzt haben. Das gab uns Aufschwung", analysiert Krawietz. Der Witzmannsberger schlug beim 5:3 zum Satzgewinn auf. Roger-Vasselin/Dodig erzwangen zwar immerhin einen Gleichstand, doch den zweiten Satzball verwandelten Krawietz/Mektic schließlich zur 1:0-Satzführung.

Gegner werden am Samstag ermittelt

Im zweiten Satz servierten der Witzmannsberger und sein Partner überragend: Alle sechs Aufschlagsspiele wurden zu 0 oder zu 15 gewonnen. Über die komplette Spieldauer gewährten Krawietz/Mektic ihren Gegnern übrigens nicht einen einzigen Breakball. Da aber auch das fränzösisch-kroatische Duo im zweiten Satz gut serviert hatte, ging es den Tiebreak. Krawietz und sein Partner führten bereits mit 5:2, ehe ihre Gegner nach drei Punkten in Folge ausglichen. Doch Krawietz/Mektic behielten einen kühlen Kopf und nutzten nach nur 75 Minuten Spielzeit ihren ersten Matchball. "Es war ein enges Match auf hohem Niveau gewesen. Wir sind einfach froh, dass wir so gut zusammenspielen und eine Runde weiter sind." Ihre nächsten Gegner werden Krawietz und Mektic am Samstag (11 Uhr Ortszeit) unter die Lupe nehmen: Jamie Murray (Großbritannien und Bruno Soares (Brasilien) gelten als favorisiert gegen Luke Bambridge und Jonny O'Mara (beide Großbritannien).



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